Vielfalt ist nichts neumodisches, Vielfalt war immer schon die Normalität. (Teil 2)
Shownotes
Julia Kranz und Chris Schmitz
tagewerk.vogelweide – alsterdorf assistenz west
Evangelische Stiftung Alsterdorf – Menschen sind unser Leben
André Rabe
Roman Barth
Kontakt zur Hamburger Assistenzgenossenschaft eG Allgemein: kontakt@hag-eg.de Für Interesse an Persönlicher Assistenz: assistenzdienstleistung@hag-eg.de Für Interesse Assist zu werden: personalgewinnung@hag-eg.de
Christophe Dahlke
Teilhabeberatung der Hamburgischen Gesellschaft für Soziale Psychiatrie
EUTB der Hamburger Landesarbeitsgemeinschaft für behinderte Menschen e.V.
Leben mit Behinderung Hamburg Elternverein e.V.
EUTB - Teilhabeberatung der ASBH-Hamburg e.V. (Arbeitsgemeinschaft Spina Bifida/Hydrocephalus)
EUTB Beratungszentrum - Autonom Leben e.V.
Kontakt zum Verein Autonom Leben e.V. Mail: info@autonomleben.de Telefon: 040 – 33 46 911 -10/-20
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00:00:00: Inklusion betrifft uns alle.
00:00:02: Nicht nur weil es in einer immer älter werdenden Gesellschaft nicht die Frage ist, ob sondern wann man auf Hilfe angewiesen sein wird.
00:00:09: Sie ist mehr als ein soziales Ideal und sie isst einen Menschenrecht.
00:00:13: Jeder Mensch bringt Fähigkeiten mit, die unsere Gesellschaft bereichern.
00:00:17: eine inklusive Welt ist eine gerechtere Welt und die Verwirklichung demokratischer Grundwerte klingt super.
00:00:24: aber wo ist denn das Problem?
00:00:49: Wenn ihr den ersten Teil noch nicht gehört habt, dann solltet ihr das auf jeden Fall nochmal nachholen bevor diese Folge weiterhört.
00:00:55: Mir ist es auf jeden fall eine große Freude dass ihr wieder mit dabei seid – das sind
00:01:00: Roman, Chris
00:01:01: und Christoph.
00:01:12: Es geht hier um Teilhabe!
00:01:13: Ich würde die typische Erzählung gerne umdrehen und mir wünschen, dass sie nicht von Einschränkungen betroffen noch viel mehr Einblicke in Bereiche bekommen, wo sie sich möglicherweise vorher viel zu wenig Gedanken gemacht haben.
00:01:26: Ich fasse mir da gerne an die eigene Nase – ich habe mir zum Beispiel nie darüber Gedanken gemacht wie die Urlaubsplanung von jemandem aussieht der im Rollstuhl sitzt.
00:01:35: Das hat sich aber geändert weil du Christoph mir mal einen Einblick in deine Reiseplanung gegeben hast.
00:01:41: Erzähle den Zuhörnern einmal davon!
00:01:43: Reiseplanung mit Rollstuhl.
00:01:45: Man mögt ja mal ein, man freut sich auf den Urlaub und man hat seinen Flugticket, man fliegt los und alles ist gut!
00:01:50: Und man kommt an... das ist im Rollstuel etwas anders.
00:01:53: Man muss natürlich schauen.. Ist das Hotelbarriere frei?
00:01:55: Wie komme ich da am besten hin?
00:01:56: Mit Fliegen ist relativ kompliziert.
00:01:58: Da muss man dann umsteigen in so eine Art Rollstuhel.
00:02:01: So einen Bordrollstuhlen nennt es sich das indem man durch die Gegend geschoben wird.
00:02:05: oder in der Bahn muss man eigentlich sich vorher anmelden weil es kaum an ICE gibt wo man mit dem Rollstühl alleine einsteigen kann.
00:02:12: Das heißt, man muss dann mit so einer riesengroßen Metallrampe da hochgepumpt werden.
00:02:16: Man muss alles vorher geplant werden und man muss auch alle Eventualitäten haben!
00:02:20: Man muss seine Pflegemittel mitbringen.
00:02:22: und wenn man denn alles zusammengefunden hat... ...das heisst der eigene Urlaub-Pass, den man natürlich auch noch mal abstimmen muss... Dann hat man ein barrierefreies Zimmer im Hotel gefunden und man hat eine gute Zugverbindung bekommen wo man halt die Hilfe bekommen kann.
00:02:36: Ja, dann ist das schon ordentlich was man vorwegpacken muss.
00:02:40: einfach so mal spontan mit dem Zug fahren.
00:02:42: Ja und du hattest erzählt aus Bahngründen, die dann wieder später kam.
00:02:46: Hast du einen Anschlusszug verpasst?
00:02:47: In der Berufsreise wurde sie noch angepampt weil dann keiner zur Verfügung stand, der dir da hätte helfen können.
00:02:52: Genau
00:02:52: also ich hatte jetzt tatsächlich kurz mit einer Kollegin von mir waren auf einer Tagung Thüringen in einem kleinen Dörfchen da und wollten eigentlich von Thüring über Göttingen nach Hamburg fahren.
00:03:02: Das ist irgendwie eine Fahrt von drei Stunden aber wir sind auf diesen sogenannten Inselbahnhof Also wir sind nicht auf das andere Gleis gekommen und den Zug hätten nehmen können weil der Fahrschul eben kaputt war aus der Fahrt von Thüringen über Göttingen nach Hamburg, eine Fahrt in die Anrichtung gekommen.
00:03:16: Nämlich vom Thüring nach Halle an der Saale, nach Berlin und von Berlin dann nach Hamburg Und wir sind zwölf Stunden unterwegs gewesen statt drei wegen eines kaputten Fahrsturz.
00:03:25: Das musst du halt einplanen.
00:03:26: Also einen Termin am nächsten Tag nicht gut.
00:03:28: Das hat auch noch andere Auswirkungen.
00:03:30: magst Du das erzählen?
00:03:31: Ja kann ich gerne weil es ist wirklich blöd gewesen Weil diese lange Zugfahrt von zwölft Stunden ist nämlich zu den Tagen passiert wo's jetzt gerade so heiß war.
00:03:40: Wir standen teilweise an den Bahnsteigen, mussten Stunde anderthalb Stunden warten auf dem nächsten Zug und hatten da wirklich bis zu siebenundvierzig, achtenvierzzig Grad irgendwie mitten in der Sonne.
00:03:49: Das ist ziemlich bitter gewesen und die Kollegin ist Spastikerin sitzt im Rollstuhl und hat nicht die Möglichkeit unterwegs auch eine Toilette zu gehen weil sie halt Lifterbrauch um von ihrem Assistenten, sie lebt auch mit persönlicher Assistenz, halt auf die Toilete gebracht zu werden Und das hat zur Folge gehabt dass sie halt während der ganzen Zeit als fünf Stunden halt möglichst wenig getrunken hat Und da sie eh schon Patientin ist, die Schwierigkeiten medinieren hat.
00:04:13: Hat das jetzt dazu geführt dass sie wahrscheinlich unter anderem auch durch diese lange Zeit ohne oder mit so wenig trinken ins Krankenhaus gekommen ist dadurch?
00:04:20: Also ich glaube was man da hervorheben sollte ein kaputter Fahrstuhl ist nicht einfach nur ein kaputter Fahrstuel.
00:04:26: Ein kapotter Fahr Stuhl kann eben zu sowas beitragen was natürlich sehr turbulent und schlimm ist.
00:04:32: aber es trägt halt auch dazu bei dass Leute nicht zu ihren Ärzten kommen.
00:04:35: Es trägt dazu bei das Leute nicht zur Arbeit kommen oder im harmlosen Fall zu spät zum Geburtstag von Tate Tele kommen.
00:04:43: Während die ganze Familie schon am Kuchen essen ist, kommst du drei Stunden später, weil der Fahrstuhl kaputt
00:04:47: war.".
00:04:48: Roman, du hast doch bestimmt auch ähnliche Geschichten erlebt?
00:04:51: Ja, Urlaubsgeschichten gibt es massig!
00:04:53: Auch von Du kannst noch so gut in der Theorie vorgesorgt haben und geplant.
00:04:56: Das Zimmer ist dann übrigens doch nicht barrierefrei, denn der Herr an der Rezeption wusste gar nicht welches Zimmer barrierenfrei ist und hat das falsche gebucht.
00:05:03: Das ist ihm aber gar nicht aufgefallen.
00:05:05: Können sie denn gar nicht?
00:05:07: So ungefähr.
00:05:08: Also, da gibt's was in Geschichten... Das ist
00:05:11: immer so ein Standardelbärm.
00:05:12: Achso!
00:05:13: Und eigentlich können Sie denn gar nicht laufen?
00:05:15: Kaputte Fahrstühle sind auch immer ein Thema und man muss grundsätzlich mehr Zeit einplanen weil es kann immer ein Fahrstuhl kaputt sein und dann muss man noch mal eine Station weiterfahren.
00:05:23: Im Alltag ist es aber also fast mich vor allem aufregt.
00:05:26: Es ist halt so Geschichten wie Theater und Musicals und diese ganzen Kinoseele.
00:05:31: Die Barrierefreiheit dort ist halt schwierig Weil es gibt immer nur so festgelegte Sitze wo Menschen im Rollstuhl dann sitzen können?
00:05:39: Ja, relativ weit vorne.
00:05:40: Entweder vorne oder an der Seite meistens und man hat also keine Auswahl.
00:05:44: Und vorgesehen ist eigentlich auch nur dass man maximal eine Begleitperson mitbringt.
00:05:47: Also mit Freunden irgendwie mal irgendwo hingehen ist eigentlich schon wieder schwierig weil die sitzen da nicht unbedingt neben einem.
00:05:53: Das zeigt das Bild was die Gesellschaft auf Menschen mit Behinderung hat.
00:05:56: Das ist halt so ne Einzelperson, die hat auch eigentlich keine Freunde sondern die hatte halt maximale Begleitung personen die halt eigentlich gar nicht dabei sein will sondern muss um
00:06:04: manchmal nochmal ergänzen.
00:06:05: so Konzerte finde ich auch ein ganz, ganz großes Thema ist für mich auch immer.
00:06:09: Ich habe jetzt gerade drei Monate dazu gebrachten Rollstuhlplatz zu bekommen bei einem Konzert wo ich ganz gerne hingehen wollte.
00:06:15: Wir sind auf der E-Mail nicht geantwortet.
00:06:16: bald weil man kann ja nicht ganz normal über Eventen wie jeder andere buchen weil man ja tatsächlich Fußgänger davor schützen möchte nicht versehentlich einen Rollstrahl Platz zu buchen und dann kommen sie da noch gar nicht setzen.
00:06:26: die jahrem Menschen Und das bedeutet halt du musst irgendwo anrufen bist erst mal zwanzig Minuten halb Stunden in der Warteschlange und wenn Du Pech hast ist derjenige der an dieses Telefon gehen soll vielleicht auch so noch krank, das heißt du hast irgendwie umsonst gewartet.
00:06:38: Also es ist immer mit sehr viel Aufwand verbunden
00:06:40: und was häufig noch vorkommt ist wenn du dann selbst so organisiert bist dass du dich umsetzen kannst durch Hilfe eines anderen oder so und auf einen guten Sitzplatz sitzen kannst, wo du auch keinen störst weil natürlich so am Gang sitzt, dass das gut geht und jeder an dir vorbeikommt.
00:06:53: Das geht nicht wegen der Brandschutzbestimmungen.
00:06:56: also
00:06:57: man selbst kann ja nicht so schnell evakuiert werden oder beliebt es auch nie.
00:07:00: bei der Evokierung fallen dann andere Leute über sie und das können wir nicht gewährleisten.
00:07:04: Es gibt immer irgendeinen Grund, warum es halt nicht geht.
00:07:07: Also ich glaube bei Festivals geht das.
00:07:09: Ich weiß zum Beispiel Wacken Reels of Steel die da einen extra großen Platz haben, die auch ein extra Campingplatz haben von dem sie auch gut und auf kurzem Weg zum Festivalgelände kommen.
00:07:18: Ich
00:07:18: glaub dir noch mal einen Preis gekriegt hat für diese Ausstattung beim Wackern?
00:07:21: Ja ja,
00:07:21: das ist super!
00:07:22: Auch auf anderen Festivals kenne ich das so dass auch wirklich in guter Lage dann eine Extra-Bühne ist wo die dann eben auch über die Anderen rüber gucken können und sind exponiert auf jeden Fall teilnehmen können.
00:07:33: Aber auch da musst du ja sagen... Das geht für Leute, die fit im Rollstuhl sind.
00:07:36: Also die gute Arme haben, die vielleicht einen guten Antrieb haben.
00:07:40: Für Leute, der eine starke neurologische Einschränkung haben müssten dann auch die ganze Zeit durch die Gegend geschoben werden beziehungsweise es gibt Bereiche wo denn die Rollstühle auch nicht funktionieren können weil's zum Beispiel matschig wird.
00:07:52: Chris beim
00:07:52: Elbtscheß habe ich das jetzt am Wochenende.
00:07:54: Erste Mal erlebt dass tatsächlich Bühnen für Hochschulfahrer extra da waren.
00:07:58: Wir erleben unseren Beschäftigten oft dass zB bei Arzt besuchen oder bei anderen Sachen in der Hand oder irgendwas sucht, dann ist es immer schwierig.
00:08:05: Weil dieser Personenkreis ja nicht verpflichtet ist dazu Barrierefeiert irgendwie anzubieten.
00:08:11: Im Wirtschaftsbereich gibt's ja keine Verpflichtung dazu und das ist natürlich schwierig für Menschen, Rollstuhl, Assistenten.
00:08:17: die müssen dann gucken wo komme ich mit den Beschäftigten rein?
00:08:20: welche Praxis kann ich erreichen?
00:08:22: Und manchmal ist die da noch nicht gleich.
00:08:23: nebenan muss man halt durch Hamburg fahren.
00:08:25: Zahnarzt Auch mein Thema.
00:08:28: Genau, allein in der Zahnarztstuhl, ne?
00:08:29: Wie komme ich darauf?
00:08:30: Komm' ich drauf!
00:08:30: Und es gibt da wirklich erschreckende Sachen die einem nicht so bewusst sind.
00:08:33: Es gibt aktuell in Hamburg keine einzige gynäkologische Praxis wo eine Frau mit Rollstuhlt hingehen kann.
00:08:38: Gibt's nicht.
00:08:39: Die Leute fahren...die Frauen fahren teilweise bis Hannover für eine Vorsorgeuntersuchung
00:08:43: Oder eben nirgendwo hin und das ist sehr
00:08:46: gefährlich.
00:08:47: Ja ihr merkt schon wir sind total im Thema.
00:08:49: Im ersten Teil hat mir ein bisschen hervorgehoben was gut läuft Wo schon Fortschritte gemacht wurden.
