Superdiversität, Gesellschaft im Wandel
Shownotes
Wir sollten uns alle mal die Frage stellen, wie wir in Zukunft zusammenleben wollen.
Da es perspektivisch immer weniger Mehrheitsgesellschaften gibt, die die Normen und den gesellschaftlichen Rahmen definieren, wird die Frage immer wichtiger, wie ein Miteinander aus vielen Minderheiten funktionieren kann.
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00:00:12: Der Waschkast.
00:00:14: Aus dem Stadtteil für den Stadtteil
00:00:19: Und darüber hinaus.
00:00:22: Liebe
00:00:22: Leute, herzlich willkommen an den
00:00:24: Endgeräten.
00:00:26: Wir waren wieder wild unterwegs!
00:00:28: Lieben Dank an Monika und Manfred Dass wir bei euch im Essimmer aufnehmen konnten.
00:00:33: Es war zwar herrlich Aber
00:00:36: es war auch
00:00:37: der Elektro-Wortzugast.
00:00:39: Tut uns leid Dass das mit dem Ton nicht so hingauen hat,
00:00:43: da war
00:00:43: ehrlicherweise überhaupt nichts mehr zu machen.
00:00:47: Nächstes Mal senden wir bestimmt wieder von der Brücke der Tide Enterprise.
00:00:52: Drückt beide Augen
00:00:53: zu, spitzt
00:00:54: die Ohren und auf
00:00:55: geht's!
00:00:56: Oder wie Pika jetzt sagen würde... Energie!
00:01:01: Moin liebe Nachbarn, Barmbecker und Hamburger!
00:01:04: Endlich ist es wieder soweit um euch über etwas zu erzählen was uns täglich begegnet wo rüber aber sehr wenig gesprochen wird.
00:01:11: Aber dazu kommen wir gleich noch.
00:01:13: Passend zu der Hochkonjunktur, der schlechten Nachrichten fällt mir auf dass Begriffe und Worte negativ belegt werden die schon eigentlich mal eine ganz andere Bedeutung hatten und auch gerne einmal verblassen zum Beispiel das Wort Klimawandel.
00:01:30: Das hat uns eine ganze Menge Bewegungen gebracht Und jetzt ist es aber etwas was worüber viel weniger gesprochen wird.
00:01:37: Na ja, vielleicht aus Angst dass Wählerstimmen eingebüßt werden bei der nächsten Wahl.
00:01:43: Ich finde schon es wird viel drüber geredet aber ist passiert nichts.
00:01:46: Es passiert nicht.
00:01:47: man will sich mit jemandem anlegen und das muss was passieren sonst haben wir noch ein paar Sommer die uns dieses Jahr schon ganz schön um die Ohren geflogen sind.
00:01:55: Ja das stimmt und das wollte ich gerade sagen grad wo jetzt an allen Ecken und Kanten gezeigt wurde wie das ist wenn einem die Umwelt um die ohren fliegt.
00:02:04: Und wo du das gerade sagst, eins dieser Worte und das passt jetzt auch zu unserer Sendung.
00:02:09: Bei vielen Leuten schlagen die Alarmglocken zum Beispiel im sexuellen Kontext dass Wort Diversität benutzt wird und dann gleich kommt Nein nein es gibt nur zwei Geschlechter und so weiter.
00:02:19: also da wollen wir jetzt nicht eintauchen.
00:02:21: aber auch da hatte ist ja eher ein negativen Ruf oder eine Bedeutung und heute wollen wir nun ausgerechnet auch noch über Superdiversität reden auf Migration und Zuwanderung und einfach eine Veränderung der Gesellschaftsstruktur.
00:02:43: Und also für alle, die dabei Unbehagen haben vielleicht können wir das etwas auflösen?
00:02:49: Wer unsere Inklusionsfolgen gehört hat kann mit den Begrifflichkeiten vielleicht schon ein bisschen mehr anfangen oder anders.
00:02:56: es ist eigentlich nichts wovor man Angst und Sorge haben schrecken muss sondern es ist etwas mit dem man sich gut beschäftigen kann
00:03:04: Ganz genau, denn es ist leicht den Untergang an die Wand zu malen und zu trommeln.
00:03:08: Und zu sagen wie schlimm alles ist und was wir alle verlieren werden wo es reicht nur unzufrieden zu sein und dagegen zu sein.
00:03:16: Man kann gut meckern ne?
00:03:17: Ja das kann man sehr gut!
00:03:18: Es wäre so einfach mit den vier apokalyptischen Reitern im Rücken in Form von der Regierung.
00:03:24: ehrlicherweise fühle ich das immer ein bisschen lame.
00:03:26: Ich finde die da oben finde ich hier viel besser.
00:03:29: Das hat noch so was Mystisches und das wie eine geheimene
00:03:32: Wusche.
00:03:32: Kann
00:03:33: man nicht greifen, ja!
00:03:35: Und natürlich die woken links versifften Weltvertrier- und Klimaschützer.
00:03:39: Das ist natürlich auch etwas da lässt sich schön drauf rum hacken und natürlich nichts zu vergessen Die Lügenpresse.
00:03:47: Also viele schlechte Nachrichten.
00:03:49: aber was wir machen?
00:03:50: Wir stellen uns den Fluch der guten
00:03:52: Nachrichten.
00:03:56: Wir haben nicht nur gute Nachrichten, wir rufen sogar dazu auf sie uns zu schicken.
00:04:00: Zum Mitgestalten rufen wir auch zur Teilhabe zu freiwilligem Engagement.
00:04:04: völlig verrückt oder?
00:04:06: Ja das ist wirklich völlig verrückte.
00:04:08: toll dass wir lauter so treue Hörerinnen und Hörern haben für unsere podcast folgen.
00:04:13: vielen dank an dieser stelle für euren support.
00:04:17: also wir werden dementsprechend auch weiter gerne den Finger in die progressive Wunde legen
00:04:23: Genau.
00:04:23: Und wir werden etwas sagen, was sich sonst niemand traut zu sagen.
00:04:28: Das
00:04:29: vielleicht das früher nicht alles besser war?
00:04:32: Keiner zu sagen!
00:04:34: Und dass es vielleicht schlimmer war, das kann man vielleicht auch mal sagen.
00:04:38: Früher war nicht alles Besser.
00:04:40: Nee, das stimmt anders.
00:04:43: Ja ist immer so schön.
00:04:44: die beste Zeit jetzt.
00:04:47: Aber was auch richtig gut ist und das Trauen uns auf jeden Fall zu sagen Wir werden jetzt erstmal schön ein Song hören.
00:04:54: Sankita, du hast uns was mitgebracht.
00:04:56: Sag mal warum und welches Lied?
00:04:59: Ich habe uns mitgebracht von Namika den Lieblingsmenschen Und ich finde dieses jene Parapas français aber bitte geht weiter so wunderschön.
00:05:08: das ist einfach der Hammer.
00:05:10: Das ist so schön zu hören dass man sich auch ohne Sprache
00:05:13: gut verstehen kann.
00:05:23: Wir sind der Bashkast aus Warnberg-Süd.
00:05:25: Man kann uns überall finden auf Spotify, Apple Music oder da wo ihr gerne eure Podcasts hört und jetzt auch hier im Radio.
00:05:34: es gibt uns jeden ersten Montag im Monat um achtzehn Uhr.
00:05:38: zum Einstieg einmal eine kurze Rückschau.
00:05:41: Migration ist etwas völlig normales muss man vielleicht noch mal voran stellen.
00:05:46: Es ist das, was die Welt immer schon bewegt hat und was dazu geführt hat dass wir Menschen sind wie wir sie heute sind.
00:05:52: Aber wenn wir auf Deutschland gucken da hat sich über die Jahrhunderte viel getan und wenn wir nochmal den Zoom etwas leer holen und in die fünftiger Jahre schauen Da kommen eine ganze Menge neue Arbeitskräfte.
00:06:04: Die werden nämlich über Anwerbeabkommen mit der Türkei, mit Griechenland und mit Portugal Mit Spanien und sogar dem früheren Jugoslawien hierher geholt um hier zu arbeiten, weil man in den Fabriken zu wenig Arbeitskräfte hatte.
00:06:19: Und wie das immer so schön heißt wir haben Arbeitskräften gerufen und es kamen Menschen.
00:06:24: viele sind geblieben und haben auch noch ihre Familien nachgeholt.
00:06:28: Ab den achtziger Jahren hat sich sozusagen die Migration auch nochmal verändert.
00:06:34: da kamen nämlich viele Menschen als Flüchtlinge hierher.
00:06:38: also vielleicht erinnern sich die einen oder anderen an sogenannten Bootsflüchtlinge aus Vietnam.
00:06:46: Es gab den Bürgerkrieg in Jugoslawien in den neunziger Jahren, da sind auch viele Menschen hierher geflüchtet weil sie dort in Juguslawien an einem Land was auseinandergebrochen sind massiv bedroht waren und unter Druck standen.
00:06:58: Und heute ist es völlig normal dass Viele Menschen mit vielen Migrationsgeschichten hier eng miteinander verbunden sind, hier leben sich austauschen und ich glaube unsere Städte und Dörfer werden nicht was sie heute sind wenn wir nicht Migration gehabt hätten.
00:07:14: Ja das ist ja auch nichts Ungewöhnliches weil Sie kommen zum Arbeiten, zum Studieren oder heute auch wegen der Liebewegen in ein anderes Land ziehen und so ist die Gesellschaft über die letzten dreißig Jahre auf jeden Fall viel bunter geworden.
00:07:29: Aber wir wollen ja heute über Superdiversität reden.
00:07:34: Ab wann genau spricht man von Superdiverzität?
00:07:37: Superdiverse ist ein Begriff, der kommt aus dem angesächsischen Raum.
00:07:42: Wurtherweg hat den entwickelt.
00:07:44: das kommt nachher nochmal, da erzählen wir noch mal darüber.
00:07:47: aber es gibt sozusagen immer mehr Menschen die eine Migrationsgeschichte haben, also Geschichte selber migriert sind oder in ihrer Familie Leute haben.
00:07:56: Die hierhergekommen sind.
00:07:58: es sind sozusagen Familien mit internationaler Geschichte.
00:08:02: Diese Leute kommen aus allen möglichen Ländern und man spricht von Superdiversität, weil eben nicht ein Land das Hauptland ist sondern die aus ganz vielen verschiedenen Ländern kommen.
00:08:12: Und unsere Gesellschaft hier ausmachen.
00:08:14: Hier Deutsche sind aber immer noch Geschichte mit dabei haben.
00:08:18: Das ist ein Punkt.
00:08:19: und ich glaube ein ganz wichtiger Punkt ist auch dass diese Gruppen in sich ja auch nicht homogen sind.
00:08:25: Sondern einige sind kurz hier haben deutschen pass einige leben schon seit Jahrzehnten wir haben den nicht jung, alt einige studieren andere arbeiten hier.
00:08:34: das wäre genauso wenn ich mal keine pflanzen und da sind gemüse öpsterbäume blumen alles mit in einem topf dass so ist es ja wenn man sagt die migranten das ist ein begriff der umfasst ja so viel noch etwas.
00:08:49: ich glaube man kann sehr gut an der gen z sehen Die bilden heute schon genau diese komplexe Vielfalt ab.
00:08:58: Ich weiß gar nicht mehr in welcher Stadt das war, aber da haben sie in einer Durchschnittsklasse gefragt.