00:08:54: Jetzt im zweiten Teil wird es vor allem darum gehen, wo es eben noch Luft nach oben gibt.
00:08:59: Wo Sachen einfach nicht so gut laufen.
00:09:02: Im ersten Teil hatten wir auch ein bisschen uns mit der Assistenz beschäftigt.
00:09:05: da wissen wer jetzt was angeboten wird und wie das so grundsätzlich läuft.
00:09:10: ich würde euch jetzt bitten mal darauf einzugehen.
00:09:13: was sind gerade aktuell Probleme?
00:09:16: Und wo hakt es gerade im Assistenzenbereich?
00:09:18: Chris willst du mal loslegen?
00:09:19: Ja gerne.
00:09:20: also unser Thema ist gerade da beschäftigen wir uns in der ganzen Firma mit.
00:09:23: Das sind Übergänge zwischen Schule, zu Tagesförderung oder Werkstatt.
00:09:28: Der Übergang von Zuhause in eine eigene Wohngruppe aber auch die Übergänge nach hinten hin.
00:09:33: also wenn ich Rentner bin es gibt in Hamburg zum Beispiel keine Seniorenangebote für Menschen mit Beeinträchtigung.
00:09:39: das heißt also sie bleiben länger in der Tagesförterung.
00:09:42: wir haben hier Menschen sind siebenzig zwei und siebzig Jahre alt wären normalerweise ja mit weiß ich nicht fünfundsechzig sechsen sie siebenundsechs ist glaube ich jetzt gerade das Alter wo man normalerweise an Rente geht.
00:09:51: würden also normale Rente gehen könnten dann Senioren Angebote die es für den anderen Personenkreis bei der AWO oder sonst wo auch gibt, in Hamburg gibt's das nicht.
00:10:00: Und deswegen sind Menschen hier bei uns im Tagewerk, die siebzig-zweihen-siebzig Jahre alt sind und aber andererseits weil es eben einen Mangel an Tagesförderplätzen gibt in Hamburg, die Nachrückern die Plätze versperren.
00:10:11: Also wir haben ja nur eine bestimmte Menge vereinbart mit der Stadt Hamburg an Plätzen, die wir haben für die Tagesförde und da ist dann ich weiß nicht wie vieles wird kreuportiert hunderthundertzwanzig.
00:10:21: Plätze würden in Hamburg fehlen?
00:10:22: Ich weiß nicht ob das so stimmt.
00:10:24: Okay,
00:10:24: also das heißt der Bedarf ist größer als dass was Hamburg als Angebot bereithält.
00:10:28: Was sich geleistet wird.
00:10:30: Und wenn es dann eben Angebote für Senioren geben würde, die Personenkreis, dann zumindest sind die älteren würden Plätze freimachen und wechseln meinetwegen in Seniorenangebot und würden Plätzte frei machen damit junge nachüben können.
00:10:42: Wie ist das bei dir, Roman?
00:10:43: Ja
00:10:44: also es beginnt im Grunde auf der politischen Ebene.
00:10:46: Ich weiß nicht ob ihr's gehört habt aber im Sozialwesen soll gespart werden.
00:10:49: Da kommen wir auch noch zu.
00:10:52: Das klare ich jetzt mal aus!
00:10:53: Aber das ist natürlich ein Thema was beschäftigt.
00:10:55: Ansonsten haben wir natürlich so im Alltag intern immer wieder das Thema dass Assistenz ist im Grunden Spannungsfeld weil man hat auf der einen Seite Mitarbeitende die ein legitimes Interesse und ein Beschäftigungsverhältnis haben.
00:11:07: dann hat man die Assistenzen nehmenden die halt die Dienstleistung erbracht haben wollen.
00:11:11: da entsteht auch schon immer ein Spannungsfeld.
00:11:13: Und dann haben wir halt nochmal unsere Seite, also die organisatorische Seite, die halt im Grunde so ein bisschen gucken muss das alles geregelt abläuft und da entsteht immer wieder ein Spanungsfeld.
00:11:22: was wir extern immer wieder haben und zum Problem wird ist wenn unsere Kundinnen ins Krankenhaus müssen, dann ist es so dass dort keine Assistenz vorgesehen ist.
00:11:31: Das ist im Arbeitgebermodell Wenn man das als Assistenzen selbst bezieht ohne eine Organisation drum herum Dann geht das, dann bekommt man Assistenze im Krankenhaus wenn man von uns als Dienstleisterassistenz bezieht, allerdings nicht.
00:11:44: Also es wird nicht refinanziert.
00:11:45: Das heißt wir können's im Grunde nicht leisten außer wir machen's halt kostenlos und das führt in der Folge dazu dass viele unserer Assistenzen immer im Krankenhaus im Grund unterversorgt sind.
00:11:54: Man denkt das wäre nicht so weil da ist ja Pflegepersonal und auch die Argumentation der Kostenträger das sei auf Pflegepersonal vorhanden ist und die Krankenhäuser dafür Sorge tragen müssen.
00:12:03: aber in der Praxis ist es absolut nicht so, weil wir hat teilweise Menschen haben sind, also im Grunde auch nicht mal den Knopf drücken könnten.
00:12:13: Den sie im Krankenhaus drücken müssten damit jemand kommt und ja diese Menschen sind dann unterversorgt.
00:12:18: Und dafür kämpfen wir seit glaube inzwischen über zehn Jahren dass da was passiert und so richtig tut sich an der Front nichts außer das es immer mal wieder Bewilligungen dafür gibt.
00:12:27: aber es wirkt so als sei das Willkür wer so eine Bewilligung bekommt und wer nicht weil es hängt auf jeden Fall nicht voll an der Behinderung oder am Grad der Behinderung.
00:12:34: so viel können wir sagen.
00:12:36: Eine andere Frage die sich mir da aufdrängt Wie ist da der Bedarf und wie die Auslastung?
00:12:42: Die Frage geht an euch beide, weil du hast das auch gesagt mit den Senioren, die irgendwann raus sind.
00:12:46: Auch noch Unterstützung brauchen.
00:12:48: Wie ist so die Stadt Hamburg aufgestellt?
00:12:50: wird dann nach Bedarf gehandelt oder wie setzt sich das zusammen?
00:12:54: Also im Grunde sind zwei Faktoren entscheidend.
00:12:56: es gibt massig Menschen, die einen Bedarf haben.
00:12:59: Der wird auch festgestellt durch die Landesfahrerztin.
00:13:02: aber die Menschen bekommen keine Bewilligung für Assistenz obwohl sie sozusagen alles erfüllen was es dazu bräuchte laut Gesetz.
00:13:09: Aber die Behörden lassen sich in Anführungsstrichen Zeit mit der Bewilligung.
00:13:13: und der andere Faktor ist barrierefreier Wohnraum, weil wir haben wiederum Menschen, die wollen zum Beispiel nach Hamburg ziehen, wollen von zu Hause ausziehen, wollen aus einer WG ausziehen – und wir können noch nicht leisten, weil sie doch nicht den entsprechenden Wohnraum bekommen haben.
00:13:25: Und diese beiden Faktoren führen im Grunde im Ergebnis dazu, dass wir also aktuell bestimmt acht Anfragen haben, die wir nicht weiter fortführen können, weil irgendwas fehlt.
00:13:34: Wie ist das bei euch, Chris?
00:13:35: Endliches Problem?
00:13:36: Also
00:13:36: wie eine Tagesförderung... was Personal betrifft, noch relativ gut aufgestellt.
00:13:40: Weil wir von Montag bis Freitag von neun bis fünfzehn beziehungsweise hier von zehn bis sechzehn Uhr arbeiten.
00:13:45: problematisch ist es in den Wohnbereichen wo eben in Schichtdiensten am Wochenende nachts gearbeitet werden muss.
00:13:51: da ist es weit aus schwieriger Personal zu finden qualifiziertes Personal zu befinden.
00:13:55: bei uns im Tageweg ist es eben dadurch dass wir auch zum Beispiel Ergotherapeutinnen und so weiter beschäftigen.
00:14:00: also wir sind ja nicht festgelegt auf den klassischen Erzieher oder Heil-Erzieher.
00:14:03: das wäre die nächste Frage was sind so typische Assistenten?
00:14:06: wie ist da die Vorbildung, was ist da nötig oder kann theoretisch?
00:14:10: Oder ist es relativ niedrigschwellig wenn ich jetzt denke dass ich da gut bin das man sich einfach bewirbt.
00:14:15: Gibt's da einen bestimmten Schlüssel?
00:14:17: Ist man Sozialpädagoge, ist man Pfleger.
00:14:19: also das ist ja ein Jobbild was jetzt so nicht zwingt ausgeschrieben wird.
00:14:22: Also bei uns im Bereich versuchen wir möglichst großen Mix hinzukriegen aus Erkotherapäuten erziehern Heilerzieren erzieherinnen und auch Krankenpflege Krankenschwester weil wir auch einen sehr hohen Pflegeanteil haben bei unseren Beschäftigten.
00:14:35: Wir gucken schon, dass wir möglichst qualifiziertes Personal kriegen.
00:14:40: Aber wie gesagt den Mix haben wir möglicherweise.
00:14:42: jemanden suchen für die Holzgruppe und dann gucke ich mal, dass das jemand ist der vielleicht auch ein Arbeitspädagoge oder sonstige Ausbildung hat, Ergotherapeut?
00:14:51: Ja bei uns ist ketzerisch gesagt Fachlichkeit unerwünscht.
00:14:54: de facto ist es nicht ganz so unsere Assistenten sollen Leinkräfte sein weil der Assistenznehmer, die Assistenzennehmerinnen sind ja die Personen die anleiten sollen die also wissen sollen was für sie gut und richtig ist.
00:15:05: Wir wollten ja weg von der Fremdbestimmung und den Pflegekräften, die einem quasi sagen was für sie am besten ist.
00:15:11: Dazu muss man aber sagen wir erbringen keine SGB-Fünfleistungen das sind die stärkere eingreifenden Pflegeleistung nenn ich es mal.
00:15:18: also wir setzen keine Spritzen wir geben keine Tabletten usw.
00:15:21: Das heißt wir begleiten Menschen ja sozusagen durch seinen Alltag und machen die Grundpflege.
00:15:26: deswegen können wir eben auf pflegefachkräfte verzichten und dass tun wir damit eben keiner unseren Kundinnen sagt was für Sie am Besten ist?
00:15:34: sind, offiziell ein eingetragener Pflegedienst.
00:15:37: Haben wir trotzdem eine Pflege-Dienstleitung also eine Fachkraft die das Ganze trotzdem verantwortet und überwacht?
00:15:43: Also unsere Mitarbeitenden werden trotzdem fortgebildet aber halt im Rahmen der für ihre Arbeit notwendig ist und nicht dazu führt dass sie am Ende unseren Kundinnen sagen was für Sie am besten ist.
00:15:52: Haben sich da Kunden und Zielgruppen auch bisschen geändert über die Zeit?
00:15:56: Ja da hat sich vor allem inzwischen die Einstellung zu Fachpersonal verändert weil wir hatten im ersten Teil die Krüppelbewegung angesprochen.
00:16:03: Das war eben der Zeitpunkt, wo Fachpersonal verpönt war.
00:16:07: Man wollte gar nichts mehr mit Pflegefachkräften zu tun haben.
00:16:09: die waren quasi das rote Tuch.
00:16:11: und inzwischen sind wir wieder so ein bisschen am Befrieden der Situation weil man den Ratschlag dann doch annimmt.
00:16:18: Man muss ihn aber nicht unbedingt umsetzen.
00:16:20: also man kann...man wird beraten was für einen am besten ist?
00:16:23: Man ist aber nicht gezwungen das umzusetzen
00:16:25: Wo wir jetzt gerade dabei sind.
00:16:27: es geht gleich thematisch weiter.
00:16:29: Aber eins was ich noch fantastisch fand Ja, auch darum geht, dass der Assistenznehmer das Anrecht auf gefährliches... Ne wie heißt es?
00:16:39: Unsachgemäßes Verhalten hat.
00:16:41: Bedrohliche, ähm bedrohlicherweise nicht genannt, unvernünftige Lebensführung.
00:16:45: also wir nennen das ein Recht auf Verwahrlosung.
00:16:47: Also nicht verwarlosen aber unvernümpftig war das Wort was ich gesucht habe ganz genau.
00:16:52: ja das finde ich super weil das das recht hat jeder andere ja auch nicht umsonst gibt es Zigaretten Alkohol und Risikosportarten.
00:16:58: so würde ich mal kurz runterbrechen.
00:17:02: Auch das spricht genau dafür, worum es ja eigentlich geht.
00:17:06: Dass die Selbstbestimmung da beginnt wo Menschen nicht gefragt werden was gut für sie ist sondern was sie selbst wollen Das ist glaube ich der entscheidende Punkt oder nicht?
00:17:14: Genaues geht eben darum Menschen auch mit Behinderung auf Augenhöhe zu begegnen Sie ernstzunehmen und dazu gehört eben auch ihnen die Wahl zu lassen wie sie ihr Leben gestalten wollen.
00:17:23: Und wenn sie den ganzen Tag McDonalds oder Burger King essen wollen dann tun sie das halt und es liegt nicht an uns Ihnen so sagen dass sie das nicht tun sollen.
00:17:30: Wie gesagt wir haben eine Pflegefachkraft, die kann zum Beispiel darauf hinweisen.
00:17:34: Zwei-hundert Milliliter trinken am Tag ist eigentlich zu wenig.
00:17:36: aber wenn du meinst und so gehen wir damit halt um.
00:17:39: also lassen uns durchaus einiges schriftlich geben dass wir darauf hingewiesen haben und damit unserer Beratungspflicht nachgekommen sind.
00:17:46: Aber was die Menschen am Ende tun mit ihrem Leben das liegt nicht bei uns, das ist ihre Entscheidung.
00:17:51: Kann vielleicht
00:17:52: ein schönes Beispiel jetzt passen gerade als ich erzählte von über diese Horrorreise mit meiner Kollegin sie hat natürlich vermieden zu trinken damals irgendwie auf dem Bahnsteig waren, ganz viel gestrandet waren weil sie halt genau wusste wenn ich jetzt trinke.
00:18:07: Ich kann nirgends wo auf die Toilette gehen.
00:18:08: was mache ich denn da?
00:18:09: und der Assistent von ihr war ja auch dabei so und ich habe einfach auch zugesehen wie ihre Gesichtsfarbe sich irgendwie tunlichst verändert hat und ich hab bald auch wahrgenommen als auch ihr Freund also nicht Partner sondern als Freund das ist ihr nicht gut geht.
00:18:24: und dann habe ich irgendwann gesagt weißt du was liebe Lei?
00:18:26: Jetzt scheiße ich jetzt oft die Selbstbestimmung!
00:18:28: Du trinkst jetzt ein Ämter machst du da oder ich flöste das ein.
00:18:31: Ich bin nicht dein Assistent und man hat im Gesicht des Assistenten, der daneben gesessen hat übrigens er weiß jetzt wer gemeint ist nochmal Respekt davor.
00:18:38: du hast diese Erleichterung im Gesicht als Assistent gesehen weil es war offensichtlich dass sie trinken musste die Lippen waren trocken Und er saß da und hat halt irgendwie total in seiner Rolle geblieben und hat einfach nicht gesagt komm trink mal was weil er halt eben der Assistent ist und die Verantwortung halt eben bei ihr gebliebt ist.
00:18:54: aber dieser Erleicherung in dem Moment so heimlich sagt immer jemand was so das war schon.
00:18:58: das ist ein ziemlich gutes Beispiel eigentlich dafür, was Roman gerade beschrieben hat.
00:19:01: Also es ist eine Extremsituation ohne Frage?
00:19:03: Ja klar!
00:19:03: Aber es beschreibt im Grunde die Rollenverteilung ja
00:19:06: auch gut
00:19:06: weil da stellt sich mir nämlich noch die Frage also das ist jetzt auch noch ein bisschen auf Topik aber wie sich das Verhältnis verändert wenn man so viel Zeit miteinander verbringt?
00:19:15: also verschwimmt dann nicht auch ein bisschen die Assistenz und das Privatleben?
00:19:19: also ich stelle mir das persönlich super schwer vor weil einfach durch die Nähe die Vertrautheit usw.
00:19:24: Da hat er denn noch diese professionelle Trennung irgendwo aufregt zu erhalten.
00:19:29: Magst du dazu vielleicht noch mal was sagen?
00:19:31: Ja, das ist ein sehr komplexer Bereich in der Assistenz.
00:19:33: ich glaube da kann man sehr viele Soziologen und Psychologen mit beschäftigen.
00:19:37: es wird ja niemand als Assistenzennehmerin geboren.
00:19:39: Man muss sich diese Rolle auch erarbeiten und einigen fällt es leichter anderen schwerer kommt doch immer so ein bisschen drauf an wie man sozialisiert ist.
00:19:47: Es gibt auch nicht die perfekte assistenznehmende Person sondern jeder kann das ja für sich erstmal ausgestalten.
00:19:53: Ich sage immer es kommt so ein bißchen darauf an.
00:19:55: alles hat seinen Vor- und Nachteil.
00:19:57: zum Beispiel jemand, der ein sehr distanziertes Assistenzverhältnis pflegt.
00:20:01: Zum Beispiel auch meine Assistenten-Sieze und nichts Privates mit ihnen teilen und wirklich nur den Job abrufe.
00:20:07: Dann ist das legitim und vielleicht tut es dann weniger weh, wenn man sich trennt.
00:20:12: Vielleicht hat man sogar weniger Konflikte, weil alles sachliche abläuft.
00:20:15: Und die andere Seite ist so ein bisschen, dass man halt ein freundschaftsnahes Verhältniss pflegt.
00:20:20: Man sollte aber stets im Hinterkopf haben eine Seite wird bezahlt dafür, Das sehr nahe Verhältnis führt oft dazu, dass man halt bei Konflikten sich auch trennt recht schnell dann.
00:20:32: Weil eben sehr viel Beziehung in diesem Geflecht besteht und beides ist legitim.
00:20:37: Und im Grunde sind das jetzt zwei Seiten auf diesen Spektrum und für uns in der Hack ist es alles in Ordnung.
00:20:44: Man muss nur mit den Konsequenzen umgehen können die das mit sich bringt.
00:20:47: Da wir um dieses Spannungsfeld wissen haben wir so was wie eine Assistenzberatung.
00:20:51: Das sind zwei Pädagoginnen weil da arbeiten Menschen mit Menschen und da entstehen immer auch Themen und Konflikte, die es zu bearbeiten gilt.
00:21:03: Das kann ich mir gut vorstellen aber gut danke.
00:21:05: jetzt kommen wir eigentlich glaube ich auch früher oder später auch zu dem lieben Thema oder dem leidigen Thema Geld Chris.
00:21:11: ich kann mir vorstellen dass der Schirm Herr Alsterdorf dafür sorgt das ihr da vielleicht eine komfortabelere Situation habt als wer ihr jetzt so freien erwirtschaft.
00:21:20: ist das richtig?
00:21:21: Weil ihr einen stabilen Träger habt?
00:21:23: Das
00:21:23: kann sein!
00:21:25: was ich einschätzen kann, ist dass wir immer abhängig davon sind.
00:21:28: Wenn wir eine Kostenzusage kriegen vom Kostenträger und das sind die Sachen wo wir im Prinzip mit zu kämpfen haben, dass wir zwar den Klienten oder den Eltern oder der Angehörigen gesetzlichen Betreuer einen Zusage geben aber dann teilweise bis zu einem Jahr dauert, bis wir die Kostenzusage für diesen Platz kriegen.
00:21:45: Das heißt wir müssen immer sehr lange kämpfen dafür, dass jemand auch zu uns kommen kann.
00:21:55: ist keiner dazu in der Lage, alleine mit dem HVV oder im Bus zu kommen.
00:21:59: Sondern das sind immer diese, kennt ihr sicherlich alle, Rotes Kreuz, Stambular
00:22:02: usw.,
00:22:03: die unsere Beschäftigten hierher bringen.
00:22:05: und da ist immer auch die Frage wie weit ist die Kapazität in den Bussen gerade für Menschen, die auf einem Rollstuhl angewiesen sind?
00:22:10: Das sind manchmal nur zwei Rollstühlplätze drin und so weiter.
00:22:12: also diese Geschichten sind vor uns immer sehr schwierig und sehr langwierig.
00:22:16: eine Anbahnung für einen Platz und wir refinanzieren uns ja über diese Klienten, die jetzt zu uns
00:22:21: kommen.
00:22:21: Also es heißt ein gewissen Kostdruck habt ihr dann auf jeden Fall auch Auf jeden Fall.
00:22:25: Ich hab
00:22:26: hier vierundzwanzig Plätze und muss die natürlich auch belegt haben, um das Personal was ich hier habe dann auch zurechtfertigen.
00:22:32: Und wie ist das bei euch in der Hack?
00:22:33: Ja
00:22:33: also wir sind ja selbstständig sozusagen, wir haben keinen Träger über uns oder sonstwas.
00:22:38: Wir lieben so ein bisschen von der Hand in den Mund und müssen halt dafür sorgen dass unsere Rechnungen zeitnah beglichen werden und ja müssen halt mit der Stadt dann immer neue Kostensätze verhandeln und sind da recht selbstständige.
00:22:50: Wir haben auch einen eigenen Tarifvertrag.
00:22:51: Also unsere Mitarbeitenden immer gut versorgt und wollen auch immer ihr Recht umgesetzt haben, mit Betriebsrat und allem was dazugehört.
00:23:00: Spannendes Unterfangen immer dafür zu sorgen dass das geltet rechtzeitig drin ist.
00:23:03: Vielleicht
00:23:03: an dieser Stelle nochmal ergänzend, worum man gerade sagt wir leben von der Hand in den Mund.
00:23:08: also eigentlich kann man ja sagen Stiftung als Sodor bzw.
00:23:10: als Assistent machen ja eigentlich nichts anderes weil wenn es die Klienten nicht gibt egal ob sie jetzt bei der Hax sind oder eben bei als Assistenz West Ost Nord und so dann gibt das halt auch kein Geld.
00:23:22: Also die Bewilligungsbescheide dafür dass halt die Stadt Hamburg Geld gibt für Betreuung, Versorgung usw.. Die sind ja angehängt eben an die Person.
00:23:32: Also, das heißt hast du zwölf Leute kriegst du für zwei Leute Geld.
00:23:35: und dass ist das Spannungsfeld.
00:23:36: was Chris vielleicht eben in dem Moment noch mal sagt er hat ja vierundzwanzig Plätze wenn aber nur drei und zwanzig leute da sind dann fehlt einer.
00:23:42: also
00:23:43: Aber der Bedarf ist ja offenkundigt.
00:23:44: da denn hängt es ja davon ab wie viel sich die Stadt Hamburg auch leisten möchte oder nicht.
00:23:49: Ja
00:23:49: wenn Du willst ja wieviel sie sich Stadt Hamburg leisten wird.
00:23:51: jetzt geht's natürlich nicht weil das ja alles Rechtsansprüche sind.
00:23:54: Gehts Natürlich Jetzt Nicht Dass.
00:23:55: Sie Sagt irgendwie Für Martin Und Bärbel.
00:23:57: Machen wir Das Für Martin Bärbel und Robert.
00:23:59: Wird Es Ja So Ein bisschen teuer kriegt das Robert erst mal nicht.
00:24:02: Also so funktioniert das ja nicht, es ist ein ganz klares Gesetz, das ist ein klarer gesetzes Anspruch und wer?
00:24:07: Roman hat das vorhin schon angesprochen ausgehebelt wird sowas seitens der Kostenträger halt oft mit sehr langen verzögerten Bearbeitungszeiten.
00:24:15: also wir beschrechen teilweise von Bescheiden die einen Jahr nach Antragsstellung eher positiv bescheidet werden obwohl alle Unterlagen da sind, obwohl der Anspruch da ist und das ist eine Sache die leistet sich in dem Moment die Stadt Hamburg.
00:24:30: aber die Frage zu welchem Preis, nämlich einfach absolut Menschen unbedingt preis und vor allen Dingen ein Preis der natürlich auch die Träger in Gefahr bringt.
00:24:37: Ja das ist ja immer so dass es viel von menschenabhängig ist.
00:24:40: also wenn gesetzliche Betreuer eine gesetzige Betreurerin hast die sehr engagiert ist Eltern Angehöriger sind die sich sehr für ihren Sohn ihre Tochter einsetzen und da permanent hinterher sind.
00:24:50: Es ist was anderes als wenn jemand der allein alleine in einer Wohnung wohnt oder einen gesetzlichen Betreur hat der sich nicht kümmert.
00:24:57: dann passiert doch nichts wie du das hast.
00:25:00: Also bist du im Jahr dauernd, bis dann eine Bewilligung kommt?
00:25:03: Wir haben die Radsuchenden regelmäßig am Tisch, die halt eben das alleine machen müssen aus irgendeinem Grund und die sagen ich warte jetzt schon seit einem Jahr Und man denkt so, ja du brauchst aber auch schon seit dem Jahr was.
00:25:13: Ich frag mich da mal mal wie hast Du das diese zwölf Monate durchgehalten?
00:25:17: Da kommt ein Pflegedienst einmal am Tag und ansonsten bin ich alleine in der Wohnung weil ich warte.
00:25:21: Ich muss da gerade an Julia denken die zum Beispiel angemerkt hat es auch wieder bei den Schulbegleitern.
00:25:26: Das ist ja auch eine Assistenz in dem Fall.
00:25:28: also kann man doch sagen dass auch gekürzt werden soll oder viel mehr Ja und der Senat aber davon spricht dass es hier eigentlich ne Verbesserung ist.
00:25:36: Es kommt mir immer sofort wir beim Einkaufen Beispiel Shampoo, denn steht darauf neu Rezeptur.
00:25:41: Es sind einfach nur mal hundert Gramm weniger drin.
00:25:43: Da steht dann doch unter dem Strich eine finanzielle Verschlechterung im Raum oder nicht?
00:25:47: Eindeutig!
00:25:49: Wir müssen wirklich sehen die Kassen sind leer.
00:25:51: Das ist einfach so.
00:25:52: auch die Kasten von Hamburgs sind leer und natürlich muss an allen Ecken gespart werden.
00:25:56: aber ich glaube der Aufschlag gegen den Punkt, den man ja dieser Stelle nochmal erwähnen muss Behinderungen beziehungsweise einfach eine Fürsorge für welchen Menschen noch immer.
00:26:04: also ich rede auch von alten Menschen.
00:26:05: es darf kein Kostenfaktor sein weil nämlich tatsächlich eigentlich so den Schlüssel schon ins Schlüsseloch für die Tür, die uns in ganz dunkle Zahlen zurückführen wird.
00:26:14: Weil dann reden wir wirklich von Leben was wir ermöglichen möchten und leben was wir nicht mehr ermöglichern möchten.
00:26:19: Und wenn du sagst zur Schulbegleitung das sind auch Sachen die mich persönlich wirklich wütend machen manchmal aber auch traurig machen weil wir reden ja tatsächlich dann von Schülern und Kindern die einfach ihrer schulpflichtlich nachkommen können, weil die Schule mit ihnen überfordert
00:26:36: ist Teilhabe dann auch für Zukunftschancen macht, für Gleichberechtigung macht.
00:26:41: Was für Toleranzrespekt und Sozialverhalten angeht.
00:26:44: Da geht ja einiges verloren wenn man dann diese bariert.
00:26:46: Gut wollen wir uns nicht drin verlieren?
00:26:48: Wir haben
00:26:49: vielleicht noch mal.
00:26:50: also ich glaube jeder der das jetzt hier hört und Mama oder Papa ist ob jetzt mit behinderten Kind oder Nicht sollte sich wirklich einfach Mal zwei Minuten bei einer Tastethe Gedanken machen was bedeutet dass will mein kind Jetzt Zuhause bleibt und nicht in die Schule gehen.
00:27:02: was bedeutet Das Für mich?
00:27:03: Ich Kann Auch Nicht zur Arbeit Gehen.
00:27:04: alle Freunde meines Kindes Die sind in der Der sitzt alleine zu Hause, oder sie?
00:27:08: Muss ja auch betreut werden.
00:27:10: Das geht ja nicht nur um die Betreuung!
00:27:13: Jeder der einigermaßen irgendwie in seiner Elternschaft lebt, da weiß ganz genau was das mit dem Kind ausmacht wenn er keine Freunde hat.
00:27:19: Das ist das Schlimmste was man im Kind anfühlen kann eben dieses Kind zu separieren weil wir machen das jetzt mal anders.
00:27:24: und nochmal zur Schulbegleitung Die Idee ist hier auch sowas ganz viel mit FSJ-Kräften abzudecken also FSJ für junge Menschen die gerade aus der Schule sind.
00:27:33: Freiwillige
00:27:34: soziale Ja.
00:27:35: Wenn sie siebzehn, vielleicht sind sie achtzehn.
00:27:37: Vielleicht auch eure sechzehn und die setzt man jetzt in eine Schule und sagt du bist für die fünf Kinder verantwortlich?
00:27:42: Dann haste ein Kind mit hohem Pflegebedarf Du hast das nächste Kind mit neurodivergentem Verhalten Das nächste Kind ist einfach nur der gute alte Zappel Philippen Mit seinem ADHS oder wie auch immer.
00:27:51: Und das letzte kind ist einfach emotional so belastet dass es einfach regelmäßig Zuspruch braucht.