00:09:04: Die erste Frage war wer ist nicht in Deutschland geboren und in Deutschland Geboren?
00:09:09: Da wars zur halbe Halbe Und die zweite Frage war ob ein Elternteil eine Migrationsgeschichte hat oder eine Einwanderungsgeschichte.
00:09:19: Da wurde der Anteil noch größer Und noch viel größer wurde dieser, als gefragt wurde ob die Großeltern eine Einwanderungsgeschichte hatten.
00:09:27: Aber bevor wir da weitermachen sollten wir erst mal unseren Gast zu Wort
00:09:31: kommen lassen.
00:09:32: Sankita,
00:09:33: du hast
00:09:34: mit Franz Lele zum Thema Superdiversität ein Interview geführt.
00:09:38: Erzähl uns mal von
00:09:39: dir!
00:09:40: Ja, Franz kommt aus den Niederlanden und forscht schon seit vielen Jahren gemeinsam mit ihrem Mann Maurice Krühl zum Thema Migration in verschiedensten Kontexten.
00:09:50: also was führt dazu dass Menschen gut ankommen?
00:09:54: Die haben Projekte zu Schülerinnen und Schülern gemacht was Bildungserfolge von Migrantinnen befördert.
00:10:01: Sie haben sich angeguckt, was es mit den Städten macht und sie haben jetzt eine Studie eben durchgeführt dazu.
00:10:06: Was passiert wenn Städte mehrheitlich minder halten werden?
00:10:10: Genau!
00:10:10: Und bevor wir uns jetzt hier weiter da drin verlaufen lassen wir glaube ich erstmal unsere Fachfrau
00:10:15: zu schauen kommen.
00:10:16: Genau!
00:10:22: Franz,
00:10:23: warum sprechen wir von Superdiversität?
00:10:25: San Gita!
00:10:28: Schönen Dank dass du mich eingeladen hast.
00:10:30: Wir sprechen von Super Diversität weil ist nicht nur um die Irte gehen, wovon die Leute kommen in die Stadt.
00:10:37: Aber auch innerhalb dieser Vielfalt gibt es einen Vielfald von anderen Sachen, die die Identität der Menschen merken.
00:10:46: Und das ist die Alter von Leuten ... Wie sagt man das?
00:10:53: Sexuellen
00:10:54: ... Orientierung?
00:10:54: Orientierung ihrer sozialen Klasse.
00:10:59: Alle diese Sachen zusammen.
00:11:02: machen ein Vielfalt, die viel komplexer ist als nur die Herkunft.
00:11:08: Und da sprecht ihr von super Diversität?
00:11:11: Ja
00:11:11: und super hat nichts zu tun wie super gut, super fantastisch aber super ein superlativ.
00:11:18: es ist mehr als nur die Vielfalt in Herkunft.
00:11:21: Okay,
00:11:22: sondern die vielfalt dessen was uns alle ausmacht?
00:11:25: Ja!
00:11:25: Die Unterschiedlichkeit oder die Eigenheiten, die wir haben?
00:11:28: Ja und das bedeutet auch dass wir sehr verschieden sind aber dass darin viele Möglichkeiten sind sich zu erkennen in anderen in einer dieser Aspekte.
00:11:40: Du
00:11:40: sprichst immer so schön von Verknüpfen und Verbinden miteinander ne?
00:11:43: Ja Und das ist genau, was die Möglichkeiten gibt.
00:11:48: Was die Superdiversität als möglich liegt?
00:11:51: Ja!
00:11:51: Ihr habt euch aber nicht nur super Diversität angeguckt, sondern beim Angucken habt ihr auch noch einen anderen Begriff geprägt.
00:11:57: Ihr sprecht davon, dass heutzutage vor allem die Städte mehrheitlich Minderheiten sind.
00:12:03: Was heißt das denn?
00:12:04: Das heißt, dass vorher gab es in der Großstadt Diversitäten zum Beispiel in Amsterdam schon für Jahrhunderten Aber es gab immer noch eine Mehrheit.
00:12:17: Und die Mehrheit waren die Leute ohne Migrationshintergrund, was heißt sie sind geboren in das Land und ihre Eltern ebenso.
00:12:27: aber jetzt seit einigen Jahren und in Amsterdam schon seit fünfzehn Jahre gibt es nicht lange eine Mehrheit von Leuten ohne Migrationshintergrund.
00:12:39: Die sind weniger als Fünfzig Prozent der Einwohner der Stadt, also die sind auch eine Minderheit geworden wie alle anderen Minderheiten immer noch die grösste Minderheit.
00:12:51: aber an Minderheits und Es gibt nicht ein neuer Mehrheit ist nicht so das jetzt ein anderer ethnische Gruppe ist die mehrheit.
00:13:00: nein es sind Städte nur minderheiten.
00:13:04: Okay,
00:13:05: und da verschiebt sich etwas.
00:13:06: Ja, damit schiebt es sicher was?
00:13:09: Und das hat wahrscheinlich eine ganze Menge zu bedeuten für unser Zusammenleben und wie wir's gestalten sollten.
00:13:15: Ja!
00:13:15: Und für uns heißt es insbesondere etwas zu tun mit wie die Begriff Integration sehen
00:13:24: wird.
00:13:26: Das heißt ... Das heißt dass vorher in der achtziger Jahre kamen die Neukommer
00:13:34: Neu angekommen.
00:13:36: Ja,
00:13:36: und die mussten so ihre Platz finden in einem Kontext von einer Mehrheit, die Gebrauchen, Normen, Werten betrachten.
00:13:51: Und jetzt wenn man sieht wie die Stadt aussieht Wenn es mehr als die Hälfte und in manche Städte Wenn man in der Region die Migrationshintergrund gibt, dann muss sich die Neuangekommen mit Diversität und nicht nur die alte Mehrheitsgruppe
00:14:14: verhalten.
00:14:14: Okay, das heißt man muss ganz anders ankommen in einem Setting wie Schule oder?
00:14:19: Wie Schule aber auch Arbeit.
00:14:22: Aber auch in die Publik-Rauma hier.
00:14:25: ja alles ändert sich damit und wir sagen jetzt ist wichtiger für alle Leute in der Stadt zu... integrieren in die Diversität.
00:14:36: Und nicht mehr in eine Mehrheit, sondern ein diverses Setting sozusagen?
00:14:40: Ja und das ist ein Kompetenz dass wir merken als einen Kompetenz, die so wichtig ist.
00:14:47: Genau wie ...
00:14:49: E-Kompetenz oder Medium?
00:14:51: Ja!
00:14:51: Und ihr sagt, das ist nämlich das Spannende an eurer Studie.
00:14:54: Es geht nicht mehr darum, dass sich die Neuangekommenen nur integrieren, sondern die Alteingesessenen müssen sich auch ebenso...
00:15:02: Das aber weil ihre Welt ändert sich.
00:15:06: Und aber auch haben wir gesehen in unseren Studien.
00:15:10: Wir haben in sechs Städte, in Europa und Hamburg war eines davon.
00:15:15: Haben die Leute befragt?
00:15:17: Drei Tausend Leute haben wir befragt, Leute ohne Migrationshintergrund.
00:15:22: Die alle leben in einem Kontext von Mehrheit-Minderheiten.
00:15:27: und wir haben gefragt was ihre Wohngeschichte ist in dieser Städte?
00:15:32: Und wir haben gefunden dass ein ganz großes Teil von diesen Leuten ohne Migration Hintergrund die sind eigentlich die neu angekommenen in diese Städten.
00:15:41: Was
00:15:42: heißt das denn?
00:15:42: Das
00:15:43: heißt sie sind gekommen zum Studieren arbeiten für die Liebe und sie sind vielen.
00:15:51: Zum Beispiel in Amsterdam.
00:15:53: Nur ein von zehn, zehn Prozent hat eine Geschichte langer als zwanzig Jahre in die Stadt von diesen Leuten.
00:16:02: D.h.,
00:16:02: sie kommen eigentlich auch migriert entweder vom Land oder aus einer anderen Stadt?
00:16:08: Sind also gar nicht so verbunden mit der Stadt wie ... Wie
00:16:11: viele Leute mit Migrationshintergrund?
00:16:14: Wir haben gefunden das in Amsterdam zum Beispiel Die Gruppe, die meistens verbunden ist mit der Stadt sind marokkanische Frauen.
00:16:23: Sie haben die längste Wohngeschichte in die Stadt.
00:16:26: Okay!
00:16:27: Interessant.
00:16:28: Ja... Wer ist dann die neue Angehörige?
00:16:30: Genau wer sind die Neuen und wer sind sie, die zu denen man sich sozusagen finden muss oder integrieren sollte?
00:16:37: Eine spannende Frage.
00:16:38: Ich mache mal kurz ein paar Zahlen für Warnbeck weil wir ja auch geguckt haben.
00:16:43: ihr habt ihr auch in Hamburg geguckt ihr habt glaube ich hauptsächlich in Wilhelmsburg geschaut aber Ich habe mal geschaut, wie das in Barenberg denn aussieht.
00:16:49: Und in Barnberg gibt es wenn wir nur auf das Thema Migration schauen, achtzehn Komma vier Prozent Ausländer,
00:16:56: d.h.,
00:16:56: Leute die keine deutsche Staatsbürgerschaft haben und wir haben vierunddreißig Prozent von Menschen, die eine Migrationsgeschichte haben.
00:17:04: D.h.
00:17:04: deren Eltern eingewandert sind oder sie selber und die deutsche Staats Bürgerschaft.
00:17:09: Und wenn wir auf die jüngeren Leute gucken, also in die Zukunft schauen, dann haben wir schon fifty-fünfzig Prozent von Menschen mit Migrationsgeschichte.
00:17:18: Das fand ich noch mal spannend.
00:17:19: Also auch in Bamberg ist da was im Fluss und es gibt keine Mehrheit mehr, in die sich zu integrieren ist?
00:17:26: Genau!
00:17:27: Ja, wir
00:17:27: hatten gerade gesagt bei den unter achtzehnjährigen, den jungen Menschen, die hier kommen sind wir bei fünfzig, drei Prozent in Bamback zum Beispiel.
00:17:36: Was heißt das für die Zukunft?
00:17:38: Ja, und ich möchte noch etwas dazu sagen.
00:17:40: Weil diese vier-und-sechzig ... Nee!
00:17:45: Ja, nein.
00:17:46: Sechsundvierzig Prozent ohne Migrationshintergrund.
00:17:50: Ah!
00:17:51: Da drinnen gibt es aber auch noch Leute die Großeltern haben, die zum Beispiel von den Zuckais oder Bulgarien oder Polen kommen.
00:18:03: So dass die Gruppe ohne Migration Hintergrund ist nicht homogen.
00:18:08: Sondern auch schon gemischt sozusagen?
00:18:11: Die Zukunft ist divers.
00:18:13: Okay, also ihr habt mal den Blick gewechselt.
00:18:16: Ihr habt nämlich nicht geguckt auf die Menschen, die Migration haben, also aktiv gekommen sind sondern ihr habt euch angeguckt wie ist das mit den Menschen ohne Migrationshintergrund?
00:18:27: Warum?
00:18:28: Ja, warum.
00:18:29: Wir haben Maurice und ich, wir haben so kaum ca.