00:27:55: Da setzt du jetzt jemanden hin Der gerade frisch aus der Schule ist und sagt mach mal Genau und einer ist noch epileptiker dabei mit Scheren auffüllen Genau da kommt noch einer als Epileplier.
00:28:03: Du bist jetzt für die vier Veranstalten.
00:28:05: das ist, kannst du ja Bescheid sagen.
00:28:06: Da ist dann aber niemand!
00:28:07: Ich möchte da keinen FSJ mehr in der Schule machen irgendwann.
00:28:10: Dazu kommen wir auch später noch... Auf
00:28:11: Verzeihung.
00:28:11: Nee,
00:28:12: das Ganze ist gut ich wollte nur noch jemand anders zu Wort kommen lassen.
00:28:17: Ich habe ja schon vorher erzählt dass André Rabe auch noch in dieser Folge sein wird.
00:28:22: Den hab' ich beim BSV-Besuch dem blinden und sehbehinderten Fein an der Hamburger Straße.
00:28:27: Da war ich zu Gast um mein Gast André rabe zutreffen.
00:28:30: Und bevor wir da weitermachen,
00:28:32: hören wir da erst mal
00:28:32: an Moin André, wie schön dass du spontan ja gesagt hast und das du bei dieser Folge mit dabei bist.
00:28:46: Erzähle uns doch bitte erst mal kurz etwas zu deiner Person!
00:28:50: Ja,
00:29:01: doch ein bisschen Inklusion war schon dabei.
00:29:04: Der Kindergarten war nämlich sehr inklusiv und war auch nicht so ganz einfach vor Ort zu finden der ein blindes Kind nehmen wollte.
00:29:12: Sonst hätte ich dann gleich mit dem Schulkindergarten am Bildungszentrum für Blind- und Sehbähne hatte.
00:29:20: Heißt das heute?
00:29:20: Früher blinden und sehbänen im Schule am Borgweg aber da bin ich dann endgültig in der Vorschule eingeschult worden.
00:29:28: der höheren Handschule habe ich die dann.
00:29:30: ... habe eine Ausbildung zum Teilbundensverbandskaufmann gemacht.
00:29:36: Ich hab zwei Jahre auch bei einer Hilfsmittelfirma in dem Bereich gearbeitet, ... ... hauptsächlich allerdings im Support.
00:29:43: und ja also ... ... mit den Unterstützern der Kunden gar nicht programmieren.
00:29:48: War auch nie ganz so mein Ding!
00:29:49: Und seit ... ... aber die ich ehemals bei den Hamburger Gas werken, heute Hamburg Energienetze... ... und bin da als klassischer Telefonist angefangen ... ... und spielte jetzt mehr ... So den lebenden Spam Filter, weil das ja mit dem Anrufen bei den Firmen eher weniger geworden ist.
00:30:09: Das meiste läuft entweder über digitale Kanäle oder eben über die Service Center.
00:30:14: und schon seit Ich bin hier Mitglied im blinden und selbenernten Verein Hamburg.
00:30:20: Und seit, ich weiß gar nicht wie viele Jahren in verschiedenen Bereichen ehrenamtlich tätig gewesen ganz zu Anfang mal beim Aufbau einer Jugendgruppe anfang der neunziger Jahre und dann seit Ewigkeiten schon in der Arbeitsgruppe, naja Arbeitskreis Umwelten verkehrt er sich mit den Barrieren da draußen befasst also einmal Wie geht man damit um?
00:30:42: Denn eine ganz barrierefreie Welt wird es wahrscheinlich in tausend Jahren nicht geben, aber zumindest ist das beschrieben sie immer besser zu machen.
00:30:50: Das kann man ja schon.
00:30:52: Das ist ja auch ein Prozess der wahrscheinlich auch nie endet.
00:30:56: Ja, du hast hier sogar noch ein zweites ehrenamtliches Amt hier.
00:30:59: Du bist auch zweiter Vorsitzender hier?
00:31:00: Genau!
00:31:01: Das ist mittlerweile schon seit knapp sechs Jahren, also seit einem Monat vor dem Beginn der Corona-Zeit die unglücklichste Zeit, die man sich heute wohl aussuchen kann.
00:31:12: aber nun ja das Leben ist halt so wie sie ist und da bin ich immer noch aktiv und natürlich ist als Zweiter Vorsitzer die barrierefreiheit gemein Hauptthema hauptsächlich die Füße aber mittlerweile auch immer mehr die digitale und kommunikative und andere Bereiche.
00:31:32: Ihr habt hier einen wirklich... unfassbar großes Angebot.
00:31:36: Das ist von der Schachgruppe über Beratungsgruppen, Freizeitangebote, Kurse von Yoga über Tango-Tanzen, Buchklub.
00:31:45: Erzähl uns mal ein bisschen vom Verein!
00:31:47: Ja also der Verein ist ein klassischer Selbsthilfeverein.
00:31:57: Unser Geschäftssteller nennt sich Louis Breilcenter benannt nach dem Erfinder unserer wichtigsten Schrift, nämlich der blinden Schrift.
00:32:05: Ja ich glaube wir waren auch ganz lange wirklich nur ehrenamtlich unterwegs.
00:32:10: Ich bin mir nicht ganz sicher wann wir angefangen haben uns auch so ein bisschen zu professionalisieren weil zum Teil die ja so der Nachwuchs Dinge zu übernehmen anfingen immer schwieriger zu werden und bestimmte Dinge ging irgendwann auch nicht nur durch ehrenamtliche Leute oder selbst Betroffene ledigen zu lassen, weil die Zeit ja nun nicht unbegrenzt war.
00:32:35: verfügbar ist.
00:32:36: Es ist ja nicht so wie viele Sehende da draußen glauben, dass welche der Menschen irgendwie den ganzen Tag eigentlich nur Selbsthilfe oder ehrenamtlich unterwegs sein können, weil sie nichts Besseres zu tun haben.
00:32:48: Nein, Sie haben zum Teil hoffentlich oder glücklicherweise ein Berufsleben und eben auch Familie und ganz normalen Alltag.
00:32:56: Genau, wie jeder andere auch!
00:32:59: Wir sind ja eigentlich ganz normale Menschen, wir alle samt egal ob das sichtbare oder unsichtbare Behinderung oder Einschränkungen sind.
00:33:07: Oder Dinge die unser Leben halt schwer machen.
00:33:11: Genau also die sind ja zusätzlich da aber sie sind ja kein Merkmal genauso wie... Ja, jemand nicht durch so eine Sommersprossen charakterisiert wird.
00:33:21: Wie hat er da einfach
00:33:22: gesagt?
00:33:22: Ich fand das als ich bei euch auf die Seite geguckt habe.
00:33:25: ein Beispiel wäre dass bei euch im Reiter kann man die Darstellung natürlich von Schriftgröße und Farbe ändern Man kann eine leichte Sprache wechseln oder sich sogar in Gebärdensprache informieren Und ich hab darauf geklickt und dann war zum Beispiel der Hintergrund schwarz und die Schrift in knallgelb.
00:33:44: Ich finde immer oder mir geht es so.
00:33:45: wenn ich sowas dann sehe fällt mir überhaupt erst auf, wie wenig das sonst da ist.
00:33:51: Weißt du was ich mein?
00:33:53: Ja, wobei es eigentlich immer noch besser ist wenn die Webseiten selber von sich aus erst mal möglichst barrierefrei sind ohne irgendwelche Tools diese anbieten.
00:34:02: Der Nutzen in der Regel sowieso... Wenn er eine größere Schrift braucht dann vergrößert er sie oder er hat seine Vergrößerung.
00:34:10: das wird ja teilweise durch diese Layouts gemacht und die Versprechungsfahrene bei ihrer Freiheit sind's aber oft nicht.
00:34:17: also bei uns ist es zum glück glaube schon anders Hintergrund eigentlich eben die Webseiten immer noch nicht barrierefrei.
00:34:24: Und diese Tools helfen dann eben halt auch nur den Seebehinderten oder Blinden und den anderen, die da so ihre Probleme mit haben, eben nicht.
00:34:33: Und ich glaube auch das Thema leichte Sprache ist bei uns mit Sicherheit Bestimmt ausbaufähig.
00:34:38: Ich hab das selber allerdings auch noch nicht geprüft, muss ich ehrlich gestehen.
00:34:42: Wobei ich auch nicht so die echte Perspektive hätte zu sagen ist sie gut gemacht oder eben?
00:34:47: naja...
00:34:48: Ja!
00:34:48: Ich habe einen super Punkt bei euch gefunden Bei Anrufkultur.
00:34:53: Großartig!
00:34:54: Ich war sofort neugierig, erzähl mal bitte was das ist?
00:34:57: Das ist ein Kind der Corona-Zeit, also ohne Corona hätte es das wahrscheinlich nie gegeben.
00:35:02: Denn da fingen ja alle Welt an die vorher sozusagen Offline-Angebote hatten.
00:35:07: Also ganzen Museen, Theaters oder Theater oder so boten dann mit einmal alles möglich hier online an.
00:35:14: und ich will mal sagen, ich denke nur noch neunzig Prozent von dem was zu Angeboten war für uns zum Teil noch wenig.
00:35:21: nutzbar als das, was so schon angeboten wurde.
00:35:24: Und ja dann hat man sich halt gefragt, was machen wir eigentlich?
00:35:28: Das Einfachste wäre doch irgendwie die Leute könnten via Telefonen zugreifen weil eben nicht alle Welt im Internet unterwegs ist oder selbst dies vielleicht wollen würden sich zum Teil gar nicht leisten können mit einem Smartphone oder einen tollen Computer oder so was sich auszustatten und auch die Fähigkeiten nicht gegeben sind durch hochkomplexe Webseiten, sich zu kämpfen.
00:35:52: Geschweige denn wenn man auf leichte Sprache eingewiesen ist und erstmal das Angebot mühsam aus diesen riesigen Linksalat rauspiegelt muss, dann hat man wahrscheinlich bevor man das Angebot gefunden schon entnervt aufgegeben weil man einfach gar nicht klar kommt.
00:36:08: Ich habe gesehen bundesweit bieten inzwischen über siebzig Häuser und Geiz telefonische Führung an.
00:36:14: Genau, angefangen haben wir in Hamburg also mit Hamburger Museen mit denen wir auch vorher schon in Kontakt gewesen sind weil es vorher schon zum Tag der Seebehinderten am sechsten Juni eine Kooperation gab Museum barrierefreier zu machen und mit denen haben wir dann eben so Telefonangebote gemacht.
00:36:34: Da haben also Leute, die normalerweise die Menschen vor Ort denn durch Ausstellungen führen das ganze am Telefon gemacht werden aber auch von uns geschult weil das ja schon ein bisschen anders ist.
00:36:46: wenn ich die Sachen wirklich nur verbal weitergeben kann weil ich gar nicht den visuellen Kanal habe, wenn ich vor Ort bin kann ich ja immer noch mit Gießen und dergleichen arbeiten oder die Leute sehen ja was da ist.
00:36:59: Das fällt ja am Telefon komplett weg.
00:37:01: Ja das hat sich dann irgendwie so sukzessive weiterentwickelt aber leider ist es ja so wie in einer gesamten behinderten Welt oder der Welt der behinderten Menschen und auch vieler sozialer oder anderer sozialer Projekte die irgendwie mit Geldern gefördert werden.
00:37:20: oder Geldgeber dann ihre Projekte auslaufen lassen, kannst du nicht unbegrenzt verlängern.
00:37:25: Oder nur zu bestimmten Bedingungen und ja so viel dann oder fällt demnächst Aktion Mensch weg.
00:37:31: Und bei denen weiß man in absehbarer Zeit auch nicht wie sie sich genau aufstellen werden.
00:37:37: Was bedeutet das Feld Weg?
00:37:40: Das Projekt läuft aus.
00:37:41: wir müssten theoretisch neu beantragen aber für Aktion Menschen die damit zu tun haben wissen dass es einen ziemlichen Vorlauf braucht, bevor man überhaupt irgendwelche Zusagen kriegt.
00:37:51: und man kann Projekte halt nicht bis zur Ewigkeit immer wieder verlängern.
00:37:55: Zumindest nicht ohne sich Klimzüge auszudenken.
00:37:58: wie kann man das noch weiter begründen?
00:37:59: Dass es immer noch andere Aspekte gibt die man fördern müsste oder wie auch immer.
00:38:04: Und jetzt sind wir seit ich glaube über ein Jahr dabei Geldgeber zu finden Die helfen das tolle Programmprojekt was alle toll finden mit dem man drüber spricht am Leben zu erhalten.
00:38:18: Das heißt, ich war gerade so begeistert.
00:38:19: Weil es gibt Stadtführung, Kirchenführung Theater Literaturhäuser.
00:38:23: Es gibt wirklich ein breites Angebot und das ist eigentlich gar nicht so dass jetzt auf festen Füßen steht sondern sein kann, dass da auch wieder was dann gestrichen wird aufgrund der finanziellen Drucksituation?
00:38:34: Ja oder das ist komplett wegfällt.
00:38:35: Oh okay!
00:38:36: Das wäre
00:38:36: der Supergau und man kann schon sagen auch wenn das ursprünglich für blinde und seelene Menschen gedacht ist hat sich das ganz schnell gezeigt, dass das eher der kleinere Teil ist.
00:38:47: Es gibt ja ganz viele Gruppen, für die ein Lokalbesuch schwierig oder unmöglich ist.
00:38:54: Sei es dass sie aus psychischen Gründen mit vielen Menschen gar nicht klar kommen oder das einfach zu aufwendig ist hinzukommen wegen mobiler Einschränkungen Nicht so einfach möglich ist.
00:39:05: oder ich bin in einem Alter wo ich halt auch nicht mehr mich raus trau.
00:39:09: und Ja und das ist eben ja für alle.
00:39:12: Wo du das sagst wir hatten das in einer Folge da hatten wir wirklich als positiv Beispiel Spiele, dass die ganzen Bahnhöfe mit Fahrstühlen barrierefrei gemacht wurden oder die meisten.
00:39:21: Da freut sich genauso auch die Mutter mit ihrem Kinderwagen oder wenn jemand einen Fahrrad hat.
00:39:25: also das ist ja ein Gewinn für die gesamte Gesellschaft
00:39:28: unser Reden.
00:39:29: Das ist jetzt ein weiteres Beispiel dafür, dass letztendlich alle davon profitieren.
00:39:34: Ja da kommen wir nämlich zu einem Punkt, da wollte ich dich eh noch fragen.
00:39:39: Wir haben ja im Prinzip ein thematischen Dreiklang in dieser Folge.
00:39:42: zum einen wollen wir Einblicke ins Thema Inklusion und Beitrag zu Sichtbarkeit geben, aber auch ein Stück weit einen Realitätsabgleich und vielleicht auch wo noch Hürden sind.
00:39:53: Und wo Bereiche sind, wo noch ganz viel Luft nach oben ist?