00:18:32: in den letzten Jahren unsere Fokus auf Migranten, Migrantinnen und ihre Kinder gehabt – auf die Bildung der Arbeitsmöglichkeiten in Europa in diverser Städten.
00:18:45: Aber wir haben gefunden... Wir haben unser Blick verändert, auf die Leute ohne Migration ins Hintergrund.
00:18:54: Weil wir kaum ... uns unsere Fokus auf Migrantinnen und ihre Kinder gehabt haben.
00:19:02: Und wir haben immer gesprochen von der Integration, die zweite Generation oder dritte Generation jetzt.
00:19:10: Aber was ist die Kontext von Integration?
00:19:14: Die Kontext des Integrations ist ein immer sich veränderendes Stadt.
00:19:19: Wir haben gesehen... Hier müssen wir aber auch sprechen von den Leuten ohne Migrationshintergrund.
00:19:26: Weil die sollen sich auch verhälten zu dieser Diversität und wir haben in unseren Ehrenforschungen immer ein Kontrollgruppe gehabt.
00:19:35: Ja, früheren
00:19:36: Forschung?
00:19:37: Ja, und die Kontrollgruppen waren die Leute ohne Migrationshintergrund.
00:19:42: Und wenn man Integration bespricht, gibt es alle Aspekte.
00:19:48: wie viele Freunde hast du dann von den Mehrheitsgruppen?
00:19:53: Wie verhält sich deine soziale Kompetenz?
00:19:58: von die früheren Mehrheitsgruppe.
00:20:01: Und jetzt haben wir gesehen, wie geht es eigentlich mit den Leuten ohne Migrationshintergrund?
00:20:07: Sind sie integriert?
00:20:08: Haben die Kontakte außer die eigene ethnische Gruppe?
00:20:13: Fühlen die sich wohl zum Hause?
00:20:16: Füllen die sich sicher?
00:20:18: Mhm.
00:20:18: Sicher?
00:20:18: Woher?
00:20:19: Ja!
00:20:19: Sicher im Sinne von
00:20:21: safe?
00:20:21: Safe ja, sicher.
00:20:22: Sicher
00:20:23: fühlen Sie sich sicher.
00:20:24: Ja sind Sie glücklich?
00:20:26: Wie sind die Kontakte... in die publikeren Raum, diese Sache.
00:20:31: In der physischen Raum und so sind wir angefangen mit dieser Projekt.
00:20:35: Ihr
00:20:35: habt sozusagen eine Studie gemacht über die ihr sonst immer nur als Vergleichsgruppe hattet?
00:20:41: Ja!
00:20:41: Die an denen gemessen wurde.
00:20:43: So
00:20:43: wie
00:20:43: ist sie sich
00:20:44: eigentlich da drin?
00:20:45: Und was habt ihr rausgefunden?
00:20:47: Wir haben sehr viele interessante Dinge herausgefunden.
00:20:50: Wo fange ich an?
00:20:52: Erst mal was wir ausgefunden haben ist dass es eigentlich sehr gut geht.
00:20:56: Die ganz große Mehrheit der Leute ohne Migrationshintergrund, die leben in sehr multikulturellen
00:21:06: Stadtteilen.
00:21:07: Die sind ganz glücklich zufrieden und das geht ihr gut!
00:21:12: Wir haben auch gefunden dass es eine Unterschied gibt zwischen wenn wir uns nur auf die Gedanke nach die Meinungen von Leuten.
00:21:25: Es gibt einen Unterschied zwischen Hochgebildeten und praktisch gebildete Leute.
00:21:31: Die Leute, die hochgebildet sind ...
00:21:35: Hochgebilde heißt mit einem
00:21:37: Universitätsabschluss
00:21:38: oder einem akademischen Abschluss?
00:21:40: Ja, akademischer Abschluss.
00:21:42: Die sind viel positiver über Diversität.
00:21:45: Sie sprechen davon ihre Meinungen in die Abfrage.
00:21:51: waren
00:21:52: sehr ... ja, die feiernde Diversität.
00:21:56: Aber auch wenn wir fragen wie ist die Praxis?
00:21:59: Praktik?
00:22:00: Ja, Praxis.
00:22:01: Praxis in diesen Leuten.
00:22:02: haben sie auch in ihrem sozialen Kreis viele Leute mit Migrationshintergrund ihre nahe Freunden Kontakt mit Kollegen?
00:22:12: Haben Sie bezeichnisfuller Kontakt Mit Leuten mit Migration Hintergrund?
00:22:18: denn Ja, die sind in einer ganz weißen Blase drin.
00:22:23: Und nee... Die haben keinen Kontakt?
00:22:26: Kaum!
00:22:27: Und dann gehen wir zum anderen Seite.
00:22:30: Haben wie Leute, die kein akademischer Abschluss gemacht haben und die sind zwar mehr negativ in ihrer Opinion nicht aller aber so vierzig Prozent ist negativ über Diversität über Migration ein Wanderung, aber wenn wir fragen nach die Praxis.
00:22:49: Ach!
00:22:50: Die Hälfte von Inat hat eine soziale Kreis, die aus mir als die Hälften aus Leuten mit Migrationshintergrund besteht.
00:22:58: Also das korreliert mehr mit den Vierteln in denen sie wohnen, die auch aus mir also die Hölfte aus... Leute mit Migrationshintergrund bestellt.
00:23:08: Die sind zwar negativ,
00:23:10: die sind integriert in Diversität.
00:23:13: Okay
00:23:13: und sind aber gleichzeitig kritisch gegenüber Diversitet?
00:23:17: Ja!
00:23:17: Aber wir haben damit gefunden dass es wichtig ist um auf die Praxis zu schauen und auch das es vielleicht nicht der Weg ist zu versuchen die Opinionen... ...die Meinungen zu ändern um die Praxis zu unterstützen, die positive Praxis.
00:23:39: Okay
00:23:39: was heißt das denn?
00:23:40: Was wäre dann eine positive Praxis?
00:23:42: Eine positive Praxus!
00:23:44: Ich glaube dass die Praxies wo Leute von verschiedenen Hintergründen zusammen arbeiten, die Kinder in der Schule haben, Sport machen ins Kirche gehen, im Chor singen... Alle diese Praxis wo Leute bedeutend ist voller Begegnungen haben.
00:24:06: Das ist dem Weg zu weniger Angst und zu weniger Konflikte.
00:24:13: Streit, weil wir haben in die Forschung gesehen, dass Leute, die ein bezeichnungsvoller Kontakt oder Begegenung haben, viel weniger unangenehme Interaktionen in die Stadt haben.
00:24:29: Weil sie sozusagen kompetent sind im Aushandeln von
00:24:34: verschiedenen
00:24:34: Seiten.
00:24:35: Okay, sehr spannend.
00:24:37: Ihr habt auch noch mal angeguckt was die neue Minderheit also die jetzt neu entsteht sozusagen?
00:24:43: Was die für Ängste habt und ihr habt einen... Das heißt, den habt ihr eigentlich aus der US-amerikanischen Forschung benutzt.
00:24:51: Kannst du
00:24:51: mir noch
00:24:51: mal erklären?
00:24:53: Belonging uncertainty und wie sagt man das auf Deutsch?
00:24:56: Das könnte man vielleicht so Zugehörigkeitsunsicherheit in der Zugehöhrigkeit bezeichnen.
00:25:03: Was wir gefunden haben ... Wir haben nicht nur eine Survey oder
00:25:07: ein Studium.
00:25:09: Nein, wir haben nicht die Liste von Fragen gehabt aber auch in jeden Städten.
00:25:15: haben wir auch ganz lange tiefe Interviews.
00:25:18: Wie heißt das?
00:25:19: Tiefen Interviews
00:25:20: gemacht, ja.
00:25:20: Ja, gemacht.
00:25:21: und weil wir fragten uns warum haben denn diese hoch gebildete Leute die so positiv über den Vielfalt sind?
00:25:29: Warum haben sie dann keine persönlichen Kontakte?
00:25:35: Was passiert hier?
00:25:36: Und was wir da gefunden haben, wir hätten eine PhD-Lisa Marie Kraus und die hat das gebohrt.
00:25:43: Eine
00:25:44: Doktorandin.
00:25:45: Ja, danke!
00:25:45: Die hat das Geburt geleint
00:25:48: ausgeliehen.
00:25:48: Ausgelieh'n
00:25:49: das Wort Belonging Uncertainty von amerikanischen Studien von lange her und die brauchten das für Schwarze Leute, die in einer weißen Umgebung arbeiten und sich unsicher gefüllt haben.
00:26:04: Ich bin hier zum Platz.
00:26:06: Richtig,
00:26:07: was das ist?
00:26:07: Weiß ich wie man sich begegnet.
00:26:11: Die Code des Umgehens?
00:26:14: Ja und sie hat das genützt für unsere Studien weil es viele Leute geantwortet haben ja wir haben so ein bisschen Angst dass wir das falsch machen wenn wir in einer
00:26:27: weißen Setting sind
00:26:29: und die weiße leute ohne Migrationshintergrund Wir haben das Gleiche gesagt über sich befinden in einer multikulturellen Setting.
00:26:40: Ah, okay!
00:26:41: Ja und die haben gesagt ja ich weiß nicht so gut wie bin ich willkommen?
00:26:47: Willkommen, ich will nicht das Falsche machen.
00:26:51: Und die haben sich so ein bisschen zurückgehalten und deshalb sind wir versuchten was brauchen diese Leute um sich wohl zu fühlen um die Kompetenz zu lernen.
00:27:05: Was müssen sie können?
00:27:07: Was brauchen
00:27:08: Sie?
00:27:08: Was sie brauchen, ist nicht um zum Beispiel manche Leute zu sagen.
00:27:13: Ja Sprache ist so wichtig muss ich denn türkisch und marokkanisch lernen?
00:27:20: das kann doch nicht.
00:27:21: nein das ist nicht was es braucht.
00:27:23: was es braucht ist das gefühl für vielfalt für die verschiedenheit und ein bisschen zurückhaltung und nicht immer denken, dass deine Normen sind heilig.
00:27:37: Und es ist ein bisschen so wie ein Tanz?
00:27:39: Ein Tanz!
00:27:40: Ja weil zum Beispiel wenn wir sprechen und du kommst mir ein bisschen zu nahe ich mache eine Passe zurück und dann geht es um die Sensibilität die du hast wirst du noch mehr
00:27:55: kommen
00:27:57: oder sagst du mit deinem Leib Ich verstehe dich.
00:28:02: Das war ein bisschen zunähtig, so ich trete
00:28:04: einen Schritt zurück?
00:28:05: Ja das ist so ein Kompetenz und das gibt es in vielen Sachen nur ein bisschen Flexibilität und Lernen dass alle haben die Eignigkeiten und das ist nicht nur zwischen diversen Ethnizitäten aber das ist schliessen aller Leute.
00:28:25: Okay
00:28:25: ihr habt auch gesagt worauf es ankommt zu gucken.
00:28:29: wo gibt es Gemeinsamkeiten?
00:28:31: Das eine ist, ich respektiere deine Unterschiede oder deinen Raum.
00:28:35: Und das andere
00:28:36: ist aber auch, es geht um wo kann ich's ausprobieren diesen Tanz?
00:28:40: Wo gibt
00:28:41: es Gelegenheiten zu tanzen?
00:28:43: Wir haben gefunden dass es am besten geht wenn man ein gemeinsames Ziel hat und das kann sehr verschieden sein.