00:39:57: Und mich interessiert selbstverständlich mal deine Einschätzung wie du die Lage beurteilst und vielleicht hast du ein zwei Alltagssituationen oder Beispiele, wo sich ein Mensch der davon nicht betroffen ist gar keine Gedanken darüber gemacht hat was das eigentlich bedeutet wenn nur so ein zwei kleine Stellschrauben funktionieren.
00:40:15: Also ich habe zum Beispiel vorher noch nie von einer Farberkennung App gehört, das ist denke ich was.
00:40:21: wurde auch das Smartphone Sachen jetzt erleichtert?
00:40:23: oder wo es Hilfen gibt die vor der Smartphone-Era denn vielleicht eher schwierig war.
00:40:28: Erzähl uns mal ein bisschen.
00:40:29: Wobei das Thema Farberkennung für mich persönlich gar nicht so spannend ist weil eigentlich ich konnte zwar auch als Kind noch mehr sehen als heute, aber mit Farben habe ich nie was zu tun gehabt.
00:40:42: Also konnte ich nie auseinanderhalten.
00:40:44: nur auf Helligkeitsunterschiede oder ob etwas heller oder dunkler an Farben ist war halt ob das jetzt ein rot- oder dunkles blau ist hab' ich keine Ahnung von und diese Farbbegriffe für mich eigentlich eher lose Worte sind die natürlich Begriffen hinterlegt sind wie grünes Gras und so, aber Gras sieht ja nicht wie alles andere was auch grün sein könnte irgendwie ähnlich aus.
00:41:10: Das ist sehr verschieden und wenn es dann noch um diese ganzen Kunstbezeichnungen gibt die gerne in der Bodewelt verwendet wird habe ich gar keine Idee mehr mit.
00:41:22: Natürlich benutze ich die Begriffe beim Klamotten kaufen schon.
00:41:26: Ja, du willst auch wissen was du anhast?
00:41:28: Naja eigentlich ist es mir persönlich scheiß egal ob ich lila oder pink oder so trage.
00:41:33: ja man ist ja so ein bisschen gerade so die essen zweimal zwanzig jahrelang ja eher ein bisschen konditioniert worden möglichst wenig als beinahe der mensch aufzufallen.
00:41:43: warum auch immer?
00:41:44: vor allem weil einem ja dann eher gesagt wird naja du trägst das halt so weil du es nicht siehst.
00:41:49: das ist so ein satz den ich auch im Bekannten verwandt kreist immer mal wieder höflich.
00:41:54: Man denkt so, was bildet ihr euch eigentlich ein?
00:41:56: Das einfach wegzudiskutieren.
00:41:58: Vielleicht will ich das auch einfach so oder mir kann es ja trotzdem egal sein und vielleicht wäre's mir auch egal wenn ich gucken könnte.
00:42:04: Ja vor allem Ich finde dass ist ein gutes Beispiel weil wenn jetzt eine sehende Person die in der Regel ja möglicherweise auch Farben so abstimmt oder sich etwas überlegt und das von Jetzt auf gleich nicht mehr könnte dann macht man sich So im Alltag keine Gedanken drüber Dass man selbst so einen Helferlauen bräuchte Wenn man unter Umständen da denn mehr Wert auflegt
00:42:23: oder so?
00:42:24: Genau, weil diese Helfer gibt es halt.
00:42:26: Ich persönlich nutze ihr halt nicht!
00:42:29: Was ist das denn für ein anderes Beispiel?
00:42:30: Aber jetzt hier gerade auch, was ja auch für Bambeek Süd oder eigentlich jeden Stadtteil gilt sind zwei Punkte.
00:42:38: Also wir haben ja hier einmal den Schienersatzverkehr durch den Ausfall der U-III über mehrere Haltestellen und das bedeutet für uns und für viele auch kognitiv eingeschränkte oder Leute die vielleicht die Ausschildung nicht lesen können einen enormen Aufwand herauszufinden.
00:42:57: wo befindet sich denn bitte schön die Ersatzhalte stellen.
00:43:01: Und selbst wenn man von der Hochbahn frontlicherweise ausführliche Beschreibungen bekommt, dann kriegt man sowas zu hören wie ja das ist Hamburger Straße an der Nachtbushalte Stelle in Richtung Bahnberg erkennt um Himmelsfällen jetzt ganz spontan aus dem Kopf die Nachten.
00:43:21: Ich kenne sie persönlich, weil sie gleichzeitig ein Moja-Haltepunkt ist.
00:43:25: Und ich weiß dass die ganz
00:43:26: gut
00:43:27: zu finden ist.
00:43:28: aber auf der Gegenrichtung wie immer man auch darüber kommt als Rollstuhlfahrer wahrscheinlich nur über eine schreckliche Kreuzung, glaube ich auch für Sehne schon nicht angenehm ist.
00:43:39: Das Fußgänger kann man vielleicht die Brücke benutzen, der anderen Seite kommt man dann irgendwie mit Treppen oder Rolltreppen vielleicht runter muss denn aber auch erst mal rausfinden welchen da Abgänge und wo findet man da auf der Gegenseite denn diese Haltestelle?
00:43:53: Ja da kommen wir nämlich zum Punkt.
00:43:55: ein Kompetenzbereich von dir ist ja zb das Thema Verkehr oder in Auseinandersetzungen jetzt auch mit dem Thema, viel kann man nur lesen.
00:44:06: Wenn ich mir vorstelle, ich müsste jetzt an großen Bahnhof wie beispielsweise Berlinator oder von Hauptbahnhof oder so ganz zu schweigen, müsste da ein Weg finden zum Anschlussbahnen
00:44:18: z.B.,
00:44:19: also ich kann mir vorstellen das ist auch etwas, da es noch viel Luft nach oben.
00:44:27: Und es gibt eine Menge Leute, die nichts mit der Beschriftung anfangen können.
00:44:31: Das sind Touristen, die die deutsche Sprache gar nicht können Menschen mit Immigrationshintergrund aus den verschiedenen Gründen oder nicht so leicht lesbar das finden Menschen, die vielleicht eine negative Einschränkung haben Sei es, dass sie analphabeten sind oder aus anderen Gründen mit Schrift halt einfach nichts anfangen können.
00:44:51: Da muss man da nicht einfach nur blind sein oder sehbehindert.
00:44:54: Oder der Mensch, der dummerweise was sich seine Brille zu Hause vergessen hat, die auf dem Weg kaputt gegangen ist oder was auch immer... Es geht damit mal ganz schnell!
00:45:03: Also Informationsmöglichkeiten, Orientierungsmöglichkeit und so kann man das ja runterbrechen?
00:45:08: Genau
00:45:09: und Ansagen in Hamburg an Bussen Null.
00:45:14: Also wenn ich da irgendwann eine Busseite stelle, wenn ich sie in den gefunden habe.
00:45:16: Ja!
00:45:17: Welcher Bus ist denn das jetzt eigentlich?
00:45:19: Wo fährten dahin und wann kommen Sie?
00:45:21: Das ist für uns, wenn man nicht zufälligerweise die richtige App hat oder überhaupt ein Smartphone hat unzugänglich.
00:45:28: Und bei der U-Bahn ist es einen Tick besser.
00:45:31: Da kriegt man zumindest zuverlässige Weise in der Bahn gesagt was die nächste Haltestelle ist aber welche.
00:45:37: wo die U-bahn genau hin fährt bzw.
00:45:40: wo sie endet weiß ich im Zweifel erst wenn ich kurz vorher gesagt kriege.
00:45:43: Die endet halt leider hier, oh schade!
00:45:45: Also ich weiß Berlin Natur da wechselt ja die U-Zwei und das Gleis und wenn man in Eile ist rutscht man schnell gegen überliegende Seite in die andere Bahn rein und ich habe dann auch selbst als sie in der häufiger gemerkt dass ich in der falschen Bahn bin weil ich nicht anständig auf die Anzeigetafel geguckt habe.
00:46:03: Da kann ich mir sehr gut vorstellen, was das bedeutet wenn du darauf angewiesen bist, das irgendwie anderweitig zu erfahren?
00:46:10: Genau.
00:46:10: oder wenn das einer von diesen Zügen ist, die eben weder in der Einrichtung noch in den anderen sozusagen an die üblichen Enthaltestellte hält sondern irgendwo zwischen drin an einem schlommen Burgstraße oder Wassergeier wo... Du denkst so oh schön komisch dass sie so leer ist und später weißt du eventuell warum weil viele gesehen haben, oh die fährt ja gar nicht bis dahin wo ich will und bleiben dann draußen um ein bisschen einmal den Einstieg suchen und sich einen neuen Platz ansteuern.
00:46:39: Ich muss das im Zweifel zwei oder mehrfach machen.
00:46:41: Ich
00:46:42: hatte dir das ja auch gesagt, dass mir das ganz wichtig ist.
00:46:45: Vielleicht ein bisschen für mehr Sichtbarkeit zu sorgen und da muss ich mir auch eindeutig an die eigene Nase fassen.
00:47:11: man sich am besten dahinter, damit man nicht so dicht an der Bahnsteinkante steht.
00:47:15: Dahinter wäre noch
00:47:16: gut!
00:47:17: Die Leitstreifen sind dazu da dass wenn jemand mit Stock den Weg sucht durch das akustische Signal zu Bahnen gehen kann.
00:47:25: und da dachte ich auch was ist?
00:47:26: Bitte von mir auch für ein naiver Blick auf die Situation.
00:47:30: Und noch eins, selbst Sehende nerven die E-Scooter, die gedankenlos irgendwo hinstellen wenn du als Nichtsehender jetzt auch noch theoretisch an jeder Ecke über einen E-Scouter fallen kannst.
00:47:41: also da ist diese Gedankenlosigkeit ja auch noch ein doppeltes Ärgernis.
00:47:45: und dann stelle man sich bitte mal die Mutter mit dem Kinderwagen vor oder den Rollator fahrenden oder den Metrolstuhl der hat gar keine Chance dran vorbeizukommen.
00:47:55: Er sucht irgendwo durch Umwege, über die Straße oder keine Ahnung.
00:47:59: Der kann ja nicht einfach mal raushüpfen und das Ding aus dem Weg räumen.
00:48:02: Das kann ich in der Regel noch und tut es auch.
00:48:06: Habe ich gerade auf den Weg hierher schon wieder gemacht.
00:48:08: Da waren nämlich diese schöne Situationen.
00:48:10: Man steigt aus dem Moe aus.
00:48:11: Der hat zumindest schonmal gesagt so grade Ausdeht einen E-Roller.
00:48:15: Der ist so, ah schön!
00:48:16: Da stand so direkt schön mit einem Heck mitten im Weg rein.
00:48:20: Und wenn ich mir vorstelle... Man hat's ab, wo das dann keine Überleuchtung mehr gibt oder nur punktuell.
00:48:26: Dann hab' glaub ich nicht nur ich ein Problem damit!
00:48:28: Ich kann mir auch vorstellen...
00:48:30: Jetzt steht er da nicht mehr im Weg.
00:48:31: Nein aber noch ein anderer Punkt.
00:48:32: Ich kann mich auch vorstellen, ich weiß nicht wie das ist Wir haben von über Kosten gesprochen.
00:48:37: Auch was, wo ich mir überhaupt gar keine Gedanken drüber gemacht habe Das war am Beispiel der Herderringe Das als Sehender Christus wahrscheinlich eh auch irgendwo günstiger.
00:48:47: Aber sagen wir mal so Da kostet vielleicht wenn ich mir das neu kauf vierzig Euro.
00:48:51: Wenn ich das in Breitschrift oder Punktschrift haben möchte, dann zahle ich hundertvierzig Euro.
00:48:55: Wenn du das überhaupt kriegst?
00:48:56: Also Herdringe könnte sogar noch sein, aber ja... Das ist
00:48:59: jetzt auch nur ein Beispiel!
00:49:00: Ich kann mir vorstellen, dass zieht sich durch.
00:49:02: oder wo du gesagt hast, Moja vielleicht nimmt man die eine oder andere Fahrt auch öfter im Kauf aus Gründen.
00:49:08: es gibt ja wahrscheinlich viele Bereiche wo extra Kosten anfallen.
00:49:13: Nein bei Moja kann man mal von etwas sprechen, das durchaus Vorteile bietet also die Erfindung von Moja.
00:49:21: Zwei-Ninzen, dachte ich auch zur Essung.
00:49:23: ist das überhaupt variärefrei nutzbar?
00:49:25: Die erste Einschränkung also etwas Gutes hat natürlich immer Wermutstropfen.
00:49:29: fingen damit an dass Moja und viele andere ähnliche tolle Angebote nur von Menschen nutzba sind die irgendwie in der Lage sind mit einem Smartphone umzugehen.
00:49:38: alle anderen die aus welchen Gründen noch immer das nicht können oder wollen sind halt außen vor weil man sie nicht telefonisch beschenken kann obwohl das sicherlich machbar wäre das da eins zu bauen, aber okay.
00:49:50: Aber Moja ist dann irgendwann immer mehr in den ÖPNV und HVV integriert worden und das bedeutet für viele behinderte Menschen die eine Wertmarke also sei es dass sie sich bezahlen müssen oder eben frei bekommen mit Moja standardmäßig kostenlos fahren können, müssen.
00:50:13: Allerdings es gibt nämlich da so ein Modus wo man einen Expressmodus buchen kann der die beiden Vorteile integriert dass man zum einen als blinder Mensch vorweg sehen kann also angesagt bekommt wo mein meine Haltestelle ist wie sie genau heißt.
00:50:30: ich kann mir überlegen kenne ich mich eventuell aus oder brauche vielleicht mehr Zeit um meinen Endziel zu erreichen?
00:50:37: denn Moja fährt ja nicht von wie beim Taxi von meiner Adresse zur Zieladresse, sondern hat virtuelle Haltestellen.
00:50:44: und diese Halteställen kann man halt durch nichts auch als SENA eben nicht erkennen.
00:50:49: Die sieht man nur in der App!
00:50:51: oder auch nicht.
00:50:52: Also das funktioniert schon, in dem Fall haben wir jetzt ausnahmsweise man eigentlich sogar weniger Kosten als der normalsterbliche.
00:50:59: aber alles andere natürlich wenn ich irgendwie Taxifahrten brauche oder so... Das ist natürlich mehr wert.
00:51:05: also da muss sich um einiges mehr bezahlen.
00:51:08: Denn wäre das jetzt ja ein Positivbeispiel?
00:51:11: Ja
00:51:11: kann man sagen
00:51:13: Wo denkst du es noch besonders viel Luft nach oben oder zu wenig Bewegung im Thema?
00:51:19: Bereich e-Scooter, die verfolgen uns ja seit... ...zweitausend neunzehn.
00:51:23: Das muss man sich mehr auf der Zunge zergehen lassen.
00:51:26: Also über sieben Jahre haben wir dieses Problem und gerade Hamburg ist da ja sehr hanseatisch stur und denkt immer, joa, wir müssen ja freie Wirtschaft, alle dürfen wie sie wollen und wir machen bloß keine Einschränkungen.
00:51:40: und eigentlich nee es ist alles gut.
00:51:43: jetzt hat man angefangen mehr virtuelle Haltestellen oder Haltepunkte auszuweisen, die man auf der Straße natürlich auch nicht erkennen kann.
00:51:52: Wo man die E-Roller abstellen darf?
00:51:55: Das ist halt immer so.
00:51:55: die Frage wer sucht eigentlich diese Punkte aus?
00:51:59: und gerade in der Nähe von U-Bahnen oder überhaupt Halteställen?
00:52:03: ja teilweise liegen sie mitten auf dem Fußweg wo Sie eigentlich gar nichts zu suchen haben.
00:52:08: also zwingt man den Rott E-roller nutzenden mit seinem E Roller vom da hinzufahren, weil ich ... Kann schon verstehen, dass sich deswegen nicht runterspringen und den Rest schieb.
00:52:19: Ja wie gesagt das nervt ja auch Sehende!
00:52:21: Und dann sind die Dinger schwer.
00:52:23: also die kann ja auch nicht jeder einfach beiseite schieben und sobald du die anhebst fangen sie an zu piepen.
00:52:28: Nur das macht nix.
00:52:28: Das Thema hat wir schon... Ich vermute auch mal da wird sich zeitnah was tun.
00:52:34: ich habe entdeckt Wir haben eine gemeinsame Leidenschaft.
00:52:37: Also ich weiß Du liest gerne Aber Du hörst auch gerne Hörspiele- und Hörbücher für meinen Lieben gerne.
00:52:45: Du bist ja auch noch, oder wir beide sind Generationen-Kasettenkind?
00:52:50: Wir sind da mit Europa, Maritim und Zebra.
00:52:54: Und wie sie alle heißen, ja auch groß geworden.
00:52:56: Der kennt sogar das Zebra!
00:52:57: Selbstverständlich!
00:52:59: Sagt so so... Wir gehen da glaube ich jetzt nicht ins Detail.
00:53:03: Kommen wir wieder zurück.
00:53:04: zum Abschluss stelle ich immer die obligatorische Frage gibt es Antworten auf Fragen, die ich dir nicht gestellt habe?
00:53:10: So ein Großen und Ganzen?
00:53:12: Neee Ich könnte mal noch kurz erwähnen.
00:53:15: du hattest vorhin das Thema Leidstreifen wenn du einige Sachen jetzt weißt, dass sie nicht so sind wie du dachtest.
00:53:23: Aber es gibt in der Tat auch Trendstreifen zwischen Rad und Fußweg.
00:53:27: das sind nämlich weißen Knoppenplatten die dargemacht werden oder eingesetzt werden wo der Radweg nur optisch getrennt ist aber ansonsten eigentlich für den Nichtversierten halt einander übergeht.
00:53:42: Und da sind dann diese Knopbenplatten.
00:53:44: eigentlich sollen es keine offiziellen Indikatoren sein, aber in Hamburg laufen einige Sachen ein bisschen anders und ich finde eigentlich die diese Lösung auch gar nicht so schlecht.
00:53:56: Auch wenn sie gegen den Diemen wäre.
00:53:59: Wir haben am Anfang als wir uns mit dem Thema auseinandergesetzt haben uns gesagt oder die Frage gestellt was wären eigentlich Träume von Inklusion?
00:54:08: Ich weiß wir leben in einer relativ utopiefreien Zeit.
00:54:12: mag sein dass sich das hoffentlich auch mal wieder ändert und dass man vielleicht sich auch mal überlegt, wo möchte man eigentlich hin?
00:54:22: Also Inklusion wäre einmal das Barrierefreiheit endlich nicht mehr als Müllstein angesehen wird.
00:54:30: Als etwas was alles Mögliche verteuert ist, was hässlich ist und was auch immer.
00:54:35: Es muss genauso selbstverständlich sein wie Brandschutz oder andere wichtige Dinge die man wenn man sie von Anfang an mit denkt eben nicht teurer sein müssen oder nicht so viel teurer sind, als man immer denkt.
00:54:50: Denn wenn man nachträglich irgendwas verbessern muss wissen wir alle einen Fahrstuhl nachtläglich anflanschen, wenn es überhaupt geht ist entweder teuer oder gar nicht möglich.
00:55:01: aber wenn man sofort mit denkt das ist kein Problem und wenn wir allesamt endlich akzeptieren dass egal was wir haben wie wir sind alle verschieden sind uns gegenseitig akzeptiere Und das am besten schon vom Kindergarten an.
00:55:17: Das geht nämlich, wenn man will.
00:55:19: Ich weiß es gibt nichts was einem vor Mobbing oder sonst irgendwas schützt.
00:55:23: Es hat ja auch nichts unbedingt mit Behinderung zu tun.
00:55:26: aber ich denke wenn man da offener wird würden viele Dinge einfach wegfallen und dann hätten wir schon eine glaube ich ganz tolle Welt.
00:55:33: Ich möchte zum Abschluss auch nochmal darauf hinweisen, man kann dem BSVH natürlich auch mit finanzieller Unterstützung helfen.
00:55:39: Man kann aber auch Zeit spenden!
00:55:42: Wenn ihr euch bei den vielen Angebotsmöglichkeiten hier im Hause ehrenamtlich einbringen wollt, hier habt ihr viele tolle Möglichkeiten.
00:55:48: Lieber André, viel lieben Dank dass du die Zeit genommen hast – alles Gute und ganz bestimmt bis zum nächsten Mal!
00:56:01: Ich finde die Idee so super bei Anrufkultur, das ist echt großartig.
00:56:06: Hat mich auch im Nachhinein noch sehr beschäftigt.
00:56:08: dass es solche Errungenschaften gibt kann man ja fast sagen Dass das da nicht fest implementiert ist und dann verschwinden kann weil auch da die Gelder fehlen.
00:56:17: Wir hatten ein Beispiel jetzt ja in seinem Fall Das man als blinder Mensch trotzdem eine Ausstellung sich anhören kann oder ähnliches, dass sowas denn weg fällt.
00:56:25: Gibt es noch andere Beispiele von euch?
00:56:28: Die jetzt Teil der Infrastruktur sind für Behinderte, die jetzt unter finanziellem Druck stehen oder auch wegfallen könnten?
00:56:34: Ja es gibt natürlich immer.
00:56:36: also so was wie bei Anrufkultur ist ja auch ein sehr altes Projekt.
00:56:39: Es gibt's ja schon sehr lange.
00:56:40: ich glaube weiß das nicht, aber das ist natürlich auch großer Beliebtheit.
00:56:44: Ich glaub schwierig wirds dann immer bei kleineren Projekten, die halt auch Sachen aufzeigen wollen.
00:56:49: Also sie einfach sich um bestimmte Klientel oder im bestimmten Personenkreis kümmern wo man aber auch als kleines Projekt darauf angewiesen Ergebnis zu präsentieren.
00:57:01: Eine Messbarkeit, ne?
00:57:02: Also du hast jetzt irgendwie die super Idee gehabt das musst du bitte aber auch so evaluieren.
00:57:07: Ihr habt Geld X. was ist jetzt dabei rum geworden?
00:57:09: Was ist dabei geworden?
00:57:10: Wir müssen Sachmittel abgerechnet werden teilweise bis zur jeden Klopapierrolle.
00:57:14: Was habt ihr denn damit gemacht?
00:57:16: und so weiter und sofort.
00:57:16: Das ist natürlich für mich als Steuerzahler finde ich das natürlich ja aber auch gut dass das gemacht wird.
00:57:21: Aber es kommt einem manchmal schon ein bisschen wie eine Willkür an.
00:57:24: Dass es jetzt irgendwie etwas was gut läuft und das machen wir weiter was nicht gut läuft.
00:57:29: Das machen wir jetzt halt nicht weiter so und das entscheiden halt Leute am Schreibtisch, am Reisbett und hat wenig mit der Lebensrealität von Menschen mit Behinderung zu tun sondern teilweise ist man auf solche Projekte einfach auch so angewiesen.
00:57:41: mir fehlt zum Beispiel in der Stadt total wirklich ein niederschwelliges Politikangebot was aufploppt.
00:57:46: also ich weiß irgendwie es gibt viele Träger die bieten sowas an als darauf.
00:57:49: ihr habt auch sowas eine Polit AG.
00:57:52: aber halt irgendwie wo man wo man wirklich vor den Wahlen halt auch mit Leuten zusammenkommen sagt Erklär dir jetzt mal, was eine SPD sagt oder macht.
00:58:00: Oder was die im Wahlprogramm haben?
00:58:02: Oder eben halt auch ne AfD.
00:58:03: Aber
00:58:04: Christoph, ganz ehrlich, dass wenn ich so sehe wie politische Entscheidungen getroffen werden ist das ein Angebot da können viele von profitieren.
00:58:13: Das ist
00:58:13: wieder
00:58:13: sein Spiel!
00:58:14: Das könnte man dann auch niederschwählich für einige andere noch anbieten.
00:58:17: So wäre ja ein schönes inklusives Projekt.
00:58:20: Dann bringen wir einfach immer alle zusammen und da profitieren
00:58:22: wieder alle vor.
00:58:24: Nein aber ich will nochmal nachtragen... gerade vor zwei, drei Tagen in den Medien.
00:58:28: Bei der Roller-Thematik hat sich was getan.
00:58:31: so sollen Betreiber in Regress genommen werden bei Unfällen oder bei Schäden und auch Fahrerinnen sollen in Haftung genommen werden wenn sie ihre Unschuld nicht beweisen können.
00:58:40: also vielleicht sorgt das auch dafür dass es vielleicht stationäre Rollerorte gibt.
00:58:44: sowas weil ich mein grad wenn du sehr eingeschränkt oder wirklich gar nichts sehen kannst ist das natürlich schon Ärgernis für sehende Menschen die nicht damit zu tun haben.
00:58:52: da tut sich dann hoffentlich etwas wenn der finanzielle Druck jetzt größer wird.
00:58:56: Ich habe
00:58:56: auch schon eine Rolle im Fahrstuhl gefunden.
00:58:58: Da hab ich mich gefreut, dass der Fahrstuel fährt aber war leider ein Roller drin, konnte ich doch nicht benutzen.
00:59:02: Ein
00:59:02: weiterer Punkt, der uns auch hier in ehrenamtlichen Arbeit beschäftigt da hat der Angeh vom Nachwuchsthema gesprochen.
00:59:10: also das auch da wenn Menschen in Rente gehen die sich vorher engagiert haben denn doch auch Lücken hinterlassen die ihnen vielleicht nicht zwingt auch gefüllt werden.
00:59:18: und wo wir dann beim Thema Rente sind?
00:59:20: Ich weiß, dass Julia nicht mehr arbeitet oder schon in Rnte ist oder nur noch Teilzeit arbeite.
00:59:25: Wie ist das bei der AG Barriere frei?
00:59:27: Wenn sie da auch rausgeht, wie ist die aufgestellt.
00:59:30: Da
00:59:30: kriegen wir ein großes Problem demnächst.
00:59:32: also weil es ja nicht nur Julia geht sondern dass es Ärgert Nissen in Diakon ergeht.
00:59:36: Das ist was du einfällt der gegangen isst.
00:59:39: Also es sind doch einige die in Rente gegangen sind und da macht sich schon bemerkbar Dass wir eine sehr kleine Gruppe geworden sind Und wir sind jetzt dabei zu überlegen ob wir das ganz neu aufstellen.
00:59:47: Bogen die AG barrierefrei für den Stadtteil Bambeck Süd Wenn der Aktion Mensch finanziert ist, also die Sachen, die wir dort veranstalten wie auch der Podcast hier.
00:59:59: Dann finanzierte es über die Aktion Menschen, sonst hätten wir gar kein Geld.
01:00:03: Aber
01:00:03: da ist ja auch das Problem und ich weiß nicht ob ihr das aus euren Bereichen kennt dass es schade ist, dass zu wenig junge Leute das schon jetzt für sich entdecken und nicht erst dann wenn sie vielleicht selber in Rente gehen oder betroffen sind, die dann auch länger daran teilnehmen können ihren Input geben können finde ich persönlich sehr schade, dass verhältnismäßig ältere Menschen sich engagieren sich so noch nicht entdeckt haben.
01:00:24: Ich habe da Verständnis für, die haben noch andere Schwerpunkte in ihrem Leben aber wäre doch eigentlich wünschenswert.
01:00:29: ich weiß nicht wie ihr das seht.
01:00:31: Also im Bau unsem Vereinsleben können wir das auch beobachten dass der Altersdurchschnitt doch eher höher ist also auch viele Leute aus der alten Aktivistenzeit noch dabei sind jetzt ein paar junge Leute nachgekommen aber das können wir tatsächlich auch beoberten.
01:00:43: Ich hab vor einiger Zeit mit zwei wirklich älteren Damen das Glück gehabt mit denen sprechen zu können.
01:00:48: die kamen massiven gesellschaftlichen ungehorsam oder zivilen Ungehorsamen irgendwie über die Bühne gebracht.
01:00:57: Und ich habe die gefragt, was glaubt ihr denn so für heutzutage?
01:01:00: Weil wir jetzt gerade auch ja hier schon ein bisschen darüber gesprochen haben dass wir an so'n bisschen Richtung Abwärtsspirale wieder bewegen und Stichwort Illusionsprojekt Inklusion usw.
01:01:11: Was glaubt Ihr kann sowas nochmal stattfinden!
01:01:14: Es ist schon so das natürlich auch gerade behinderten Menschen wenn es um die Selbstbestimmungsbewegung geht.
01:01:19: uns geht's ja verhältnismäßig wie wird in der letzten Folge ja schon irgendwie gesagt haben, eigentlich relativ gut.
01:01:25: Wir haben Rechtsansprüche die wir wahr machen können und da ist vor Gericht usw.
01:01:30: was ich aber persönlich glaube dass das wieder zurückkommen wird.
01:01:33: also ich glaube schon dass die spirale runter geht und was mich persönlich sehr gefreut hat dass auch tatsächlich die Gewerkschaften dabei sind gab jetzt eine Demonstration in der letzten Woche wo Verdi aufgerufen hat.
01:01:44: Ich weiß nicht ob Alsterdorf auch dabei gemacht hat.
01:01:46: Die tariflichen Mitarbeiter der Elbewerkstätten waren auf der Straße ausgesprochen.
01:01:52: Also es wächst langsam wieder ein bisschen mehr Protest und das wird früher oder später hoffe ich auch die jungen Menschen wieder erreichen, die dann halt wahrscheinlich irgendwann auch schmerzlich feststellen müssen okay wenn ich jetzt nicht laut werde, wenn ich nicht irgendwas mache und mich dagegen wäre was man mit mir und meinesgleichen irgendwie heran stellen will denn wird's blöd.