00:28:51: zum Beispiel Eltern die zusammen in die Schule gehen Um ihr Kind abzuholen, haben das gleiche Ziel.
00:29:01: Die sind Eltern und kommen dort für die Kinder.
00:29:04: Und in den Schulplatzen fragen sich nicht, warum bin ich hier?
00:29:09: Darf ich hier sein?
00:29:10: Weil sie sind da mit dem gleichen Ziel.
00:29:12: Leute, die Sport machen in eine ethnisch gemischte Gruppe.
00:29:18: Die haben sogar dasselbe Kleid.
00:29:20: Das
00:29:20: gleiche T-Shirt, das Brikot.
00:29:22: Ja!
00:29:22: Und die sind da, zusammen Sport zu machen sich sicher.
00:29:27: Und das geht für viele Sachen und deshalb haben wir gesagt, ein georganisierter Aktivität.
00:29:35: Das kann auch eine Vermietervereinigung sein oder ja alles kann alles sein!
00:29:41: Das gibt die Chance um über die Grenze von ethnischer Diversität zu
00:29:48: den gemeinsamen Interessen zusammenzukommen.
00:29:51: Ihr
00:29:51: hättet auch gesagt, das fand ich ein sehr beeindruckendes Beispiel.
00:29:54: Wenn man das Thema Sicherheit in der Nachbarschaft anspricht, dann sind auf einmal alle da?
00:29:59: Weil Sicherheit ist für alle
00:30:02: ein Thema.
00:30:02: Aber auch Sauberheit?
00:30:04: Ja,
00:30:05: Sauberkeit!
00:30:06: Weil wir haben gefunden, dass alle Befragten die Klagen über Müll in die Straße.
00:30:12: Und das ist sehr wichtig.
00:30:14: aber wenn man nur mit vierzig Prozent Leute ohne Migrationshintergrund oder weniger in die Straße lebt.
00:30:21: Und man will das Müll-Problem lösen, besser machen wir das alle.
00:30:28: und tada!
00:30:31: Auf einmal bei der Entmüllungsaktion hat man Gespräche und Begegnungen, die man vorher nicht hatte.
00:30:37: Eigentlich
00:30:38: einfach, oder?
00:30:39: Ja.
00:30:39: Sehr einfach!
00:30:40: Das ist keine Borschung, die sehr kompliziert Lösungen gibt.
00:30:44: Nein...
00:30:45: Ich wollte noch fragen was wenn du sozusagen in die Zukunft guckst, ne?
00:30:49: Was sollten wir der nächsten Generation mitgeben damit sie sich gut in der Superdiversität zurechtfindet?
00:30:55: Was würdest du sagen müssen wir weiter
00:31:02: geben?
00:31:05: Also wenn du kleine Kinder hast und eine Schule sucht für dein Kind, bitte, bitte geh nicht raus aus deinem Viertel.
00:31:15: Das ist sehr multikulturell.
00:31:17: Aber geh zur Schule in die Vierteln und gib dein Kind die Chance das von Kleinsab an zu lernen.
00:31:25: Weil wir haben gefunden dass die Leute ohne Migrationshintergrund die schon vom Kleins ab an damit zu tun hatten.
00:31:32: Die haben viel weniger Probleme damit.
00:31:36: können sich auch später in Settings gut zurechtfinden, die divers multikulturell geprägt sind?
00:31:43: Ja.
00:31:44: Und das ist ... Auch wenn man eine Fußballverein sucht.
00:31:47: Schau mal!
00:31:48: Ist das divers?
00:31:49: und wenn man den Gym ...
00:31:52: Jetzt hab ich das Wort gerade nicht mehr drin.
00:31:55: Ich glaub, das Gym ist dasselbe.
00:31:57: Wenn man das sucht für dich, schau mal.
00:31:59: Wie sehen die Leute da hingehen?
00:32:02: Zählen die alle so aus wie ich oder gibt's auch ein ... ein bisschen Vielfalt, weil es hilft dir zu Hause zu fühlen in die Städte von heute und morgen.
00:32:12: Ja
00:32:12: dann habe ich noch eine Frage, die wir auch immer wieder stellen was wäre dein Traum wenn du an die super diverse Gesellschaft denkst?
00:32:18: Mein Traum wäre dass die Leute die positiv sind über Superdivisität das sie auch ein bisschen mehr sich bemühen um die Praxis dabei anschließen zu machen Aber immer noch die Meinungen haben, dass sie negativ sind.
00:32:41: Sich ein bisschen weniger beeinflussen lassen von der Politik und sich mehr bei den Praxis leiten lassen.
00:32:51: Von den positiven Erfahrungen in der Praxis?
00:32:54: Ja!
00:32:55: Und mein Träum ist auch, dass wir allen zusammen zu den Politiker, die immer einen Gott ... Mein Träum ist auch, dass die Illusion, das die Diversität wieder weggeht.
00:33:17: Dass es möglich ist.
00:33:19: Das ist eine Illusion und ich traue mir, dass diese Illusion
00:33:24: gebrochen
00:33:24: wird.
00:33:25: Aufgebrochen?
00:33:26: Aufgebroken
00:33:27: wird!
00:33:27: Weil es ist ein Vergift, glaube ich, dass Leute eine falsche Hoffnung gibt dass das nicht positiv für ihre Wohl sein.
00:33:36: Ein
00:33:36: Traum ist also, dass die Realität von Superdiversität akzeptiert wird und geschaut wird wie darin gut gelebt werden
00:33:44: kann.
00:33:44: Ja, was ich möchte sagen ist, dass wir gefunden haben, dass die Menschen, die die Diversität der Norm sind, das sie so viel besser fühlen als in der Stadt.
00:33:55: In ihrer Leben.
00:33:56: In ihrem Körper.
00:33:57: Weil sie nicht all den Zeiten vertreten fühlen, weil sie immer mit Diversitäten konfrontiert werden.
00:34:02: Also wünsche ich es für alle!
00:34:04: Weil jetzt schon, wenn du dich nicht verabschiedest, hast du einen schweren Zeit, weil es überall ist.
00:34:11: Also wünsche ich für die Leute, um zu schlafen und diese Illusion nicht zu geben, dass der Diversität wieder weggekriegt wird.
00:34:27: So mein Traum ist eigentlich, dass alle Leute akzeptieren können, was die Realität ist.
00:34:35: Weil jetzt gibt es das Idee dass man Diversität wieder schaffen kann.
00:34:41: aber wir haben gesehen auch und Trump die Grenze geschlossen hat ist die Diversitätszugennommen Die Diversitet ist da.
00:34:50: Vielen Dank, Franz für diesen Traum.
00:34:52: Ich finde es so spannend, dass du ins Englische gewechselt hast.
00:34:55: Du hast ja die ganze Zeit wunderbar Deutsch gesprochen und ich weiß wie viel Mühe es dich gekostet hat.
00:35:01: Also vielen Dank, dass das Interview mit mir auf Deutsch gemacht ist.
00:35:05: Gerne, gerne!
00:35:06: So total
00:35:06: fantastisch.
00:35:08: Man merkt, wenn die Emotionen kommen, dann geht man auch in die Sprache, in der man sich wohlfühlt oder entspannter ist.
00:35:14: Deswegen werden wir diesen englischen Absatz drinnen lassen Spannenden Einblicke in eure Studie, aber auch in die Realitäten der Welt.
00:35:24: Franz, vielen Dank!
00:35:25: Vielen Dank, San Gita.
00:35:27: Es war einfach glüten mit dir zu
00:35:28: sprechen.
00:35:35: Ja also wir haben nicht diesen charmanten Akzent und so zu hören was ich wirklich spannend fand und du hattest das ja auch in der Anmoderation gesagt dass man sich vielleicht viel zu wenig auch mal die Gedanken darüber gemacht hat wie das ist wenn es keine Mehrheitsgesellschaften mehr gibt.
00:35:52: Bei dem was wir zur Einführung hatten, da sind ja immer neue Menschen in Mehrheitsgesellschaften gekommen.
00:35:59: Ein wirklich spannender Gedanke ist dass es nicht mehr diese Mehrheits- gesellschaften
00:36:04: gibt Genau.
00:36:05: Das war ja sozusagen eine der Ausgangspunkte, was Sie sich angeguckt haben, dass sie gesagt haben so wie sich die Demografie entwickelt in den meisten Ländern in Europa kann man gar nicht mehr davon sprechen das es eine die Mehrheit gibt sondern wir bestehen inzwischen immer mehr und wenn man die Jugend anguckt sowieso schon aus einer Mehrheit von Minderheiten.
00:36:26: Willst du vielleicht nochmal zusammenfassen oder sagen wo man ihr Buch auch bekommen kann?
00:36:30: Weil das vielleicht ja auch einige interessiert sich damit noch weiter zu beschäftigen
00:36:33: Genau.
00:36:34: Das Buch heißt die Mehrheit der Minderheiten Superdiversität und es ist im CH-Backverlag erschienen, jetzt im Jahr zwanzig sechsundzwanzig kann man sich da bestellen.
00:36:43: Man kann sich das aber auch runterladen als PDF, aber eigentlich finde ich's immer schöner wenn man das selber ein Buch in der Hand hat.
00:36:50: Aber das ist ja immer mal Geschmackssache.
00:36:53: Maurice Kröhl Franz Lely Gesellschaft der Mnderheiten leben in der Superdiverzität erschienen im CH Back Verlag.
00:37:01: Ich mag zwar den Chorus nicht so gerne, aber der Text passt super zu unserer Sendung.
00:37:06: Wir hören jetzt von Kalkschakandela...
00:37:19: Ihr hört das aktuelle Radio-Format vom Baschcast, dem Stadtteil Podcast aus Bambek Süd und jetzt hier auf Tide jeden ersten Montag im Monat um achtzehn Uhr Und natürlich auf Spotify, Apple Music und so weiter wo ihr auch alle bisherigen Folgen nachhören könnt.
00:37:37: Ja Franz Lely hat im Prinzip schon wirklich vieles gesagt aber vielleicht noch ein bisschen was zur Einordnung.
00:37:43: du hast ja den Namen schon vorhin gedroppt.
00:37:46: Superdiversität ist ein sozialwissenschaftliches Konzept, das von dem US-amerikanischen Soziologenprofessors, die im Wertowegg.DVC.I.E.
00:37:55: eingeführt wurde, wird glaube ich einen Aufsatz oder so darüber geschrieben und es geht darum, die komplexen diversen Gesellschaften
00:38:02: zu beschreiben.
00:38:04: Und ich will das mal oder versuche das mal kurz runterzubrechen.
00:38:07: er hat sich London als Beispiel rausgenommen und Es geht im Kern um die demografischen Veränderungen der frühen und mittleren neunziger Jahre.
00:38:15: Bis dahin war Vielfalt immer eine stabile, organisierte und klar definierte
00:38:21: ethnische Gruppe.
00:38:23: Und ist auch als solches wahrgenommen worden.
00:38:25: aber Werdo weg der alte Fuchs hat nun hochwartet dass eine Veränderung und beträchtliche Diversifizierung der Diversität eingesetzt hat.
00:38:35: also das klingt jetzt kompliziert Aber das ist das was wir Eingang sagen Das es nicht einfach nur einer einfach zu benennte Gruppe geht Sondern dass die sich ganz, ganz viel aufschachtelt oder schachtelt.