01:02:09: also ich habe so ein bisschen vielleicht eine utopische Hoffnung dass sich das ändern wird.
01:02:13: aber halt alles über Ehrenamt und wahrscheinlich eher ohne Geld.
01:02:17: Hamburg verfolgt ja seit Jahren das Ziel einer inklusiven Stadt.
01:02:20: Aber so wie ich das jetzt auch mitbekommen habe, gerade Menschen mit Behinderung und ihre Interessenvertretungen die haben erheblichen Kritikbedarf.
01:02:29: Da läuft einiges nicht so richtig, richtig rund Und Christus du bist ja Landesbeirat von der Senatskoordination und auch Inklusionsbeiraten.
01:02:38: Wie steht es um die Barrierefreiheit in Hamburg?
01:02:40: Wir haben eine ersten Folge über die Prost geredet.
01:02:42: Jetzt tragen wir mal zusammen wo's erhebig hakt.
01:02:44: Was sind so die Probleme die im Bezug zwischen den Organisationen angesprochen und Hamburg.
01:02:50: Was läuft da nicht so
01:02:52: gut gerade?
01:02:53: Im Prinzip kann ich an der Aussage von eben noch mal anknüpfen, das sind auch alles Ehrenämter.
01:02:58: also man geht in die Sitzung, man geht im Gremien rein, mangeht in die Diskussion mit und ohne Politik und macht das pro Bono.
01:03:06: es gibt kleine Aufwandsentscheidungen, die kann man aber jetzt irgendwie überhaupt nicht großartig benennen.
01:03:10: Also da kannst du doch nicht mal net Essen vorgehen.
01:03:12: sagen wir mal so wo wir über dem Thema sind.
01:03:15: ja diese Beiräte gibt es.
01:03:16: es gibt für fast jeden Bezirk in Hamburg den Inklusionsbeirat, der halt über die Bezirksversammlung ernannt wird oder benannt wird.
01:03:24: Hier für euch in Barmix-Süd wäre es dann der Inklusionbeirats des Bezirksmannsbig.
01:03:28: das ist auch der größte, den wir irgendwie haben.
01:03:30: ich glaube da sind achtzehn Leute drin oder so.
01:03:32: Seid ihr Nord?
01:03:33: Oh dann muss sich das nochmal.
01:03:34: vielleicht können wir das ja rausschneiden.
01:03:36: also in Nord... Das kann
01:03:37: auch drin bleiben!
01:03:39: In Nord gibt's auch einen Inklusitionsbeirad.
01:03:42: Die sind sogar ziemlich aktiv genau und das sind halt Leute die machen es ehrenamtlich.
01:03:46: so Der Landesbarat den du angesch.. hast, der ist halt angeknüpft eben an die Senatskoordination.
01:03:52: Also es gibt eine direkte Stabsstelle für den Hamburger Senat was die Belange von Menschen betrifft in Hamburg.
01:03:58: das ist die Eureka Kläuber hier in Hamburg.
01:04:00: da die aber auch nicht alles alleine machen kann holt sie sich halt fachpersonal beziehungsweise Fachrat eben aus ihrem Gremium diesem Landesbeirat.
01:04:08: Das sind zwanzig Menschen zusammen aus Einrichtungen und aus der Selbstbestimmbewegung
01:04:12: usw.,
01:04:13: die sie halt in ihrer politischen Arbeit beraten sollen.
01:04:16: Auch eher namentlich Ja,
01:04:17: ich weiß nicht wie ihr das mitkriegt.
01:04:19: Was ist da ein Kritikrat aktuell in der Situation gibt?
01:04:23: Also was man vielleicht noch mal sagen kann... Wir hatten in der konstituierten Sitzung oder eine Sitzungen nach der konstituerierten Setzung für den Bezirksbeirat Altona hatten wir ne Anfrage aus dem Sozialausschuss und die Anfrage lautete in der Tat warum beteiligen sich so wenig Menschen mit Behinderung eben an politischer Arbeit?
01:04:38: beziehungsweise was braucht denn Menschen Mitbehinderung um politisch arbeiten zu können?
01:04:42: also wenn wer so ein bisschen diesen Podcast ihm wäre jetzt gerade auf den typischen Zurück verf*** ist diese Fragestellung schon ad absurdum.
01:04:49: Was braucht ein gehörloser Mensch?
01:04:51: Was braucht einen Rollstuhlfahrer, was braucht ein neurodivagenter Mensch?
01:04:54: Komplett unterschiedliche Dinge und zwar... Also
01:04:56: das wäre jetzt Barrierefreiheit und Demokratie.
01:05:00: Nee, das ist einfach schon so'n bisschen... Dass du dann
01:05:01: Rolli nicht in zwar lokal kommst, da fängt's ja schon an.
01:05:04: Ja
01:05:05: also was ich aber eher meinte ist halt irgendwie wir fangen bei solcherlei Frageställungen in der Politik an.
01:05:11: Diese Fragestellerung ist ja von dem soziale Ausschuss offiziell gestellt worden eben an den Inklusionsbeirat.
01:05:17: Und die haben diese Menschen halt auch aufgestellt, ich will jetzt niemandem zu nahe treten und der soziale Ausschuss macht sehr gute Arbeit in Altona.
01:05:24: aber trotzdem ist das vielleicht ein gutes Zeichen dafür wo wir bei Inklusion gerade anfangen zu diskutieren nämlich relativ am Anfang
01:05:31: noch.
01:05:32: Behinderung ist halt aktuell in einer Bevölkerung noch ein bisschen der Rollstuhl bzw.
01:05:36: der Blindenlangstock.
01:05:37: dass es Millionen von Neons in dazwischen da drüber und darunter gibt hat man glaube ich nicht so wirklich auf Erkette und das macht die politische Arbeit halt schwer.
01:05:44: Das merken wir gerade bei Praktikanten, einfach die Begegnung.
01:05:48: Das fehlt einfach der Kontakt, die Begegnung.
01:05:50: wir haben im Jahr.
01:05:51: Ich würde mal sagen zwei, drei Praktikantinnen aus den Schulen und wenn ich die am ersten Tag hier begrüße und mit denen spreche, haltet ihr schon mal irgendwie Kontakt mit Menschen mit ihnen?
01:06:01: Also nicht über allen natürlich klar.
01:06:03: Aber so in der Bahn, im wirklichen Umgang, in der Schule
01:06:06: usw.,
01:06:06: da fehlt einfach dieser Kontakt.
01:06:08: bei vielen ist weiß ich auch euch das ausgeht aber mir fällt das auf.
01:06:11: Ja und ein schöner Nebeneffekt unserer Arbeit ist dass wir unseren Beitrag leisten für einen Bewusstsein.
01:06:16: Mir begegnet ganz oft der Satz von Beschäftigten, die uns verlassen.
01:06:19: Ja also mir war am Anfang als ich bei euch angefangen habe gar nicht bewusst wie viele Barrieren so ein Rollstuhlfahrer eigentlich hat.
01:06:25: Also man kennt es dann eher noch von Menschen, die halt einen Kind bekommen mit dem Kinderwagen das sie dann Probleme haben.
01:06:30: aber unsere Assistenten verlassen uns immer mit einem Bewusstsein für barrierefreiheit.
01:06:34: Sie haben auch einen Blick dafür.
01:06:35: wenn sie da in den Urlaub fahren und wiederkommen dann hab' ich ganz oft gesagt naja für dich wäre das auch gut weil der ist das und dass.
01:06:40: Ich hab' da auch mal nachgefragt ob das auch barrieremfrei ist und man ins Wasser kommt und ins Meer kommt.
01:06:45: wir schaffen da schon ein Bewusstseins Aber der Kontakt fehlt vielerorts.
01:06:49: Das war schon Schnee von gestern, aber noch mal zum Thema Demokratie.
01:06:53: Wir hatten ja gerade die Abstimmung über Olympia und da gab es auch so eine Monstrantz wo sich hergetragen.
01:07:00: Wenn wir Olympia bekommen dann wird sich hier ganz viel verändern und das wird alles barrierefrei.
01:07:06: Und wenn wir eine tolle inklusive Stadt ... Wie seht ihr das?
01:07:08: Weil ich denke jetzt nur weil das abgewählt wurde oder nicht gewollt wurde muss man sagen bleiben ja die Bedarfe trotzdem dar.
01:07:16: was in Aussicht gestellt wurde, sollte ja trotzdem passieren.
01:07:20: Klassischer Fall von Erpressung!
01:07:22: Das
01:07:23: ist immer so ein bisschen so... Also wenn ihr wirklich etwas für die Behinderten soll, dann wählt man pro Olympia.
01:07:27: Ich weiß nicht ob man so ein böses Wort sagt.
01:07:29: ich finde das absoluten Schwachsinn weil wenn eine Gesellschaft sich dafür entscheiden will barrierefrei zu seiner Machzis da brauchen wir keine olympischen Spiele.
01:07:36: und klar werden da viele Gelder locker gemacht.
01:07:38: aber wir haben tatsächlich im Inklusionsbeirat in Altona viel über Olympia gesprochen der Spiele hätten in Altona stattgefunden.
01:07:48: Deswegen war das für uns natürlich ein relativ interessanter Geschichte, da einfach auch mal so die Fachleute einzuladen oder diese Agentur einzuladen, die das alles organisieren soll und so weiter und sofort.
01:07:57: Und es war halt total lückenhaft!
01:07:59: Also es waren Lücken überall.
01:08:00: also Barrierefreiheit ist mitgedacht worden, was aber sehr auffällig war dass teilweise Projekte finanziert werden sollten unter anderem dieses Science City, die da hochgepackt werden sollte, als olympisches Dorf gelten sollte... Die sogar schon Kostenzusagen vom Bund hatte ohne Olympia.
01:08:15: Nur, man wartet in Hamburg seit Ewigkeiten auf diese Gelder anscheinend und dann versucht man sozusagen dieses Ganze so durch einen Rücken zur Brust oder wie auch immer.
01:08:27: Das heißt, versucht man doch an die Gelder zu kommen um eben das Dörfchen in der Tochter zu bauen?
01:08:31: Ich fange nur rein dieser Spruch dass es in Aussicht gestellt wird.
01:08:34: In zehn, fünfzehn Jahren wenn Olympia kommt Barrierefreiheit herzustellen.
01:08:37: Bitte schön, dass Möge jetzt passiert.
01:08:39: Ja genau!
01:08:40: Dass man sich alles auf einmal machen kann völlig klar aber auf ... was war das, zwei Tausend Viertausend?
01:08:46: Das war ich.
01:08:47: Da hab' ich auch gesagt so, er dann der ist!
01:08:51: Da bin ich alt!
01:08:53: Du
01:08:53: brauchst doch noch mehr bei ihr!
01:08:54: Äh, noch mehr hier und da hängen wir im Beschneiden.
01:08:56: daher...
01:08:56: Da fällt mir zu ein hat das mit dem Landesbeirat zu tun?
01:09:00: es gibt nicht über- und ohne uns.
01:09:03: Oh!
01:09:03: Das ist doch auch etwas was Wert darauf legt dass nicht wieder Fremdbestimmung stattfindet sondern dass die Betroffenen selber mitentscheiden wo Bedarfe sind und was passiert.
01:09:13: Also ich sage mal so dieser Spruch nichts über uns ohne uns, das ist so der heilige Graal eben der Behindertenbewegung.
01:09:20: Den lassen wir uns da auch jetzt echt nicht vom Teller nehmen.
01:09:24: natürlich klar du hast recht Der Landeswahra zieht natürlich da rein.
01:09:27: man muss die Leute fragen wie es angeht bevor wir Entscheidungen treffen.
01:09:30: Das ist ja im Prinzip der Spruch aber ursprünglich kommt er halt tatsächlich aus der behinderten Bewegung eben halt auch daher dass ich über mein Leben entscheiden kann und es eben keine Entscheidung von Kostenträgern sein sollen ohne dass der Betroffene halt irgendwie gefragt wird, was ist eigentlich deine Vorstellung?
01:09:45: Wir biegen ja langsam auch auf die Zielgerade ein.
01:09:48: Ich wollte noch einmal kurz etwas sagen Chris wir sind da ein bisschen abgekommen als du das erzählt hast oder ne Chris du warst.
01:09:54: jetzt bin ich wieder mit dem Christ.
01:09:55: durcheinander hat ja sehr lange gut gegangen und ich glaube doch du war es dass Christoph.
01:10:01: Dass du sagst, dass er die verantwortung übernehmen sollen für eine herausfordernde gruppe ich kenne das aus der okia der offenen kinder und jugendarbeit da ist das so dass häufig in der pubertät jungsgruppen schon genügend aufmerksamkeit fordern und da sind wir ja beim thema offene gesellschaft und inklusionsfrei.
01:10:21: und dann gibt es auch einer sitzt im rollstuhl den gibts ein zwei die sind auch kognitiv ein bisschen eingeschränkt können teilnehmen, brauchen aber auch sehr viel Aufmerksamkeit.
01:10:31: Und das soll dann eine hauptamtlich bezahlte Kraft leisten und der Rest wird über Jugendliche gemacht die aus der Gemeinschaft kommen.
01:10:39: Das ist toll dass diese sich in Eurone dazu verdienen können.
01:10:41: sie lernen dann auch Verantwortung zu übernehmen.
01:10:43: Es ist schon schwierig dass da nur einer hauptsale Kraft gibt.
01:10:46: Aber wenn es als Ferienprogramm zum Beispiel geht funktioniert das nicht mehr weil ein Rollstuhlfahrer, du hast mit ihm trinken gebracht.
01:10:52: das Beispiel Der muss im Freizeitpark vielleicht auf Toilette er kann die ganze Gruppe alleine lassen, er ist dafür nicht ausgebildet.
01:10:59: Aber
01:11:00: es ist doch so schön, wenn sie sich alle gegenseitig helfen, nicht wahr?
01:11:03: Nein,
01:11:03: also wo du das gerade gesagt hast, da wird sich offenkundig auch gedacht ach dass machen die einfach mal somit und dann ist gar nicht das Bewusstsein dafür wie herausfordernd das ist.
01:11:12: Vor allen
01:11:12: Dingen was für eine Abhängigkeit von den Leuten entsteht, dass sie auf ihre Freunde angewiesen sind, die da mit im Freizeitpark sind.
01:11:19: Naja und auch die Verantwortung, da hast du ne Gruppe von ich sag mal fünfzehn bis zwanzig Kindern, die mehr oder weniger Aufmerksamkeitsintensiv sind von fünf Pubertierenden, die zeigen müssen wie toll sie sind.
01:11:30: Also auch da... das ist ja wie ein Sack Flühe.
01:11:32: Auch da musst du ja einen Auge drauf haben.
01:11:33: also naja der Begriff ist jetzt schon ein zweimal gefallen und das ist dass.
01:11:37: der Begriff Neurodiversität möchte den einer von euch mal erklären Da
01:11:41: würde ich jetzt mal... Christ, du bist ja Fachmann vielleicht?