00:38:49: Und da führt das auf zwei Entwicklungen zurück und das ist einmal dass die Gesellschaft sich geografisch verändert also durch den Zuwachs und zum zweiten – und das werden auch die Älteren von euch sicher noch erinnern – durch die Implosion des sozialistischen Blocks hat es zu einer vertieften europäischen Integration geführt dadurch die Gesellschaft massiv
00:39:16: beeinflusst.
00:39:17: Die Leute sind mobiler geworden wieder, ne?
00:39:19: Sie konnten auch die Orte wechseln.
00:39:21: das ist was sich ganz stark also wenn man es nur demografisch anguckt verändert hat.
00:39:26: aber Wörter weg geht ja auch noch ein bisschen weiter der sagt er auch noch.
00:39:29: wir haben eine ganz große Vielfalt in den einzelnen Gruppen.
00:39:32: die sind auch wie du es vorhin ja auch schon gesagt hast divers also alt jung heterosexuell.
00:39:39: Sie arbeiten, die Arbeiten nicht haben Behinderungen, haben keine Behinderung.
00:39:43: also alle diese Dinge sind ja dann auch noch mal in diesen vielen Gruppen,
00:39:48: die so
00:39:48: vielfältig super diverse eben sind.
00:39:50: Die wären so sehr komplex dass das zu ganz vielschichtigen migrantischen Populationen führt.
00:39:57: und ein weiterer Punkt und das erinnert ihr vielleicht auch noch, dass in den neunziger Jahren das Web-und mobile Technologien einzugehalten haben Und das ermöglicht natürlich ganz, ganz neue und vorher nicht genutzte oder unbekannte Dimension der Globalisierung.
00:40:15: Das hatte natürlich auch extremer Auswirkungen auf das soziale kulturelle Leben des politischen Lebens, das ökonomische Leben und auch nochmal ganz stark hat es zu einem Boost dieser... Gesellschaftsveränderungen geführt, will ich mal sagen.
00:40:29: Und die Auswirkung davon können wir in einer Stadt wie London eben super sehen.
00:40:34: London ist eine der vielfältigsten Städte der Welt wo über zweihundertfünfzig Sprachen gesprochen werden und eine Stadt ist, die ein Zuhause für Menschen aus aller Welt ist.
00:40:44: In Hamburg sind es auch ganz schön gut dran mit den Sprachen.
00:40:48: Okay das wusste ich nicht!
00:40:49: Das ist allerdings auch ne Menge.
00:40:52: Wenn von Superdiversität gesprochen wird dann bezieht man sich immer auf dieses komplexe Gefüge von Vielfalt und dann muss man natürlich auch nochmal überlegen... das wollte ich noch nachschieben dass wir uns auch Integration dann anders vorstellen müssen weil wenn in so superdiversen Gesellschaften leben, dann ist ja die Frage wer sich in was integriert und wie kommen wir da alle wieder zusammen.
00:41:17: Aber an einem Punkt treffen sich glaube ich alle immer wieder es findet sich in Speisen im Musik- und kulturellen Angebot das einfach durch Diversität noch mal vielfältiger wird und da wächst und gedeiht und glaube ich für viele einfach auch viel Spaß
00:41:32: bringt.
00:41:33: Guck mal wo du das gerade sagst!
00:41:34: Ich muss daran denken Jedes Land war ja früher für eine bestimmte Küche bekannt.
00:41:39: Und gerade wo wir gerade von London gesprochen haben, in den Sechzigerjahren war ein Großbritannien der Signature-Dish Fish & Ships und ich glaube schon
00:41:50: die letzten
00:41:51: fünfzehn Jahre oder so ist das Schicken Tika Masala.
00:41:54: Ich habe auch einen Freund in England und er hat auch einen festen Tag die Woche, wo es dann genau das zu essen geht!
00:42:04: Sozusagen der Wandel von Currywurst zum Döner?
00:42:08: Ja, das kann man fast so sagen.
00:42:10: Das stimmt also ein richtig ehrlicher Imbiss den gibt es im Prinzip so ja gar nicht mehr.
00:42:15: Also
00:42:16: gut muss
00:42:17: es vielleicht auch nicht.
00:42:18: aber das ist ein weiteres Beispiel dafür wie sich das so verändert und das gilt selbstverständlich für Städte wie Rotterdam oder Lissabon eigentlich alle Großstädte und Metropolen
00:42:30: Ja, und das Spannende ist aber auch für die Kleinstädte schon.
00:42:32: Die sind auch schon superdiverse.
00:42:34: Das merkt man nur nicht so offensichtlich wie in den Großstädten wo das so zelebriert wird.
00:42:40: So meine Liebe es rinnt uns die Zeit zwischen den Fingern durch.
00:42:44: was hältst du davon wenn wir jetzt langsam zum Ende kommen?
00:42:49: Aber nach der Sendung noch weiter schnacken?
00:42:51: ich habe so das Gefühl Wir haben jetzt auch durch das lange Interview wir haben das erst so angepiext Und wir können ja vielleicht sagen
00:43:00: Kast vielleicht noch ein bisschen weiter reden.
00:43:02: So, dass wir jetzt hier dann langsam auf die Zielgerade einbiegen wie ich das immer so schön sage und dann wenn es interessiert was da noch zu erzählen gibt und wie wir das auch weiter bewerten oder was wir noch zu erzielen haben.
00:43:16: das können wir vielleicht Ende des Monats denn in unserem regelmäßigen Podcast Turnus dann nochmal veröffentlichen?
00:43:22: Ja
00:43:22: aber ganz soweit sind wir noch nicht.
00:43:26: kommen wir nochmal auf die Entwicklung zurück.
00:43:28: Es ist ja nichts, was man zurückdrehen könnte.
00:43:32: Nee es ist einfach eine Tatsache.
00:43:34: also gerade in Hamburg als Hansestadt als pulsierende Stadt das Tor zur Welt findet man genau die Pluralität diese Vielfalt dieser vielschichtige Diversität um Die sozusagen wird wir gerade gesprochen haben und sie findet tagtäglich überall statt hier in barmback oder an der schanze oder wo auch immer.
00:43:55: Mich erinnert das auch an das Gespräch oder an die zwei Folgen jetzt gerade über Inklusion, was mich auch noch wirklich beschäftigt hat um zu sehen wie wenig inklusiv wir eigentlich wirklich sind.
00:44:09: Superdiversität
00:44:11: zeigt
00:44:12: eigentlich dass hier die Realität dazu geführt hat, dass sie dem System entwachsen ist und wir hatten ja auch bei der Inklusionsfolge über das System gesprochen dass unser System jetzt nochmal von einer anderen Richtung auch nicht inkludiert ist.
00:44:32: Also das heißt, wir denken diese ganzen Minderheiten gar nicht zusammen weil wir immer noch davon ausgeben es gäbe diese Mehrheitsgesellschaft
00:44:43: die bestimmt oder die sozusagen das vorgibt also genau an die man sich anzupassen hat und das ist glaube ich einfach nicht mehr gegeben.
00:44:51: da müssen wir mal drüber nachdenken.
00:44:54: Also wir müssen uns aus mehreren Gründen fragen, wie wir alle als Gesellschaft zusammenleben wollen und wie wir das möglicherweise besser ausgestalten können.
00:45:05: Eine Freundin also eine andere Iris nicht die Iris aus der ersten Folge hat neulich mal gesagt schade dass nicht alle die die Migrationshintergrund haben einmal an einem tag die Arbeit niederlegen würden und ich glaube denn würde wirklich alle ganz schnell merken Wie wichtig alle in unserer Gesellschaft sind und egal woher sie kommen.
00:45:28: Und wie sehr Sie schon Teil unseres Alltags sind, wahrscheinlich schon seit Jahrzehnten.
00:45:34: Und liebe Ihres, grüße an der Stelle!
00:45:38: Das ist schade dass man das Experiment nicht machen kann aber ich glaube das wäre mal ganz heilsam.
00:45:43: Ja es gab aber das Experiment das kann ich noch gerade einwerfen.
00:45:46: wir hatten am sechsenzwanzigsten achten gab's eine große Aktion Migrationsstreik genannt.
00:45:54: Die Geschäfte in Magdeburg sind geschlossen geblieben, die von Migrantinnen geführt wurden und um zu zeigen was eigentlich dieser Stadt alles fehlt wenn die Läden zu sind war ein großer Erfolg und es gab noch Solidarität.
00:46:11: den anderen Geschäften die eben auch sagen wollten wir möchten eine vielfältige Stadt bleiben.
00:46:16: Das
00:46:16: finde ich ja stark.
00:46:17: das habe ich überhaupt gar nicht mitbekommen.
00:46:20: Eins, was Franz noch gesagt hat und das bei mir so hängen geblieben ist.
00:46:24: Die sagte dass sie die Menschen leidtun weil sie grundsätzlich oder weil Sie sich grundsätzlich schlechter fühlen ständig das Gefühl haben, dass ihm etwas weggenommen wird, dass sie sich in ihrem Leben bedroht fühlen und unwohl in ihrer Welt fühlen.
00:46:40: Und das es auch wieder sowas ist.
00:46:43: ja du kennst das ja bestimmtes gibt dann so bestimmte Sätze die heilen so nach oder das bleibt zu backen.
00:46:49: Und das tut mir unter diesem Gesichtspunkt eigentlich auch so leid, weil man sich auch der Möglichkeiten beraubt.
00:47:01: Also nicht als Bedrohung zu sehen sondern zu sagen was habe ich davon?
00:47:06: Wie gesagt werden wir schon gesagt, wir reden später darüber.
00:47:08: Ich hab dazu glaube ich noch eine Menge zu erzählen.
00:47:11: Was aber jetzt den Rahmen springen würde.
00:47:15: Aber wie bekommt man es denn hin, dass sich alle wohlfühlen?
00:47:17: Das ist ja dann die Frage.
00:47:18: Also wie sieht das Angebot aus?
00:47:21: Ja, das sagt sie ja schon auch noch mal, dass man gucken muss wo sind die Gemeinsamkeit?
00:47:25: nicht glaube an denen muss man ansetzen.
00:47:28: Es geht darum Menschen zusammen zu bringen, die sich sonst vielleicht nicht begegnen würden und das hilft auch gegen Ängste und Vorbehalte da etwas aufzulösen weil wenn man sich kennt kann man anders miteinander umgehen.
00:47:41: Es geht glaube ich darum zu gucken, welche Themen bewegen uns eigentlich gemeinsam.
00:47:45: Wo sind die Schnittmengen um dann zusammen da was zu machen?
00:47:49: Das ist glaube ich eines der wichtigsten Learnings, die man daraus hat.
00:47:55: Die Gesellschaft mit ihrer Vielschichtigkeit zu gucken wo sie in unsere Gemeinsamkeiten also gehen wir zusammen Müll sammeln oder gucken wir das die schulwegisch sicher sind für unsere Kinder so etwas.
00:48:07: Ja dass unsere Gesellschaft gerade in den Städten immer komplexer und vielschichtiger wird Das finden zwar nicht alle gut, aber wir haben das am Anfang ja schon gesagt.
00:48:16: Das geht auch nicht mal weg und ich würde mir wünschen dass nicht immer der Fokus auf dem
00:48:21: liegt
00:48:22: was
00:48:22: nicht
00:48:22: funktioniert oder möglicherweise nicht funktionieren kann also konjunktiv oder könnte die Konjunktive weil es vielleicht noch nicht mehr erprobt wurde und der Widerstand dann schon so groß ist sondern dass man den Blick wirklich auf das hat was es alles für Möglichkeiten bietet.
00:48:39: dazu
00:48:39: kommen wir nachher zu Die Frage, wie siehst du das?
00:48:43: Noch mal.
00:48:43: Du hast schon ein bisschen angefangen.
00:48:45: Ja ich denke, dass ist auch der Weg den Sie da aufzeigen.
00:48:49: Wir können in vielen Sachen verschiedener Meinung sein aber es gibt auch genug Sachen die uns zusammen bringen und da anzusetzen zu gucken.
00:48:56: Wie ist denn das mit meiner Nachbarin, meinem Nachbarn?
00:49:00: Wie sicher fühle ich mich?
00:49:01: Wie können wir da was machen, dass man sich sicher und gut fühlt?
00:49:04: Das ist für alle ein Thema.
00:49:06: oder auch einfach Sauberkeit und Müll usw.
00:49:09: Also wenn man dann genau guckt, die haben dieselben Probleme ärgern sich über dieselben Dinge und auch unter Umständen dieselbe Sorgen?
00:49:16: Ja, genau!
00:49:17: Und da zu gucken wo können wir gemeinsam was bewegen?
00:49:19: und das fängt immer auf Stadtteil Ebene an weil da kann ich handeln und handlungsaktiv werden ja oder dieses was ihr ja gehabt im Ambasch diesen Garten diesen Gemeinschaftsgarten der jetzt angelegt wird am Basch Dreieck Diese Aktion mit dem, wie heißt das nochmal?
00:49:39: Die Dreiecksfläche.
00:49:40: Genau!
00:49:41: Das bringt auch Leute zusammen und...
00:49:42: Ja aber das ist jetzt ein falsches Thema weil das bringt ja jetzt gerade nicht Leute zusammen, weil da sich einiges so... Okay,
00:49:48: schuldigung, okay.
00:49:50: Cut, cut, cut!
00:49:51: Also es hätte ein gutes Beispiel werden
00:49:54: können.
00:49:54: So sagen wir.
00:49:55: Da habe ich was verpasst.
00:49:57: Ja leider, das wäre schön gewesen.
00:50:00: Ja, also dann würde ich sagen hört gerne rein.
00:50:05: Wir werden jetzt noch ein bisschen weiter quatschen, schnacken wie es hier so schön heißt.
00:50:11: wir sagen Tschüss und verabschieden uns mit Echo Fresh
00:50:15: mit dem Quotentürken.
00:50:20: So liebe Podcast-Hörer das ist der Moment wo sich die Radiosendung mit dem Podcast kreuzt und herzlich willkommen lieber Radio Hörer!
00:50:29: Also hier ist unsere Schnittstelle.
00:50:32: Sanjita, du hast letztes Mal erzählt dass du St.
00:50:35: Pauli Schanze irgendwo da wohnst.
00:50:37: ich weiß nicht mehr genau also Du lebst ja mittendrin.
00:50:40: Multikultie ist hier auch so ein Begriff der gerne negativ konnotiert wird.
00:50:44: Wie ist es für dich?
00:50:45: Du lebst ja nun in einem absolut diversen und bunten Schmelztiegel.
00:50:50: Da werden sich die Schanzenleute ja freuen.
00:50:52: Nee!
00:50:52: Ich lebe ja unheimlich gerne weil ich finde das gibt dem Ganzen eine Lockerheit.
00:50:57: man ist nicht tiff upper lip oder nicht so steifes Hamburger sondern Man ist dieses lebendige Hamburger, wo man total viel erleben kann.
00:51:05: Ich finde es wir hatten uns ja vorhin davon.
00:51:07: die Kulinarik ist herrlich weil es gibt einfach ganz viele verschiedene Restaurants und Plätze wo man hingehen kann Und ich find die Nachbarschaft einfach toll Weil die Leute sich zusammentonen weil man sich trifft wenn man miteinander schnackt weil man überlegt wie man Dinge in Bewegung bringen kann Wie zum Beispiel die Kinder sicher von der an die Schule bringt, also zu schauen wie können sie ihren Schulweg sicher machen?
00:51:32: und da gibt es Leute, die sich zusammen tun und das organisieren damit sie bei dem vielen Verkehr ja auch in der Schanze ist gut über die Straßen kommen.
00:51:39: Das ist immer wieder was.
00:51:40: oder wir hatten jetzt gerade ein... Wir haben ja diese riesen Brücke gebaut bekommen und seither haben wir aber auch ein kleines Geschenk bekommen jeden Donnerstagabend Tolle Bands, tolle Geschichten.
00:51:51: Das ist aus dem Protest gegen diese Brücke entstanden und die machen immer noch jeden Donnerstag Musik und jung und alt trifft sich da.
00:51:58: um da was zu hören finde ich jetzt auch Schanze macht Nachbarschaft aus einfach zu gucken und das hat ganz vielen Begegnungen geführt neuen Initiativen und Überlegungen, wie man jetzt die Landschaft unter der Berücke neu gestalten kann.
00:52:11: Und da wird es neue Clubs geben aber eben auch Dinge für, wie sagt man da?
00:52:17: Dass man Dinge des Alltags herstellen kann.
00:52:19: Solche Begegnungen!
00:52:20: Das ist die Chance und das ist alt-und jung mit und ohne Migrationsgeschichte.
00:52:25: Das trifft sich dar.
00:52:26: Ja ich wollte gerade sagen also nicht dass es das woanders auch gibt hier geht's ja darum, etwas negativ belegte Wort Multikulti, dass das hier hervorragend funktioniert.
00:52:39: Es funktioniert?
00:52:39: Es knirscht manchmal und dann findet man wieder Lösungen.
00:52:42: Aber auch das tut es überall!
00:52:43: Das ist ja nicht woanders auch so wert.
00:52:48: So wir wollen weitermachen.
00:52:49: Ja genau.
00:52:50: Wir wollen nämlich weiter an diesem Thema Migrationen hängen bleiben.
00:52:53: Am zehnten siebten sechsundzwanzig gab es einen Bericht zum Weltbevölkerungstag und unter anderem stand da drin Europa, Japan, Südkorea oder auch China.
00:53:03: die Bevölkerung schrumpfen.
00:53:05: Immer weniger Kinder geboren werden und immer weniger Kinder da sind und immer mehr ältere Menschen da sind.
00:53:11: Das hat wie wir ja auch schon merken Auswirkungen auf den Arbeitsmarkt, auf die Rente Den Wohnungsbau und natürlich spielt dazu Wanderung eine Rolle.
00:53:21: Und das ist natürlich nur eine Prognose aber wenn es so bleibt wie bisher und ohne bewusste Veränderung Es ist sehr wahrscheinlich, dass der ländliche Raum stärker altern und Bevölkerung verlieren wird.
00:53:33: Und im städtischen Raum wird man alles relativ stabil halten und den Alterungsprozess besser kompensieren können.
00:53:39: Das klingt erstmal komisch aber dafür gibt es einen total banalen Grund.
00:53:46: Der Grund ist ganz schön spannend und liegt eigentlich total auf der Hand Wenn es die benötigte Zuwanderung geben wird, dass also die Menschen wiederkommen bevorzugt in die Städte ziehen.
00:53:56: Weil es dort eben Arbeitsmärkte gibt wo sie arbeiten können und Es gibt dann auch schon Communities in der Regel an die Sie andocken können Also Leute die die gleichen Erfahrungen machen vielleicht aus den gleichen Ländern kommen Die dabei helfen einzukommen.
00:54:09: man nennt das auch so Arrival Cities Und es gibt natürlich auch Anlaufspunkte Wo man Unterstützung findet wo man Anschluss findet sein Gemüse kaufen kann oder auch seine Religion folgen kann.
00:54:22: Was ich da gut finde, also jetzt wird wenigstens mal angefangen das Thema auch in die Öffentlichkeit zu tragen und dass darüber gesprochen wird weil wenn nämlich in den nächsten zehn Jahren die Babyboomer in Rente gehen und dann in wenigen Jahrzehnten alle Fliege bedürftig sein würden was ja wahrscheinlich ist, denn werden genau gerade in diesem Bereich Fliegefachkräfte also Arbeitskräfte im erwerbsfähigen Alter Millionenfach fehlen.
00:54:47: Und wie sieht das dann an Schulen?
00:54:49: und wie sieht es mit Wohnraum aus, mit Verkehr medizinische Versorgung?
00:54:52: Wie wird sich das denn dann auswirken kann man sich auch fragen.
00:54:56: Die Lücke die entstehen wird, die kann man gar nicht in Anführungsstrichen in ländischem Nachwuchs schließen der deutliche Geburtenrückgang, den wir da ja beobachten.
00:55:06: Der auch in Hamburg letzt hinbeklagt wurde und macht uns eine Strich durch die Rechnung.
00:55:11: Also ich glaube dann kann man schon sagen dass es Fakt ist das ohne Zuwanderung eine so große Lücke geben wird, dass sie selbst dann nicht mit erwerbsfähigen Menschen oder schwer mit Erwerbsfägenmenschen geschlossen werden
00:55:23: können.
00:55:24: Also kurz gesagt wir brauchen Zuwänderungen!
00:55:26: Und jetzt... Wir sind immer noch bei dem Thema Superdiversität.
00:55:29: Jetzt ist nämlich der spannende Punkt in Zukunft, also ich beziehe mich auf die Zeit dann.
00:55:34: Inwieweit man da noch über zugewanderte oder ausländische Bevölkerung sprechen
00:55:39: kann?
00:55:39: Weil so wie wir jetzt darüber gesprochen haben, die integrieren sich ja Die nehmen ja die Staatsbürgerschaft an.
00:55:45: Also bei diesem ganzen Konzept der Superdiversität sind sie dann ja genau so Bestandteil der Gesellschaft und in Anführungszeichen keine Fremden mehr?
00:55:55: Das schon lange nicht mehr, genau!
00:55:57: Und laut dem Bericht den ich letztens gehört hat kam aktuell die meisten Menschen aus der Ukraine, aus Rumänien, Türkei, Polen und Indien.
00:56:06: Was ich jetzt nicht gedacht hätte, Ukraine ist obvieles aber das überrascht schon ne?
00:56:10: Ja Genau und dann sind hier natürlich schon Leute da, die aus anderen Ländern gekommen sind.
00:56:16: Also wir haben eine sehr diverse, superdiverse Mischung an Menschen.
00:56:20: hier Und dazwischen gibt es auch noch ein paar Leute, die keine Migrationsgeschichte
00:56:24: haben.
00:56:24: Ich hatte zu dem Thema oder als ich danach mich umgeguckt habe, hatte ich etwas gefunden und das fand ich ganz gut.
00:56:30: Das bringt das sogar nochmal auf den Punkt.
00:56:33: Pauls Boonley ist Professor in Neuseeland und ist spezialisiert zum Thema sozialer Wandel- und Demografie und der verweist darauf, dass superdiverse Städte und Regionen häufig besonders produktiv und innovativ sind.
00:56:47: Und die Diversität in Konsum... und die Investition stimulieren.
00:56:53: Man kriegt mehr Ideen, man bringt mehr Leute zusammen auf etwas aus verschiedenen Blickwinkeln gucken.