01:11:45: Also das ist... Die Person begrenzt dir nicht so viel zu tun.
01:11:48: Ein Neure Divergenz ist im Prinzip so der neue Begriff für was man früher den Autisten genannt hat beziehungsweise heute kaum noch mehr Diagnosen mit dazu.
01:11:56: Es geht letztendlich um die Beeinträchtigung der eigenen Sinne, in welcher Form auch immer.
01:12:01: es ist also jetzt nicht blind und sehbinder sondern in der Wahrnehmung oder Verarbeitung.
01:12:06: Autismus, ADHS,
01:12:07: Autismus Legasthenie... Das ist nicht
01:12:11: mein erstes auf dem Spektrum?
01:12:12: Auf
01:12:13: dem Spektorum den Neurodivagent sagt man glaube ich so.
01:12:16: Wäre jetzt eine spannende Frage an einen Mediziner wie man das jetzt genau... Also es geht halt um die Datenverarbeitungen was dann so die Messinstrumente augen ohren machen und da spricht man von der Noro-Divagent.
01:12:27: Was ich da ganz spannend finde, höher gegen die traditionelle Auffassung her eher von der Störung aus und jetzt beginnt das langsam erst ein Stück weit aufzubrechen und ich find grad so auch bei ADHS.
01:12:39: also wenn Leute so einen Hyperfokus haben das sind ja Teilbereiche in denen sie richtig gut sind und ich glaube echt dass sich auch die Gesellschaft das eigentlich nicht erlauben kann Leute dir wirklich Kompetenz in Teilbereichen haben einfach so auszuschließen.
01:12:54: Also Beispiel war, da war einer die auch Autistin hatte große Probleme mit Lautstärke und Menschen.
01:13:00: Die hat dann die meiste Zeit im Homeoffice gearbeitet ist aber eine extrem gute IT-Spezialistin weil das auch ihr, ich sag mal, dass ihre Superkraft Und die kann sie und das hatten wir sehr viel in der ersten Folge In dem Rahmen der ihr als Norm vorgegeben wird eben nicht erfüllen.
01:13:17: Aber wenn man ihr freie Hand lässt die Aufgabe zu lösen Dann ist sie eine absolute Spezialistin
01:13:23: vorbei.
01:13:23: Da wir da wieder eigentlich bei dem Punkt sind, es ist wichtig dass man das Individuum betrachtet.
01:13:27: Also den einzelnen Menschen.
01:13:29: Ab wann ist es die Beeinträchtigung?
01:13:31: Und ab wann ist eine Diagnose?
01:13:33: vielleicht sogar in dem Fall, den du jetzt da beschrieben hast.
01:13:36: Vielleicht ja so eine Bereicherung fürs Leben.
01:13:39: Auch ADHS kann eine Krankheit von Biss sein.
01:13:41: Ich habe ADHS-Menschen kennengelernt, die so stark davon betroffen waren Von diesem Aufmerksamkeitsdefizit syndrome Was es ja ausgesprochen heißt Dass der wirklich auch tatsächlich eine persönliche Assistenz hatte.
01:13:56: Der war am Schluss total glücklich als er das erste Mal für seine Freundin Spaghetti kochen konnte mit Soße, weil der Assistent ihm dabei geholfen hat.
01:14:02: Das war eine Tagesplanung für ihn.
01:14:04: Also das ist eine massive Beeinträchtigung!
01:14:06: Jetzt schlage ich die Brücke zur Assistenz.
01:14:08: Ich habe einen Assistenten der ADHS und das ist auch ein spannendes Thema.
01:14:11: dann wenn du einen Assistenzenauftrag gibst und er kriegt den einen Auftrag nicht zu Ende, weil er zwischendurch schon wieder drei Sachen angefangen hat.
01:14:21: Rabbit hole, wo ich ein Stück weit drin verschwunden bin und es gibt hier wohl in Hamburg jemand der sich damit ausgiebig beschäftigt.
01:14:29: Und das ist André Zimpel und er hat ein schönes Beispiel um das zu verdeutlichen.
01:14:34: für unser Hautfarbe sind circa fünf Gene verantwortlich Für unsere Körpergröße ungefähr tausend und fürs Gehirn also das zentrale Nervensystem ca.
01:14:43: Zehntausend Gene verantwortlich.
01:14:45: Also das heißt wenn man das mal durchspielen würde Man kann sagen eigentlich kein Gehirne ist gleich.
01:14:50: Also ist hier das Problem nicht das anders tickende Gehirn, sondern die Welt, die nicht barrierefrei ist.
01:14:56: Du hast es gerade gesagt also wenn die Rahmenbedingungen so sind dass es nicht einschränkt, sondern jeder nach seinem Können oder nach dem was er eben mitbringt dann sind das wieder wertvolle Beiträge für unser gesamtes Miteinander.
01:15:10: Wieso
01:15:10: weit unterstützt wird?
01:15:11: Dass er sein volles Potenzial anfalten kann und
01:15:14: ich denke auch, dass das ja auch wieder eine Aufgabe wäre eine staatliche Aufgabe die Bedarfe zusammenzubringen
01:15:20: Kriegs der Grundmeilenstein, der UNWN und Rechtskonvention.
01:15:22: Dass das passieren muss?
01:15:24: Ja wie gesagt ich hatte das jetzt gerade gehört es gibt ganz viel ARD-Wissen YouTube Arte also es gibt dazu wirklich viel dass sechzig Prozent der Autisten einfach auch arbeitslos sind und es gibt möglicherweise auch Fälle du hast es grad gesagt wieder nicht alles über einen Kamm scheren.
01:15:38: aber es gibt bestimmt ganz viele die einfach auch wirklich Talente haben die berufsbezogen wie eine Superkraft sie können eben was besonders gut und haben eben einfach vielleicht andere Defizite die aber für das ausüben des Berufes nicht sonderlich schädlich sind.
01:15:52: Es gibt
01:15:52: ja auch Firmen sogar, die sich gegründet haben und ich denke jetzt z.B.
01:15:55: spontan diese Firma Autikon den Sitz weiß ich jetzt gerade nicht mehr so genau aber die halt Menschen mit aus dem Autismus spektisch?
01:16:01: Ja, ich
01:16:03: weiß
01:16:04: nicht wie groß die Firma ist das war auch ein positiv Beispiel.
01:16:07: Ich weiß nicht viel groß die firma ist Aber sie haben sich darauf spezialisiert Und die haben auch Fachkräfte innerhalb der Firma Die dann auch dafür sorgen dass es den Arbeitnehmenden da gut geht.
01:16:15: oder wenn Sie Probleme haben
01:16:19: Ja, Wahnsinn!
01:16:20: Jetzt möchte ich jetzt nicht lügen.
01:16:21: Also ich weiß SAP hat glaube ich gerade zwanzig oder dreißig also auch schon gut.
01:16:24: da ist aber bei der Mitarbeitermanufiluft nach oben.
01:16:27: aber Autikon war auch ein positiv Beispiel.
01:16:29: Bei SAP habe ich tatsächlich mal jemanden kennengelernt.
01:16:32: er hat da gearbeitet.
01:16:33: das war so einer der einzigen Menschen der dieses komplette wie heißt es Quellcode von einem Computerprogramm im Kopf durchdenken konnte.
01:16:39: Das hatte er hingekriegt.
01:16:40: Da sind dann die Ingenieure oder wie diese Software Leute denn da heißen Tatsächlich auch zu ihm ins Büro und wir haben irgendwie einen Fehler gefunden.
01:16:47: Da haben wir darüber nachgedacht und können sagen, such mal da ist das wahrscheinlich.
01:16:50: Und stimmt denn das auch?
01:16:51: Er hat aber nicht selber die Schulzüge gekriegt, er hatte einen persönlichen Assistenten gehabt und der hat aber so viel Geld bei denen verdient, dass sie das alles locker zahlen konnten.
01:16:59: Deshalb habe ich gesagt, den brauchen wir!
01:17:00: Der spart uns zwanzig andere Arbeitsplätze.
01:17:03: Genau, die Behörde freut sich selbst Zahler.
01:17:06: Das ist auf jeden Fall sehr spannend und wie gesagt Ich bin sehr neugierig gewesen auch was all sowas angeht Denn das sind häufig ja auch keine Bereiche mit denen man zwingt zu tun hat und da eben auch zu sehen, wo wir als Gesellschaft auch aus meiner Sicht komplett versagen.
01:17:21: Dass man da einfach einen anderen Blick drauf hat.
01:17:23: Wobei
01:17:24: wir wieder im Kontakt werden?
01:17:25: Ja.
01:17:25: Also es versagen das Kind nach Leistungsprinzip also
01:17:29: beim Schulsystem.
01:17:29: Beim Schulsystem!
01:17:30: Wir müssen gucken dass wir... Ich glaube wie alle erwachsenen und übrigens ich nehme mich nicht aus von Diskriminierung und ich nehme mir auch nicht davon aus, dass sich gewisse Dinge durch Blicke die wir brauchen.
01:17:41: nur weil ich ein Mann mit Bindung bin heißt es nicht, dass ich allwissend bin.
01:17:43: Ich glaube was ich damit sagen will unsere Generation sind verkorkst.
01:17:47: Wir müssen bei unseren Kindern anfangen, wenn Normalität von Anfang an gelebt wird und eine Diversität vom Anfang angelebt wird haben wir glaube ich in späterem Leben weniger Probleme damit.
01:17:56: mein Sohn ist der Beweis oder für mich ist mein Sohne der Beweiss.
01:17:59: Ja wobei ich das ja gerade umdrehen wollen würde dass auch der Titel der Folge das hier eigentlich die Normalität das Potenzial beschneidet denn es gibt kein normal.
01:18:08: Die Vielfalt ist ja das normal.
01:18:10: Das ist ja der entscheidende Punkt.
01:18:13: Es
01:18:13: ist normal verschieden zu sein.
01:18:16: Ich habe Julia und ich habe auch André gefragt.
01:18:18: Und möchte natürlich euch zum Abschluss fragen, denn trotz der gerade oder wegen all der Herausforderung über die wir gesprochen haben, Hürden Widerstände, dies zu überwinden gilt?
01:18:28: Was sind eure Träume von Inklusionen?
01:18:31: Puh!
01:18:31: Dritter Teil... Also ich hab erfüllt schon mal oder war das in erster Folge einen Ansatz gemacht.
01:18:37: Ich würde gewünschen dass in zehn, fünfzehn Jahren vielleicht diese Einrichtungen der VKC sitzen und der ich arbeite und die ich leite nicht mehr nötig ist sondern möglich ist, jedem Menschen ein Angebot zu machen.
01:18:48: Seinen Fähigkeiten entsprechend und auch Menschen die zu uns kommen bei uns schäftigt werden haben alle gewisse Fähigkeiten.
01:18:54: und da diese Fähigkeit ganz sensibel herauszufinden und entsprechende Angebote zu finden, die nicht mehr in Sonderwelten sind.
01:19:02: das wäre so eine Wunschvision.
01:19:03: Ich bin da ganz bescheiden.
01:19:05: ich glaube ich wünsche mir einfach nur dass jeder einmal mehr zuhört als das erspricht.
01:19:09: ich glaube da würde uns schon viel geholfen werden.
01:19:14: absolutes Minimum, das ist wenigstens erstmal so bleibt wie es jetzt ist.
01:19:18: Weil ich kann nicht leugnen dass ich nicht ganz große Sorge für die Zukunft habe ohne das jetzt schwarz zu malen wenn ich in der U-Bahn stehe und Menschen aus der Bevölkerung zu denen ich überhaupt keinen Bezug hab in der u-Bahnsagen sowas wie dich jetzt früher nicht gegeben denke ich es ist in der Realität passiert denn denke wir bewegen uns da wieder in Bereiche wo nichts sagebares sagbar gemacht wird uns wieder voneinander weg und das ist, was wir aktuell bei allen Problemen die völlig parteilos behandelt werden sollten.
01:19:50: Nämlich sowas wie Klimawandel, so was wie Wirtschaftskrisen und allem drum und dran, die einfach nur antworten können, dass wir alle zusammenhalten müssen.
01:19:56: Wir sind auch da!
01:19:57: Wir behinderten Menschen und wir müssen auch mitreden und wir brauchen genauso einen Platz in dieser Gesellschaft wie jeder andere auch.
01:20:04: Ich habe das für mich auch nochmal zusammengefasst.
01:20:06: Inklusion, Barrierefreiheit und ein System, in dem alle Menschen teilnehmen können?
01:20:10: Ist keine freiwillige Serviceleistung oder wirtschaftliche Abwägungsfrage, sondern entspricht den Vorgaben der UN-Behindertenrechtskonvention sowie dem Gleichstellungsauftrag des Bundes und des Landes.
01:20:22: Der Titel III im Grundgesetz sagt alle Menschen sind vor dem Gesetz gleich – was bedeutet alle Menschen haben die gleichen Rechte?
01:20:28: Wenn wir das endlich als verbindliches Menschenrecht verstehen, wenn wir uns immer wieder darum bemühen, alle mitzudenken kann Politik, Zivilgesellschaft jeder einzelne mit dafür sorgen dass so eine Welt keine Utopie bleiben muss.
01:20:41: Vielen Dank, dass Sie wieder meine Gäste waren.
01:20:42: Danke, tschüss!
01:20:55: Wir bedanken uns für das Interesse
01:20:57: dazuhöhnen
01:20:58: und natürlich bei unseren Gästen André Rabe, Chris Schmitz, bei Roman Bartt und Christoph Dakel.
01:21:04: Wenn es euch gefällt was wir machen sagt es gerne weiter.
01:21:07: Gebt uns Feedback, Lobkritik und Anregung.
01:21:10: Auch Themenvorschläge für neue Folgen sind willkommen.
01:21:13: Wir machen das hier für euch im Stadtteil und natürlich darüber hinaus.
01:21:18: Ihr reicht uns unter podcastadbarnbeck-südpunkt.de.
01:21:21: Euer Gastgeber war Marek Stockidge, Musikmarek Stockidge und Raphael Jürgens.
01:21:26: Dieses eine Gemeinschaftsproduktion
01:21:28: des Bashcast
01:21:29: Teams bleibt uns gewogen.
01:21:31: und
01:21:31: bis zur nächsten Folge!
01:21:45: André Rabel, Chris Schmitz bei Roman Bart und Christopher.
01:22:06: Ach deswegen
01:22:06: hast du mal so gemacht!
01:22:07: Weißt du was ich gedacht habe?
01:22:09: Jetzt hören wir auf zu sabbeln, ich will auch machen!
01:22:11: Nein, nein,
01:22:11: nein!
01:22:14: Oh jetzt haben wir den Aufnahme-Knopf vergessen...
01:22:19: Alles was irgendwie zivilgesellschaftlich einfach noch vorne bringt bis ehrenamtlich.
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