00:56:59: Genau das ist sozusagen die helle Seite der Medaille.
00:57:02: und die kehrseite der medaille ist dass es natürlich auch zu Spannung führt und dass die Mehrheitsgesellschaft in Tüttelchen oder die Identifikationsmerkmale der Mehrheits- gesellschaft sich natürlich auflösen und verloren gehen Und dadurch die Sorge um den Fortbestand des Soziallebens geht.
00:57:20: Also so würde ich das jetzt meinen Worten sagen und das erleben wir ja leider immer wieder, dass die Vorbehalte gegen Diversität dann letztendlich zu Diskriminierung führen.
00:57:29: Genau!
00:57:31: Ich finde es ein total spannender Aspekt.
00:57:35: Das find' ich dann richtig toll weil dann geht's nochmal richtig zur Sache.
00:57:39: Es sind dann die bösen Migranten auf die alles abgeladen wird aber der Türke, bei der man
00:57:53: Wir hatten uns darüber unterhalten, dass genau diese Begegnung dann wahrscheinlich für dieses Phänomen sorgt.
00:57:59: Dass Hürden abgebaut werden und man den anderen anders wahrnimmt.
00:58:04: Es ist ein bisschen irrational, dass man dann so unterscheidet.
00:58:08: Du bist jetzt in meinem Lager... du bist der Gute!
00:58:11: Das passt dazu.
00:58:12: Wer die noch nicht gehört hat, hatte U-Töne von der Straße eingefangen und eine Demokratiefolge.
00:58:18: Da war auch eine Frau und die hatte davon erzählt, dass sie mit ihren Arbeitskollegen am Tisch saß.
00:58:23: Sie waren noch nicht lange in Deutschland Und dann redeten sie darüber das ja die Ausländer so stinken würden und sie sich dann gefragt hat was das jetzt soll ob die das wirklich bewusst machen sie zu ärgern oder ob Sie einfach nicht das so weit reflektieren, dass hier eigentlich genau die Person ist über die Sie reden und auch da zeigt sich wie absurd der Umgang ist.
00:58:44: Wenn ihr das noch nicht gehört habt, ihr könnt da sehr gerne mal reinhören.
00:58:47: Das ist eine tolle Folge wie ich
00:58:48: finde.
00:58:49: Ich fand es auch sehr berührend weil er so zeigt was Diskriminierung mit einem macht.
00:58:53: die war ja auch schon ganz schön angefasst davon und das ist ja auch ein Teil.
00:58:57: also eigentlich müssen wir doch daran arbeiten dass wir zusammen gehören und durch solche Momente schließt man Menschen so stark aus.
00:59:03: das finde ich immer wieder total schlimm.
00:59:05: Wir haben über die Möglichkeiten gesprochen und da hatten wir jetzt nicht die Zeit für.
00:59:08: Da möchte ich noch mal gerne darauf
00:59:10: zurückkommen,
00:59:11: als ich frisch nach Barmbeck Süd gezogen bin – das ist zwar schon einige Jahre her – bei mir ist es immer so, dass man zu Fuß den Stadtteil
00:59:18: erkunden muss.
00:59:19: Das
00:59:19: sorgt dafür, dass er erst einmal richtig ankommt.
00:59:22: Und in der Nacht war auch so.
00:59:24: Ich bin falsch abgebogen und in den Kasemacken vor der Hamburger Straße ... Einfach eine Tür auf, besprühte Wand und es war eine total tolle Atmosphäre laue Sommernacht.
00:59:36: Und das wurde getanzt und gefeiert!
00:59:38: Ich konnte da mal gar nichts anfangen weil es gab keinen Schild, keine Ahnung wie der Name war... Es war einfach eine ganz tolle atmosphere.
00:59:43: und später stellte sich heraus Das Surimax, das ist ein argentinischer Supermercado in dem Bistro und das ist in der Nähe der Munzburg Tower.
00:59:51: Und weil die Kunden dann auch länger blieben also quasi Gäste waren und die da so lange gerne noch saßen dass sie für ihre argentinische Community unregelmäßig regelmäßig in den Kassemattenebenen...
01:00:05: Musik gewartet!
01:00:06: Ja, und diese
01:00:07: Partys haben wir.
01:00:09: Das fällt für mich auch unter diese Bereicherung oder Möglichkeit und dir fallen bestimmt noch genügend an Beispiele ein, ob das nun Andronacco für italienische Lebensmittel ist.
01:00:19: Die ganzen Asiasupermärkte in den Schanzenhöfen sind einer von mehreren portugiesischen Supermärken vor Hamburg oder auf jeden Fall im Süden von Hamburg, bin ich auch zufällig drüber gestolpert.
01:00:31: Da gibt es eine Bäckerei die diese ganzen portugiesischen Läden beliefert also auch viel fürs Portugiesenviertel backt und macht.
01:00:37: da gibt's ein ganz frisches...
01:00:38: Natasch
01:00:39: gar nicht fast.
01:00:40: Ganz frisch haben auch keinen Supermarkt und sich Sachen zu holen.
01:00:43: Die Sehnsucht
01:00:44: ein bisschen zerstören
01:00:45: nachher.
01:00:46: Urlaub damit nochmal wieder ein bisschen lebendig zu machen.
01:00:49: Also das ist doch ein ganz tolles Fund, was wir jetzt...
01:00:52: Wir haben genau.
01:00:54: Das bei uns wohnt und wo wir sozusagen hin- und hergehen können.
01:00:59: Das ist total schön.
01:01:00: Genauso das beste frische Gemüse gibt es ja dann doch beim türkischen Gemüseladen
01:01:04: um die Ecke oder
01:01:06: beim afghanischen Gemüsse da.
01:01:07: Das Brot, das frische...
01:01:11: als wir die Folge hatten über die Meile, wo sich auch beklagt wurde dass es keine wirklichen Schlachter mehr gibt.
01:01:17: Es gibt diverse türkische Supermärkte, die eine
01:01:20: richtig gute
01:01:22: Fleischstärke haben.
01:01:23: Also auch da verschiebt sich das dann.
01:01:25: Qualitativ hochwertige Lebensmittel.
01:01:27: und auch da, wo ich so denke ja, da wird auch gar keiner verdrängt sondern es wird sich eine Nische gesucht, die einfach da war.
01:01:35: Weil wenn sich der Schlachter nicht halten kann und deswegen zu macht.
01:01:38: offenkundig funktioniert's da.
01:01:40: vielleicht sind die Ansprüche andere, vielleicht ist die Community ein bisschen stabiler also auch wenn Leute auch Angst haben vor Verdrängung.
01:01:46: ich finde das ist eher so eine Ergänzung da wo Lücken aufbrechen dass sie dann eben wieder zum Wohlealler gefüllt werden
01:01:52: ja und was dazu kommt würden gesagt zum Wohl aller
01:01:55: Ja, aber ich möchte... Weißt du das ist schon wieder so.
01:01:58: Also wir machen eine permanente...
01:01:59: Schon wieder so gut Menschen ne?
01:02:01: Auch
01:02:02: ein Wort was ich gerne will machen.
01:02:04: Wir reden über das ganze positive würde gern auch noch ein bisschen arbern.
01:02:09: Echt?
01:02:10: Das alte Arbara!
01:02:13: Ja, also und ich möchte vorweg sagen wir werden jetzt bestimmt auch sehr plakativ sein.
01:02:18: Und das auch grob runterbrechen denn es gibt ja sehr viele die da auch wirklich unbehagen haben oder die vielleicht noch gar nicht den Blick auf das positive haben können weil ihnen ein Unbehagen den Rücken hochkriegt wenn sie sehen dass Steinnam zum Beispiel für einen Kalifat demonstriert wird usw.
01:02:36: Das kann man jetzt nicht einfach ausblenden.
01:02:39: Ja aber genau darum geht's hier.
01:02:40: Also es geht ja gar nicht um Ausblende sondern Es geht darum, wie wir vorhin auch schon gesagt haben.
01:02:44: Was hält uns zusammen oder was ist uns gemein?
01:02:46: Und da würde ich sagen es gibt eine ganze Menge Menschen mit und ohne Migrationsgeschichte die Angst um die Demokratie haben, die sagen Wir wollen keinen KD-Fahrt, die deswegen auf die Straße gehen.
01:02:57: Da können auch politische Allianzen entstehen und zusammen können wir genau gegen sowas vorgehen und nicht in dieses.
01:03:04: Die einen sind so und die anderen sehen so auseinanderfallen.
01:03:06: Ich wollte
01:03:06: gerade sagen wenn jetzt jemand aus dem Iran flieht hierher dann wird er sich wahrscheinlich auch die Augen reiben, wenn er sieht dass hier solche Leute dann auch durch die Straßen
01:03:15: zieht.
01:03:15: Das ist ein Stück weit von der Meinungsfreiheit gedeckt.
01:03:17: aber das sind wahrscheinlich denn auch genau die Gründe weswegen er überhaupt diese Migrationsbewegung vorgenommen hat.
01:03:23: Genau und im OEM geht es eigentlich um eine Demokratie und die zu stärken und das ist ja das wo wir dann wieder eine Gemeinsamkeit finden?
01:03:29: Naja aber das geht ja noch weiter.
01:03:31: also das wäre jetzt ein Beispiel.
01:03:32: aber ich glaube wir können das darauf runterbrechen Denn auch Genkriminalität ist nicht schön.
01:03:38: Aber auch da ist es ja egal Wem es kommt?
01:03:41: Das Thema Sicherheit bei Migranten hatten wir auch.
01:03:43: Die leiden genauso darunter oder wünschen sich sichere Straßen.
01:03:47: Ehrenmorde ist zum Beispiel, also da verstehe ich ja auch total wenn es Menschen gibt die das bedrückend finden weil ehrenmordel in dem Sinne hatten wir früher würde ich sagen eher nicht so Gewalt gegen Frauen.
01:03:59: Wir haben's nicht so genannt na das muss man vielleicht auch mal angucken.
01:04:02: Also wir haben gewalt gegen frauen oder Ermordung von Frauen weil man patriarchal denkt dass ist meine Frau das hatten wir.
01:04:10: Also das ist nichts Importiertes.
01:04:12: Eigentlich sind wir auch wieder bei dem Thema, es muss darum gehen dass Frauen sicher sind und das unabhängig davon woher sie kommen oder wie man so schön sagt geframed wird warum Sie Gewalt erfahren oder warum Sie ermordet werden.
01:04:25: und darum muss es gehen.
01:04:27: da bin ich immer wieder
01:04:28: schon da Und ganz um Gegenteil genauso wie wir das jetzt gerade hatten zum Beispiel mit diesen Kalifad-Demos.
01:04:34: die Frau die dann vielleicht genau hier hergekommen ist genau deswegen hier, weil sie diese Struktur nicht mehr möchte und eigentlich darauf hofft hier die freiheitliche Gesellschaft sofort zu finden.
01:04:46: dann eben sich selbst verwirklichen kann und
01:04:48: sicher sein.
01:04:50: Und da müssen wir alle noch eine ganze Menge arbeiten.
01:04:53: Genau, das ist auch so ne spannende Sache wie wir damit umgehen können.
01:04:57: also ich würde dafür eintreten dass Frauen hier frei sind ohne Kopftuch zu leben und gleichzeitig die Freiheit haben zu sagen wenn sie einen Kopftucht tragen wollen dass sie es auch tragen dürfen ohne dass sie gefährdet werden.
01:05:08: und das ist ja genau der Spannungsfeld in dem wir uns bewegen Und worüber wir nachdenken müssen, wie wir das sichern können.
01:05:14: Ich möchte dass meine Kollegin mit dem Kopftuch die Self-Wurst arbeitet genauso sicher sich auf der Straße fühlen kann wie eine Frau, die keinen Kopftucht trägt und also das Recht auf diese Entscheidungsfreiheit zu behalten.
01:05:26: Das finde ich müssen wir uns immer wieder absichern.
01:05:29: Ja da geht mir immer wieder die Rutschen hoch merkst du ja?
01:05:32: Deswegen meine ich dann müssen wir gucken.
01:05:34: es gilt für Migrantinnen und nicht Migranten.
01:05:36: Es gilt auch für Parteien die sich ganz eindeutig gegen unsere freie und offene Gesellschaft wenden.
01:05:43: Und die einschränken wollen, und die womöglich auch noch abschaffen wollen.
01:05:46: Da müssen wir immer wieder dafür einstehen, dass das nicht passiert.
01:05:49: Ich glaube für mich ist es immer so ein Wahnsignal ... ich finde das völlig in Ordnung.
01:05:56: wenn man systemische Fragen, Parteien kritisiert, Mechanismen anspricht, die nicht funktionieren aber es ist nie gut!
01:06:03: Es ist kein guter Ratgeber, wenn man Personengruppen zu Sündenböcken
01:06:07: macht Absolut nicht, da haben wir auch geschichtliche Erfahrungen.
01:06:11: Na ja aber das ist finde ich dann immer so der Gradmesser.
01:06:13: Sobald es dann darum geht einzelne Gruppen ins Licht zu ziehen, dann ist das nicht redlich oder so will ich sagen.
01:06:19: Ich finde jetzt auch wo wir das Ganze ein bisschen aufbröseln... möchte auf was bestimmtes hinaus.
01:06:26: Während der Sendung hatten wir das ja auch gesagt, dass es ganz wichtig ist, dass sie ja mitgestalten und dass wir die Geschicke unserer Gesellschaft eben auch mit in die Hand nehmen.
01:06:36: Ich finde, es gibt ganz viele tolle Beispiele wo eigentlich komplett verkackt haben.
01:06:42: Also ein Beispiel und jetzt wir können ja mal bisschen...
01:06:47: Jetzt machen wir mal Bashing!
01:06:49: Ich glaube die Mutter aller Erfindungen, wo man es einfach verkackte hat ist der Transrapid, wo er den Zeit in den fünftiger Jahren gibt und der in China tolle Arbeit leistet aber wo wir es irgendwie nicht hingekriegt haben die PS auf die Magnetbahn zu bekommen.
01:07:04: Ein weiteres Beispiel Autoindustrie.
01:07:07: immer die Hand drüber gehalten politisch.
01:07:09: dann konnte man sich irgendwie schön schmalen Fuß machen, Abwrackprämie hier.
01:07:12: Du meinst die E-Mobilität?
01:07:14: Ja ich glaube jetzt ist es ein zwei drei vier Wochen her.
01:07:16: da titelte der Spiegel ja so schön China überrollt die Autoindustrie.
01:07:20: und jetzt sitzen sie alle da machen dicke Backen und rufen wieder nach dem Start weil sie sich glaub bei Volkswagen ich hatte das gerade gehört die haben sich in den letzten zehn Jahren zweistellige Milliardenbeträge in die Taschen gepackt.
01:07:31: also der Aktionäre haben das ausgeschüttet.
01:07:34: da fragt man sich auch ob das Geld vielleicht nicht besser investiert worden wäre sich Zukunft sicher aufzustellen.
01:07:39: Aber wer bin ich, dass der sich solche Gedanken
01:07:42: macht?
01:07:43: Ja oder wenn man an dieses ganze die ganze Debatte mit den Wärmepumpen denkt, ist es doch eigentlich etwas was für alle gut wäre.
01:07:50: und eigentlich ist man sich auch einig dass das ein Konzept ist.
01:07:52: Und eine Technik die die Zukunft weist und wir kriegen nicht auf die Reihe.
01:07:57: Und da versteh ich auch ehrlicherweise wenn Leute dann bisschen verdrossend darüber sind wie so der politische Umgang ist.
01:08:03: Weißt du?
01:08:04: Wenn gesagt worden wäre und ich glaube wir brauchen auch keine Namen nennen... Die Wärmepumpe ist der Shit für die Zukunft!
01:08:10: Das wissen wir alle, aber ich finde euer Gesetz ist nicht gut dafür.
01:08:14: Wir machen einfach ein besseres Gesetz.
01:08:16: Das ist fair!
01:08:17: Wir haben ein besseres Konzept als ihr.
01:08:19: so funktioniert das.
01:08:20: Aber das zu verteufeln um dann nachzusagen naja es eigentlich schon ganz gut.
01:08:26: Passt schon ne?
01:08:27: Ja passt schon.
01:08:28: bei uns dürft ihr nur entscheiden.
01:08:29: also tut mir leid.
01:08:31: Also das ist für mich auch so ein Beispiel da kann man sich wirklich nur die Augen verreiben.
01:08:34: und weißt du wer hat noch das Thema Klimaschutz?
01:08:37: Ich weiß nicht wie dir das geht.
01:08:38: Du weißt dass ja selber wenn Kinder verstecken spielen, dass sie denken, Sie werden nicht gesehen.
01:08:43: Wenn sich die Augen zuhalten
01:08:45: und ich finde auch gerade zum Beispiel was den Klimaschutz angeht, da werden sich die Eugen zugehalten und wenn man wieder hinguckt, hofft man vielleicht das alles vorbei ist oder anders ist es jetzt ja ein bisschen nichts zu erklären.
01:08:56: also ich will nicht sagen, dass die ganze politische Klasse infantil ist.
01:09:01: Manchmal
01:09:02: fragt
01:09:02: man sich schon was da passiert.
01:09:04: aber wir wollten ja eigentlich immer konstruktiv bleiben hatten wir gesagt Sagst du, da kann ich echt anfangen zu... Nein.
01:09:11: Ich möchte nur... Deswegen eingangs gesagt das sei uns mal erlaubt.
01:09:16: aber um mal zu sagen hey das ist jetzt eine Chance lasst es uns nicht wieder verkacken.
01:09:23: Genau, bin ich ganz bei dir.
01:09:25: Das betrifft
01:09:25: ja wirklich jeden und das ist im ländlichen Raum länger dauert möglicherweise.
01:09:30: die haben aber auch als erstes die Auswirkungen zu spüren.
01:09:33: also auch da muss ein
01:09:33: oben stattfinden
01:09:35: wo wir gerade bei dem Thema sind.
01:09:37: Ich war vor ein paar Jahren in New York und was ich da ganz toll fand Du hast Chinatown, du hast wirklich das Gefühl, du bist in einer anderen Stadt.
01:09:45: Du hast Little Italy, du hasst den englischen District so hoch Chelsea.
01:09:49: Der Meatpacker-District war früher glaube ich deutsch oder holländisch.
01:09:54: Dass eine Stadt so funktioniert dass jeder zwar auch Bereiche hat aber letztendlich sind alles New Yorker.
01:10:00: da wird jetzt ja keiner sagen Ich bin jetzt hier nur aus Chelsea und alles andere finde ich doof.
01:10:06: Das ist ein alles New yorker Und es wird sich darüber definiert.
01:10:09: Das ist in Berlin ja auch inzwischen so ein Hamburg, glaube ich auch.
01:10:12: Also egal wo die Leute herkommen sie sagen Ich bin Hamburgerin oder ich bin Berlinerin.
01:10:17: also das ist auch total stark diese lokale Verbundenheit Die ist total da.
01:10:21: dass ist glaube ich inzwischen auch vom großen Teich rüber gespafft wenn man das zu sagen darf.
01:10:26: Hamburgers sind ein bisschen speziell.
01:10:28: Hier ist ja die Hauptsache der Rheimesfett Also Spaß.
01:10:34: Aber die Hamburger sind da ja auch schon, würde ich sagen, stolz auf ihre Stadt.
01:10:38: aber ich möchte noch einmal Franz zitieren und muss das jetzt paraphrasieren Ich habe das nicht mehr genau im Ohr, aber ich kann mir vorstellen oder sie sagte es auch so und dass es auf jeden Fall wünschenswert wäre, dass der Begriff der Integration immer mehr verschwindet weil wir keine Mehrheitsgesellschaften mehr sind sondern dass viele Minderheiten zusammenleben müssen und sich alle aneinander anpassen müssen.
01:11:01: Und ich glaube, das ist das was auf uns alle zukommt da für einfach offen zu sein.
01:11:05: Ich kann mir vorstellen dass das Thema vielleicht auch durch uns ein kleines Stück und vielleicht durch viele andere kleine Stücke
01:11:12: zum
01:11:13: Nachdenken anregt und dass sich vielleicht auch langsam etwas tut wie es das Bewusstsein einfach ein anderes dafür wird.
01:11:20: Ja und ich glaub das ist echt eine Chance dass wir da gute Antworten darauf finden und da uns überlegen wie wir damit umgehen.
01:11:26: Das ist glaube ich das woran wir auch von vorhin nochmal anknüpfen.
01:11:30: Die Chance nicht verpassen, Antworten zu finden und ich denke, wir sollten dafür sorgen dass wir nicht wie die Dinosaurier aussterben weil wir uns nicht dran gemacht haben sowas zu gestalten sondern einfach dem ausgeliefert waren.
01:11:41: also wir sind keine Dinosauer mehr gestalten.
01:11:44: das können wir besser
01:11:45: und ich weiß auch nicht mehr wo ich das aufgeschnappt habe aber das fand ich auch total schön.
01:11:49: es sind die kulturen die sprachen religion soziale und demografische faktoren die unsere vielfältigen und fließenden Identitäten
01:11:59: vor.
01:11:59: Oh, das hast du jetzt schön gesagt!
01:12:12: Wir bedanken uns für das Interesse der Zuhörenden und natürlich ganz besonders bei unserer Interviewpartnerin Franz Lely.
01:12:20: Wenn es euch gefällt was wir hier machen sagt es gerne weiter.
01:12:23: gebt uns Feedback, Lob, Kritik und Anregungen.
01:12:26: auch Themenvorschläge für neue Folgen sind willkommen.
01:12:29: wir machen das für euch im Stadtteil
01:12:32: Und natürlich darüber hinaus.
01:12:33: Ihr könnt uns ab jetzt jeden ersten Montag im Monat um acht Uhr hier auf Tide hören.
01:12:38: Du empfängst Tideradio, auf UKB six-neunzig-null, auf DHB
01:12:42: plus und hier
01:12:43: in Kabelnetz.
01:12:45: Ihr reicht
01:12:45: uns unter podcast atwarmbäck-süd.de.
01:12:49: Südmeduhe Die Gescheberwaren
01:12:52: Sangita
01:12:53: Fager und Marek Stockitz Musikmarek stockitz
01:12:55: und Raphael Jürgens.
01:12:57: Dies ist eine Gemeinschaftsproduktion des Bashcast Teams.
01:13:00: bleibt uns gewogen und bis zur nächsten Sorge.
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